Satara
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Satara liegt in der Baronie Arinken in der Grafschaft Bethana und zählt etwa einhundert Einwohner.
Satara liegt an der Sheniloer Straße mitten im Arinkelwald. Seine Bedeutung bezieht der Ort aus der Holzfällerei und dem Schutz von Reisenden auf dem Weg durch den Arinkelwald, den das Haus ya Satara gewährleisten muss. Der Wald ist eine Brutstätte für Räuber und düsteres Gesindel, dient einigen Bewohnern von Satara jedoch hin und wieder auch als Zufluchtsort: Denn die beiden Hexen Desatinava die Ältere und Desatinava die Jüngere wohnen in dem kleinen Ort und werden von der Bevölkerung geduldet. Lediglich wenn wieder einmal ein ambitionierter Landadliger oder Praiot des Weges kommt, ziehen sie sich in die Wälder zurück und warten, bis sich die Lage beruhigt hat.
In Satara selbst führt Jagdmeister Firman einen Firuns-Schrein, während der Firun-Tempel, eine einfache Blockhütte, mitten im kaum zugänglichen Arinkelwald steht.
Im Südosten Sataras liegt ein 1019 BF vom Sheniloer Magier Andras Marwolaeth zerstörter Steinkreis, der heute nur noch von Satarer Kindern als Mutprobe aufgesucht wird.
Es gibt hier eine gut besuchte Kneipe mit dem Namen Letzte Zuflucht.
Ortsbild
Satara ist ein langgezogenes Straßendorf. Die breite Sheniloer Straße bildet seine Hauptachse und weitet sich im Zentrum zum Holzplatz. Dort befinden sich der Dorfbrunnen, das Dorf- und Rathaus, sowie eine kleine Dorschule. Fachwerkhäuser, Werkstätten, Ställe und Holzlager ziehen sich entlang der Straße, während unmittelbar hinter den letzten Gebäuden bereits wieder der Arinkelwald beginnt.
An beiden Ortsausgängen stehen Schlagbäume und Wachposten. Für ein Dorf seiner Größe unterhält Satara mit acht fest besoldeten Wachen eine ungewöhnlich starke Wachmannschaft. Sie verfügt über ein kleines Garnisonshaus und sichert neben dem Dorf vor allem die Sheniloer Straße und die nähere Umgebung gegen Räuber und Wegelagerer.
Neben der Letzten Zuflucht gibt es mit dem Zum Eichenen Fass ein größeres, vom Haus ya Satara verpachtetes Gasthaus. Es richtet sich vornehmlich an Händler, Fuhrleute und Reisende, die auf dem Weg durch den Arinkelwald in Satara übernachten.
Holz und Handwerk
Das wirtschaftliche Herz Sataras ist das wasserbetriebene Sägewerk des Hauses ya Satara. Aus den Hölzern des Arinkelwaldes entstehen hier Bauholz, Bretter, Balken, Schindeln und Wagenholz. Einen besonderen Ruf besitzt die angeschlossene Fassbinderei. Aus ausgesuchtem Eichenholz werden Weinfässer für das eigene Weingut Gut Valdoro gefertigt, deren Innenseiten auf einem gesicherten Brennplatz unterschiedlich stark ausgebrannt werden.
Mit dem Sägewerk eng verbunden sind die Stellmacherei und die kleine Dorfschmiede. Letztere wird von Alwene Anderwacht, der Gemahlin Folnor ya Sataras, geführt. Die erfahrene Schmiedin fertigt und repariert unter anderem Äxte, Sägen, Fassreifen, Wagenbeschläge und Werkzeuge für die örtlichen Betriebe.
Da der Arinkelwald kaum größere Ackerflächen zulässt, werden Getreide und viele andere Lebensmittel von außerhalb eingeführt. Jagd, Fischerei, Viehhaltung und kleine Gärten ergänzen die Versorgung.
Wasser und Landschaft
Oberhalb des Dorfes liegt Sataras Weiher, der von der Satara, einem Bach, gespeist wird. Der teilweise aufgestaute Weiher dient als Wasserreservoir für das Sägewerk und beherbergt unter anderem Karpfen, Schleien und Barsche. Das Fischrecht liegt beim Haus ya Satara. Vom Weiher fließt die Satara zum Sägewerk und anschließend am Herrenhaus vorbei zu den Wiesen südlich des Dorfes. Dort liegen Anger und Viehweiden mit Kühen, Schafen, Ziegen, Zugochsen und Pferden. Trinkwasser beziehen die Bewohner dagegen vornehmlich aus dem tiefen Dorfbrunnen auf dem Holzplatz.
Das Haus ya Satara
Das Haus ya Satara prägt das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben des Ortes. Sein Herrenhaus steht leicht erhöht südlich der Sheniloer Straße und überblickt den Bach und die Viehweiden. Zum Anwesen gehören ein Wirtschaftshof, Stallungen und eine kleine Jagdhundezucht. Die kräftigen und ausdauernden Hunde werden insbesondere für die Jagd und Nachsuche im Arinkelwald und dem Jagdgut Mazzara ausgebildet. Einige dienen außerdem der Dorfwache bei Patrouillen und bei der Suche nach Vermissten.
Vittoria ya Satara, Hesindegeweihte, kümmert sich um den Unterricht der Dorfkinder.
Siehe auch
Quellen
- Der Preis der Macht, Seiten 27, 31
- Elmantessabeschreibung
- Sheniloer Hesindeblätter Nr. 16, 18