Briefspiel:Die Gänse von nebenan
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Zwei traviagefällige Familien finden zueinander.
Von Pilgerreisen und Delphinocco
Haus der Heiligen Gastung zu Vinsalt, Travia 1045 BF
Die junge Frau zappelte ungeduldig - ihre offen getragenen feuerroten Locken wippten. Das ebenmäßige Antlitz war von einer noblen Blässe, doch ihre leicht geröteten Wangen konnten die in ihr wohnende Erregung nicht verhehlen. Gekrönt wurde das aufgeregte Gezappel von einem deutlich wahrnehmbaren Seufzen.
“Liebes … halt still”, versuchte die sanfte Stimme des älteren Mannes zu beruhigen, während er ihr den Kragen ihrer schmucklosen grauen Wollkutte richtete. Der großgewachsene Diener Travias trug sein Haupthaar und den grau-melierten Bart gepflegt, gekürzt und auch das orange Wams stilvoll in Szene gesetzt. Es brauchte nicht viel Fantasie um erkennen zu können, dass sich jemand um das Auftreten des Erzgeweihten kümmerte, konnte man den Dienern der Gütigen doch viel attestieren - Stilbewusstsein war für gewöhnlich nicht darunter.
“Vater, es kratzt und juckt”, protestierte die Frau nun abermals und stampfte dabei bockig mit ihrem rechten Fuß auf den marmornen Boden des Göttinnenhauses.
“Ich weiß, Traviana …”, schmunzelte der Angesprochene, “... aber das ist der Sinn einer Pilgerreise. Du dachtest doch nicht etwa, dass ich dich in Seide kleide und dann auf einer Sänfte nach Terubis tragen lasse.”
Die junge Rizzi kicherte amüsiert und vergessen schien ihr Leid von wenigen Herzschlägen davor. “Das wäre nicht schlecht”, befand Traviana dann, blickte an ihrer grauen Wollrobe hinab und seufzte abermals. “Ist es denn wirklich nötig?” Travileas Rizzi, seines Zeichens hoher Bruder im Vinsalter Tempel der Travia, nickte erbarmungslos. “Ja, Liebes. Du weißt, dass es in unserer Familie Tradition hat, dass unverheiratete Angehörige nach ihrer Ausbildung auf Pilgerreise gehen … deinen Bruder zog es gar nach Rommilys … da ist Terubis …”
“... jaja, ich weiß”, fiel ihm Traviana ins Wort.
“Und auch deine Mutter …”, ließ sich Travileas nicht von seinem Sermon abbringen.
“... ja, ich weiß …”, versuchte es seine Tochter noch einmal etwas lauter und nachdrücklicher. Es hatte den Anschein, dass sie sich geschlagen gab, so fiel es ihr schwer, Schultern und Blick oben zu halten.
Der Geweihte nickte zufrieden. “Sehr schön, dann wäre das geklärt.” Travileas legte seiner Tochter eine hölzerne Kette mit einer hölzernen Gans um den Hals. “Und nun lass uns beten.”
einige Meilen außerhalb der Stadt Terubis, etwa eine Woche später
Das väterliche Lächeln stand Phelizzio d'Antara deutlichst ins Gesicht geschrieben, als er die kümmerliche ,,Reiterei” seines Sohnes Timor bemerkte.
,,Timor, nimm doch Haltung an, damit deine Robe nicht so in Mitleidenschaft gezogen wird. Komm, bewahre die Ruhe und gib auch dem Pferd Sicherheit. Du vertraust ihm unsere Reise an, also musst du ihm auch von deiner Seite Vertrauen entgegen bringen, mein Sohn.”
,,Ja, Vater…ich…versuche es…puh…schau mal”
,,So ist es richtig. Du lernst ja doch noch auf deinen Herrn Vater zu hören!”, sagte Phelizzio und lachte herzlich. Sein Sohn schmunzelte und stimmte dann in das Lachen mit ein.
,,Nun aber im Ernst, Timor. Du weißt genau, dass diese Pilgerreise nach Terubis unserer Tradition entspricht. Es nahen bald große Tage für unsere Familie, das kann ich spüren, und darum bitten wir die gütige Göttin um ihren Segen. Vor allem du, damit wir weiter bescheiden und auf dem Boden der Tatsachen…”
,,...Fleißig Hand an ehrlich Werk verrichten und das heimelige Herdfeuer niemals vergessen”, vollendete sein Sohn den Satz.
,,Und du hörst deinem Herrn Vater zu, welcher Tag doch heute ist!”, rief Phelizzio lachend aus und gab seinem Pferd einen leichten Druck in die Flanken, sodass es schneller wurde. ,,Da, Terubis. Wir sind da!”, rief er Timor zu, strich sich über sein eigenes graues Pilgergewand und zog den orangenen Schal fester.
Terubis, kurz darauf
Terubis war eine kleine Stadt an der Küste des Meeres der Sieben Winde. Den alten Überlieferungen nach hatte hier der Heilige Segostiano den ersten Tempel des Kultes nach dem Fall Bosparans erbaut - zu Ehren der Heiligen Lamea, die 69 Gefahren überstehen musste, um in ihre Heimat zurückkehren zu können.
Der Tempel selbst war kein wirklicher Prunkbau, doch sind diese unter den Göttinnenhäusern der gütigen Mutter auch wahrlich rar gesät.
“So, jetzt haben wir es bald geschafft”, schien Traviana mit sich selbst zu sprechen. Die junge Frau durchschritt soeben das Stadttor und erntete für ihre Wortmeldung verwunderte Blicke. Denn was die Umstehenden nicht vernehmen konnten, war das leise Maunzen aus ihrer Umhängetasche.
Die junge Rizzi hatte sich die letzten Wochen als Pilgerin quer durch das Reich durchgeschlagen. Zwar war Ihre Reise nicht durch Frömmigkeit und Überzeugung getrieben gewesen, sondern durch die Pflicht gegenüber ihrer Familie, doch bemühte sie sich sehr, zumindest die fürchterliche graue Pilgertunika nicht abzulegen und in den Tempeln auf ihrem Weg einzukehren.
Traviana atmete tief durch, strich ihre graue Tunika zurecht und eine widerspenstige feuerrote Haarlocke aus dem Gesicht. Dann schritt sie den letzten Weg in Richtung ihres Pilgerzieles, dessen Säulen sich bereits von weitem abzeichneten.
In diese schöne kleine Siedlung an der covernischen Küsten kam Phelizzio gerne. Neben seinem tiefen Glauben an die Göttin Travia, kamen ihm auch gerne die Erinnerungen hoch, wie er mit seinem Vater die Pilgerreise zum Zukunftssegen und Dank an die Göttin absolvierte. Hier spürte er seine Familie. Die Beiden durchquerten die kleine Stadt und sahen bereits ihr großes Ziel: Den Tempel der Göttin.
Noch bevor die beiden Pilger den Tempel der Gütigen erreichten, hörten sie plötzlich den alarmierenden Ausruf einer jungen Frau. “Vorsicht!”, rief sie und lief von der Seite an die Pferde von Phelizzio und Timor heran. “Ach Mio, was machst du denn für Sachen”, plapperte die Rothaarige dann weiter eher an sich selbst und weniger an die beiden Herren gerichtet, während sie sich nach einer kleinen, rot-weißen Katze bückte. “Büxt du mir aus und läufst anderen Leuten vors Pferd.”
Traviana ließ den Stubentiger in ihrer Umhängetasche verschwinden und strich sich dann eine ihrer widerspenstigen und wilden Locken aus dem Antlitz, bevor sie zu den beiden Männern zu Pferd hoch blickte. “Bitte entschuldigt”, meinte die junge Rizzi erst grußlos, bevor sie sich dann doch noch eines Besseren besann. “Traviana Rizzi ist mein Name … Hofkünstlerin, Tanzlehrerin … und Pilgerin. Mit wem habe ich denn die Ehre?”
Timor d’Antara kam aus dem Strahlen nicht wieder heraus. Es war sein Vater, der sich zuerst an die junge Frau wandte. ,,Aber nicht doch, es ist doch nichts passiert, mein Kind. Euch ist doch ebenfalls nichts passiert?, begann Phelizzio und schwang sich aus dem Sattel seines Pferdes, während die Angesprochene auf die Frage hin knapp den Kopf schüttelte. ,,Signorina Traviana, es ist uns eine große Freude.” Timor, der sich nun auch in der Realität wiedergefunden hatte, schwang sich ebenfalls vom Pferd und neigte seinen Kopf höflich wie zuvor sein Vater. “Gestattet Ihr? Phelizzio d’Antara, Werftbesitzer und gläubiger Pilger und dies ist mein Sohn Timor, ebenfalls in meiner Werft tätig und mit mir auf dieser Pilgerreise”.
,,Es freut mich sehr!”, sagte Timor lächelnd und streckte Traviana die ausgestreckte Hand zur Begrüßung hin. Sein Vater räusperte sich und übersah diese ungewöhnliche Geste, denn den Namen Rizzi verband er sofort mit etwas, doch als die junge Dame die Begrüßung erwiderte, schmunzelte der alte Fasan nur unscheinbar.
,,Aber Ihr seid doch nicht alleine von so weit hergekommen?”, fragte Phelizzio doch besorgt.
Traviana griff nach der Hand des jungen Mannes, der scheinbar im gleichen Alter zu sein scheint und begrüßte ihn. Insgeheim fragte sie sich, ob es in der Heimat der beiden Männer üblich war, eine Dame per Handschlag zu begrüßen. Sie lächelte freundlich. “Freut mich Euch kennen zu lernen, Signori. Ich bin allein hergekommen, ja”, bestätigte Traviana dann. “Aus Vinsalt und zu Fuß.” Knapp verzog sie ihr Antlitz, hatte ihr Vater doch nicht einmal den Luxus eines Pferdes für die Pilgerreise zugestanden.
Das nun deutlich vernehmbare protestierende Maunzen aus ihrer Tasche riss die junge Rizzi sofort wieder aus den Gedanken. “Jaja … Mio …”, flüsterte sie, bevor sich die junge Hofdame wieder den beiden Herren zuwandte. “Nicht ganz alleine, mein Kater hat mich begleitet. Aber sagt …”, versuchte Traviana so gleich wieder das Thema zu wechseln, “... woher kommt Ihr denn, Signori? Da Ihr eine Werft betreibt, gehe ich davon aus, dass Ihr nicht aus dem Landesinneren stammt?”
,,Zu Fuß? Das ist zu beneiden und Euch gebührt höchsten Respekt. Wir hätten es Euch gleichgetan, doch mein Bein trägt eine alte Handwerkswunde, sodass mir längere Wanderschaften leider vorenthalten sind. Ihr habt übrigens ganz recht, unser Handwerk liegt an den Küsten der Coverna, genauer gesagt in Efferdas etwas südlich von hier, Signorina. Ich kann Euch nur empfehlen die schöne Hafenstadt einmal selbst aufzusuchen”, warb Phelizzio herzlich lächelnd.
,,Dürft Ihr uns für den Rest des Weges zum Tempel die Ehre geben, Euch zu begleiten?”, fragte Timor lächelnd und neigte höflich den Kopf und lächelte ebenfalls unscheinbar in Richtung der zwei funkelnden Augen, die aufmerksam durch einen kleinen Spalt in der Tasche lugten.
Neugierig streckte Mio seinen Kopf aus der Tasche und musterte Timor dann neugierig. Fast schien es dem jungen Mann, als wäre hinter den Augen des Tieres mehr, als es bei einem normalen Stubentiger sein mochte.
“Oh sehr gerne, Signor”, antwortete derweil Traviana sichtlich erfreut. “Nach der weiten Wanderschaft freue ich mich über etwas Gesellschaft. Ist es denn Euer erstes Mal hier in der Stadt oder seid Ihr öfters hier?”
,,Aber nein, Signorina. In unserer Familie ist es Tradition und Glaubensgrundsatz, vor und bei allen großen Zukunftsentscheidungen hierher zu kommen und die Gütige Göttin um Segen und Rat zu bitten. Es ist immer als käme ein Teil von uns allen Nachhause wenn wir hier ankommen”, erklärte Phelizzio mit Traviana und Timor in Richtung des Tempels gehend.
,,Wenn mir die Frage gestattet ist, was ist Euer Grund für diese Pilgerreise? Noch dazu alleine?”, ließ Phelizzio folgen.
Traviana überlegte für einen Moment still vor sich hin - fast schien es, als wolle sie nach den richtigen Worten suchen. Wer die Künstlerin kannte, wusste, dass dieses Gebaren unüblich für die sonst eher impulsive junge Frau war. “Nun, mein Vater ist ein Rizzi und meine Mutter eine Hugedeel”, scherzte sie, doch waren beide Häuser für ihre Nähe zur gütigen Mutter weithin bekannt gewesen. “Vater hat gemeint, dass diese Reise meinen Horizont erweitern würde. Es ist bei uns in der Familie wohl einfach üblich, aber ich weiß noch nicht, für was ich bei der Göttin bitten soll.” Das wusste die junge Hexe als eine Tochter Satuarias tatsächlich nicht, waren die Zwölfe doch alles andere als ihr Metier gewesen.
“Was für große Zukunftsentscheidungen stehen bei Euch denn an?”, fragte die Rizzi mit beinahe schon ungehöriger Neugier.
,,Dann seid erstmal nochmals herzlich willkommen, den Covernischen Horizont zu erblicken und die Seeluft genießen zu können, Signorina. Manchmal bedarf es vielleicht keines Abenteuers für eine neue Betrachtung der eigenen Weltsicht, vielleicht hilft ja einfach nur das”, sagte Timor und deutete zeigend auf Himmel und Umgebung.
,,Mein Sohn hat Recht, Signorina. Uns hilft es, hierher zu kommen, neu zu betrachten, neuen Glauben zu schöpfen und neu zu danken. Unsere Familie ist noch nicht lange nobilisiert. Ein Umstand, auf den wir alle hart hingearbeitet haben. Das bedeutet neue Wege und neue Entscheidungen. Doch wir wollen das weiterhin auf dem Boden der Tatsachen machen und die schützende Hand der gütigen Göttin über uns wissen!”, rief Phelizzio stolz aus und begann ihr vom handwerklichen Werdegang zu erzählen, der eben eine Erhebung in das Nobilitat zur Folge hatte.
“Ah, nun, dann gratuliere ich Euch zum gesellschaftlichen Aufstieg”, warf die junge Rizzi nach einigen Herzschlägen des Überlegens ein. Sie wollte irgendetwas sagen und auf die Schnelle fiel ihr nichts besseres ein.
Während Traviana und Phelizzio plauderten, lief Timor hinter den Beiden her und zeichnete im Gehen mit einem kleinen Koghlestift Pergament den Kater Mio, der den jungen Mann weiterhin neugierig beobachtete.
,,Ah. Da sind wir schon!”, rief Timors Vater aus und wurde nun plötzlich sichtbar ernster und insich gekeehrter. Er band die Pferde an einem Balken fest und klopfte seine Robe und versuchte entstandende Falten glatt zu streifen. Mit einem drohenden Finger forderte Phelizzio auch seinen Sohn dazu auf. Timor nickte.
,,Verzeiht mir meine plumpe Begrüßung von vorhin, Signorina Traviana. Darf ich es wieder gut machen und Euch diese Zeichnung Eures Katers schenken, die ich gemacht habe?” Mit einer leichten Verbeugung bot Timor der jungen Frau das Stück Papier an.
Ein Geschenk, das die junge Frau strahlen ließ. “Oh habt vielen Dank”, meinte sie, als sie das Präsent entgegennahm. “Schau mal Mio, das bist du”, zeigte Traviana das Machwerk ihrem Kater, der daraufhin den Kopf schief legte und gurrte.
“Ich glaube, es gefällt ihm”, übersetzte die junge Patizierin dann die kund getane Meinung des Stubentigers. “Ihr zeichnet gut, Signor. Ist das auch Teil Eurer Arbeit in der Werft?”
,,Es freut mich sehr, dass die Zeichnung Euch und auch ihm gefällt", lächelte Timor. "In der Werft sind Skizzen und Zeichnungen tatsächlich Teil meiner Arbeit, doch meine wahren Stärken finden sich in sportlichen Wettkämpfen. Darunter fallen Wettläufe im zyklopäischen Stil, Faustkämpfe und neuerdings hat Delphinocco meine Begeisterung ausgelöst." Er bemerkte Travianas fragenden Blick. "Oh, verzeiht, ist Euch Delphinocco bekannt?”
Die junge Frau ging für einen Moment in sich und tippte dabei auf ihr Kinn. “Hmmmmm, ich habe den Namen schon einmal gehört. Hat es mit Delphinen zu tun?”, fragte Traviana begleitet von einem schüchternen Lächeln.
,,Oh”, Timor schmunzelte und begann zu erklären: Delphinocco wird auf einem 70x20 Schritt großen Spielfeld im Meer gespielt. Dabei befindet eine lange Seite des Feldes etwa 1 Schritt vom Ufer entfernt in etwa knietiefem Wasser. Mittig an den Stirnseiten des Feldes sind die beiden Zielkisten, die sogenannten Renze, verankert. Eine Mannschaft besteht aus 6 Spielern, die sich meist auch untereinander bereits kennen. Die Spieler werden wie folgt aufgeteilt: die in Strandnähe spielenden Läufer, die in der Mitte spielenden Wühler und den seewärts spielenden Schwimmer. Spielgerät ist der “Fisch”, also ein ovales Holzstück und der mit den Delphinoccoschlägern von Spieler zu Spieler geworfen wird. Ich kann den Spaß bei der Sportart nur betonen”, erklärte Timor mit einem Lächeln.
Traviana schien sich die Erklärung Timors vor ihrem inneren Auge vorzustellen, so zumindest konnte man die Tatsache deuten, dass die junge Frau ihre Augen schloss. “Man wirft sich den Fisch zu …”, führte die Rizzi die zögerlich aus, “... und muss ihn dann zum Zielkissen bringen?” Dann sah sie an sich selbst herab. Traviana war eine überdurchschnittlich große, aber schlanke Frau. “Könnte ich das auch spielen?”, fragte sie neugierig.
,,Selbstverständlich! Darf ich Euch das bescheidene Angebot machen, mich zu einer Partie von Delphinocco zu begleiten. Selbstredend würde ich es Euch gerne dann vorher bei einer Trainingseinheit erklären, wie zeigen?”, lächelte der junge Mann.
,,Und Selbstverständlich möchten wir Euch dann als unseren Gast in unserem Hause in Efferdas begrüßen, Signorina”, bot Phelizzio an und neigte höflich den Kopf.
Traviana lächelte auf die Einladung hin breit. “In Efferdas war ich noch nicht, Signor. Sehr gerne würde ich Eure Einladung annehmen …”, für einen Moment biss die junge Frau sich nachdenklich auf die Lippe, “... gilt diese Einladung denn nur für mich, oder meine Familie?”
Dann wandte sie sich dem jungen Timor zu. “Spielt man Delphinocco auch hier in der Stadt?” Der Besuch eines Sportereignisses auf einer traviagefälligen Pilgerreise … Traviana war sich sicher, dass ihr Vater sowas nicht gut heißen würde, doch fand sie gerade diesen Gedanken irgendwie erheiternd.
,,Oh, aber nein. Efferdas ist da der richtige und bessere Ort. Die Küstenlinien dort erlauben das Spielen ideal,” erklärte Timor und konnte sein Freude nur durch ein Lächeln in Zaum halten.
,,Ist denn Eure Familie denn bereits in Efferdas gewesen?”, unterbrach Phelizzio das gegenseitige Anlächeln der Beiden. ,,Wenn Ihr möchtet, schlagt Eurer Familie doch einmal vor an die Covernische Küste zu kommen, es wäre uns eine Ehre Eure Familie als hochgeschätzte Gäste begrüßen zu dürfen.”
,,Und Euch”, betonte Timor lächelnd.
Die junge Frau lächelte dankbar. “Nun also ich denke schon, dass Angehörige meiner Familie die Stadt Efferdas kennen. Ich war noch nie dort … ich war überhaupt noch nicht so oft außerhalb von Vinsalt …”, sie hing für einen kleinen Moment einem Gedanken nach, “... ein paar Mal war ich in Unterfels, aber das ist ja nicht so weit weg von zuhause. Ihr seid öfters unterwegs, nehme ich an?”
,,Gelegentlich, Signorina”, erklärte Phelizzio. ,,Einige Freunde unserer Familie sind etwas weit verstreut, aber das gibt einem immer die schöne Gelegenheit, das Land zu sehen”, fuhr er fort.
Die Drei begaben sich nun gemeinsam in den Travia-Tempel, während Timor Traviana höflich den Vortritt ließ, ehe er ihr und seinem Vater ins Innere folgte.
Besuch in Efferdas
Efferdas, ein paar Monde später
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