Rahjadan ya Cortéga
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Nachdem Remundo und Bernarda ya Cortéga über Jahre hinweg kinderlos geblieben waren, erwies sich ihnen die Herrin Rahja doch gnädig und Bernarda gebar einen Sohn, den die Eltern aus Dankbarkeit Rahjadan nannten. Bernarda überlebte das Wochenbett jedoch nicht, sie verstarb zwei Wochen nach der Geburt.
Remundo beschloss, nicht allein zu bleiben und ging erneut einen Travienbund ein, diesmal mit Ulvina.
Rahjadan wuchs in der Obhut seiner Stiefmutter auf, sie kümmerte sich gut um Rahjadan, aber er konnte nie tiefe Gefühle für Ulvina empfinden und sie begann ihre leiblichen Kinder vorzuziehen.
Im Alter von 12 Jahren ging Rahjadan an die Rechtsschule zu Vinsalt.
Nach Abschluss des Studiums verblieb er für zwei Jahre in Vinsalt, um als Jurist Erfahrung zu sammeln, danach kehrte er nach Methumis zurück, wo er seinen Vater überredete, ihn auf eine Reise zu allen Handelspartnern zu schicken. An jedem Ort wollte er für mindestens einen halben Götterlauf Erfahrungen sammeln. Kultur, Eigenheiten der Bevölkerung des Landstrichs und natürlich alles Wissenswerte über die jeweiligen Handelsgüter vor Ort lernen. Der Vater war begeistert, hoffte er doch, sein Erstgeborener würde doch noch seine Liebe für das Handelswesen entwickeln.
Seine Reise führte Rahjadan nach Teremon, Brabak, Chorhop, Drôl, Neetha, Kabash, Albenhus, Nadoret, Rommilys, Nasirabad, Elburum und schließlich Festum. Als er nach fast zehnjähriger Reise nach Festum kam, hatte er mehr erlebt und erlitten, als er sich je hätte vorstellen können. Stürme, Piraten, Räuber, Verrat, Krankheit und so manche Verletzung, aber auch Freundschaft, Loyalität und so einige Liebeleien.
Aus dem schmalen Juristenbürschlein, mit Florett an der Hüfte und Stutzerkleidung war über die Jahre ein stattlicher Mann geworden, der seit seinem Aufenthalt in Albenhus ein Koscher Langschwert und einen Linkhand gürtete und sich mit einem Albenhuser Plattenharnisch rüstete, unter dem er einen Koscher Gambeson trug.
Im Kosch hatte er nach einigen unliebsamen Erlebnissen auf der Reise zuvor, neben seinen sonstigen Aufgaben noch Schwertkampfunterricht genommen.
Den Juristen sah man ihm jedenfalls nicht mehr auf den ersten Blick an.
In Festum war er zu Gast bei der befreundeten Familie Korjenic, mit deren Handelsunternehmen die Familie ya Cortéga schon einige Jahrzehnte Geschäfte machte. Nachdem er sich auch hier mit den Eigenheiten von Kultur, Bewohnern und Waren vertraut gemacht hatte, beschloss er sich wieder der Juristerei zuzuwenden.
So arbeitete er für den Juristen, dem die Familie Korjenic vertraute. Doch der wahre Grund, warum aus sechs oder zehn Götternamen zwei Götterläufe wurden, hatte weniger mit der Juristerei zu tun als vielmehr mit der drittältesten Tochter des Hauses, Pidescha. In die sich der wehrhafte Tintenkleckser verliebt hatte. Da dieses Gefühl auf Gegenseitigkeit beruhte, wurde im Jahre 1022 BF der Traviabund geschlossen. Sein Vater konnte die lange Seefahrt von Methumis nach Festum schon nicht mehr antreten. So erschienen nur seine Halbgeschwister zur Hochzeit in Festum.
Zwei Götternamen später verstarb Remundo, sodass Rahjadan, gemeinsam mit seiner Frau nach Methumis zurückkehren musste, um den Platz seines Vaters einzunehmen.
Rahjadans Traum war es jedoch nie gewesen Händler zu sein. Seine Sache waren Recht und Politik, daran hatte auch die lange Reise durch Aventurien nichts ändern können.
Daher überließ er die Führung des Handelshauses seinem Halbbruder, Rowin.
Gemeinsam siedelte die Familie nach Efferdas über, da Rahjadan sich von der Republik die Erfüllung seiner Träume erhofft.
In Efferdas galt es für das Familienoberhaupt zunächst, mit der Familie Fuß zu fassen. Einige Zeit wohnte die Familie noch bei seinem alten Freund Angestaton Kanbassa. Bald aber fanden sie ein geeignetes Domizil in der Stadt.
Er will dazu beitragen, dass Efferdas zu einer Republik wird, deren Fortschrittlichkeit und Bildung bis weit über das Horasreich hinausstrahlen.
Zitate
"Fortschritt, und damit auch Erfolg, wird es nur geben, wenn wir den anderen um zwei Gedankengänge voraus sind. Das heißt auch, dass wir lernen müssen umzudenken!" - Rahjadan ya Cortéga