Details des Hauses Torrem

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Das Haus Torrem verfügt über ausgedehnte Besitzungen am unteren Sikram und wird regional zu den mächtigsten Rittergeschlechtern gerechnet. Es entstammt dem altbosparanischen Adel und ist seit Jahrhunderten weit verzweigt. Das historische Alter ist beinahe exklusiv und im Gegensatz zu den genealogischen Konstrukten anderer Geschlechter unangefochten. Die Schutzpatrone der Torrems sind Silem-Horas und Silem Phalaxan. Von letzterem schreibt sich seit dem 5. nachbosparanischen Jahrhundert der Beiname des Hauschefs her, des "Phalaxans". Die derzeitige Hauschefin ist Perainia Phalaxana XXV. Torrem (geb. 1007 BF).


Der Stammsitz, Castel Torremolino, ist seit dem 1032ten Jahre beinahe verlassen. Ihren Herrschaftsmittelpunkt hingegen haben die Torrems im Palagio Phalaxani zu Toricum. In selbigem Städtchen finden sich auch ihre Grablege und eine strategisch bedeutsame Sperrfeste am Sikram.


Pro Rege semper Phalaxanus

Für den König ein steter Phalaxan


Grundzüge

Der Charakter des Hauses weist sich traditionell als zurückhaltend aus, zumal viele Landadelige keinen rechten Zugang zu den vinsaltesken Formen des Gesellschaftslebens haben. Bei den Torrems zeigt sich eine vergleichsweise spürbare Volksverbundenheit, die sich vor allem in den Umgangsformen widerspiegelt. Oder besser: Die Torrems haben im Gegensatz zu anderen Adelshäusern oftmals noch eine Art innere Option, sich auch mit dem gemeinen Mann gesellschaftlich befassen zu können. Nicht zuletzt wird dies durch einige Eigenarten des ländlichen Lebens gefördert, so etwa durch die Gutsverwaltung, durch den alltäglichen Umgang mit den Kümmernissen der Bauern oder auch durch die Jagden in den Wäldern Maluriens. Auf der Gegenseite bewegt sich das Rittergeschlecht in Adelskreisen, pflegt hierbei jedoch keine Zurschaustellung oder prononcierte Verinnerlichung höfischer Lebensweise im zeremoniellen Sinne. Wer das Gegenteil praktiziert, gilt hinter vorgehaltener Hand als parvenuhaft oder gar als "Zierbosparaniel".


"Gebt außerdem den Knechten den Bescheid, dass sie nicht Äpfel und Kartoffeln beisammen lagern. Die Kartoffeln verfallen sonst schneller, wie wir vielfach beobachtet haben."
- Alltagsanweisung von Reon Phalaxan XXIII. Torrem (963-1022 BF).


Zu der Schwagerschaft der Torrems gehören insbesondere die Häuser Firdayon, Berlînghan, Schelf, Della Pena, Urbet-Marvinko, Calven-Imirandi und Della Trezzi. Nachgeborene Kinder des Hauses sind in der Ministerialität, in sakralen Ämtern sowie im Kriegsdienst vielfach vertreten. Sie sind seit dem Horasischen Thronfolgekrieg wieder vermehrt im Umfeld der erbberechtigten Linie anzutreffen, so dass man das alte Haus Torrem mit einer Burg vergleichen mag, die in schweren Zeiten die Menschen aufnimmt und die Zugbrücke hochzieht. Gegenwärtig gilt dies an erster Stelle für die Abkömmlinge jener Linie, die vor einigen Generationen aus einer Schwagerschaft mit dem Haus Schelf hervorgegangen waren und in der yaquirischen Zentrallandschaft Besitzungen hatten. Generell mag festgestellt sein, dass der Thronfolgekrieg den Gentilverband stark erschütterte oder doch wenigstens jüngere Verbindungen unverhältnismäßig schnell aufwertete.

Gute Beziehungen haben die Torrems auch zum Lokalpatriziat von Toricum. So finden sich in den Reihen ihrer Ministerialen und Offiziere immer wieder Köpfe aus den führenden Familien. Als Beispiel sei die Familie Cabot genannt. Gleichfalls gute Beziehungen haben die Torrems über ihre geistlichen Stiftungen zu den Kirchen des Praios, des Efferd, der Travia - die Donatorier nutzen das Hauskloster -, der Peraine und schließlich der Rahja. Den stadtefferdischen Kaufherren hingegen begegnen die Torrems aus den Erfahrungen der Unruhezeit zwischen 1028 und 1032 BF heraus skeptisch.


"Ich werde auf dem Schafott den Todeshieb ebenso gelassen erwarten wie auf dem Schlachtfeld, auf dem ich grau geworden bin."
- Reon Phalaxan XXIV. Torrem (985-1031 BF) auf den Hinweis eines drohenden Todesurteils, 1030 BF.


Zur jüngeren Geschichte des Hauses Torrem gehörte in den vergangenen 250 Jahren die verdienstvolle Verteidigung von Neu-Torremund gegen das benachbarte Urbetien. Gerade dieses Verdienst wurde jedoch im 1032ten Jahre durch die neue politische Elite von Efferdas verraten, indem die Kaufmannschaft gegenüber dem Bestand von efferdischem Boden ein nachrangiges Interesse zeigte und sich auf das Vorrecht und erste Anliegen des Seehandels berief. Der Konflikt wurde durch die Konstituierung des Freigonfalonierats bei Sikram im Winter des 1032ten Jahres jedoch beigelegt, indem die Torrems seither über eine Protektion durch Belhanka verfügen. Die Stammlande an der Torre wurden jedoch durch eine Travienberedung dem Haus di Onerdi überlassen - was eine mehrhundertjährige, ja, 1000jährige Kontinuität durchbricht. Dies ist der Grund, weshalb sich der Stammsitz, Castel Torremolino, seither beinahe verlassen in jenem uralten Gefilde findet. Auf der Gegenseite kontrollieren die Torrems einen Großteil der Ressourcen Nordmaluriens und vor allem den Sikramhandel durch ihre Sperrfeste, die Sikrambrücke und den Flusshafen von Toricum.


"So sei es einst wieder wie zu Khadans Zeiten, als das Haus Torrem sich zu den Gerechten geschart hat, um die Bestie zu züchtigen. So sei es einst wieder wie zu jener Zeit, als wir die Bereitschaft gezeigt haben, die Flammen, die auf Yaquirien einschlugen, mit unserem Blute zu löschen."
- Esto Torrem (geb. 1000 BF) zu seiner Weigerung, die Abschaffung der Todesstrafe in Efferdas auch auf den Rondrenfall zu beziehen.

Besitzungen und Anlagen

Das Haus Torrem verfügt über insgesamt 646 bewirtschaftete Hufen Land, deren 84 in geistlichen Stiftungen befindlich sind.



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