Torneocampo

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Torneocampo ist das als "Brotstube" bekannte nordwestliche Drittel der Unterstadt Urbasis – und nach dem alten und neuen Turnierfeld am zur Argenna ausblickenden, flacheren Westhang des Stadtbergs benannt. Es ist die Heimat vieler einfacher Handwerker, die die Versorgung der Stadt mit dem Lebensnotwendigsten – vor allem Lebensmitteln – gewährleisten, doch auch die Medizinische Schule, der kleine städtische Boronanger und nicht zuletzt das im nördlichen Teil stadtbildprägende Aquädukt befinden sich hier.

Übersicht: Karte Torneocampos

Urbasi
Gebäude und Örtlichkeiten

1) Kornmarkt
2) Cassiener Tor (zum Silberstieg)

in der Nachbarschaft der Lanze:
3) Haus der Kornzunft
4) Palazzo Zorgazo
5) Turnierfeld (des Großen und Kleinen Gestechs)

in der Nachbarschaft des Einhorns:
6) Taverne Bei Polissena
7) Haus der Fleischzunft
8) Gasthaus Firdayoner
9) Palazzo Dalidion
10) Medizinische Schule
11) Reservoir des Neuen Aquädukts
12) Spiel- und Badehaus Belhancaris
13) Belhancaris-Platz
14) Boronanger (mit Pfad zur Nekropole Nerano)

Rundgang durch Torneocampo

Unmittelbar vor dem Cassiener Tor findet sich die Piazza del Grano, der Kornmarkt Urbasis, auf dem an Markttagen ein Großteil der Nahrungsmittel der Stadt gehandelt wird und ein dementsprechend geschäftiges Treiben vorherrscht. Mit dem Haus der Kornzunft steht hier auch das repräsentative Zunftgebäude der Bäcker, Brauer und Müller – mithin einer Hälfte der für die Versorgung der Stadt notwendigen Gewerbe – ebenso wie der Palazzo Zorgazo mit seinem hoch aufragenden Geschlechterturm, so dass die reiche Patrizierfamilie stets die Grundlage ihres Wohlstands überblicken kann.

Wem das Treiben auf dem Markt dagegen zu laut und anstrengend wird, der kann sich in der Taverne Bei Polissena oder dem Gasthaus Firdayoner vom selbigen erholen. Eine Spezialität des 'Firdayoner' ist die gleichnamige, exquisite Fleischwurst, die insbesondere von manchem Marvinkogetreuen der Stadt mit beängstigendem Wohlgenuss verspeist wird…

Weiter südlich liegt das alte und neue ummauerte Turnierfeld. Zur Verstimmung vieler Rondrianer in Arivor musste es zwischenzeitlich ausgerechnet einer Armbrust- und Arbalettenmanufaktur weichen, in der auch größere Torsionsgeschütze gefertigt wurden – nach einem verheerenden Brand 1033 BF wurde es bis zum Großen Gestech 1034 BF aber wieder als dauerhaftes Turnierfeld hergerichtet, auf dem sich die Cavallieri und Cavalleristi teils auch außerhalb der Turniere zum Üben treffen.

Folgt man der Via Argentia vom Kornmarkt nach Nordosten gelangt man dagegen bald zum Haus der Fleischzunft, der zweiten nahrungsverarbeitenden Gilde der Stadt, die insbesondere durch die hiesige Sikrami auch überregionale Bekanntheit und Würdigung erfahren hat.

Barbier im Atrium des Hauses Belhancaris.

An der Grenze nach Magistralia liegt am Nordhang das Reservoir der Aqua Nuova, dessen steinerne Bögen die tieferen Straßenzüge Torneocampos überspannen. Da der Endpunkt des auf den Ruinen einer altbosparanischen Anlage wiedererrichteten Aquädukts Urbasis unterhalb der eigentlichen Hügelkuppe liegt und zudem nur einen begrenzten Wasservorrat zurückhält, existieren gerade in Magistralia etliche Wasseraufzüge, die in tiefen Schächten von ausgetüftelten Mechaniken oder oft noch von Eseln angetrieben – und zum Schutz vor Eindringlingen zumeist gesondert bewacht – werden.

Unterhalb des Aquädukts befindet sich am Ende einer Sackgasse die dem Hesinde-Tempel angegliederte Medici-Schule, in der die verschiedenen Gebiete der Heilkunde gelehrt werden. Sie ist seit 1047 BF die einzige verbliebene Schule Urbasis außerhalb der größeren Schule der Zwölfe und rühmt sich ihrer jahrhundertealten Traditionen. In unmittelbarer Nachbarschaft steht am Rand zur Altstadt auch der Palazzo Dalidion der hesindegläubigen und bildungsbeflissenen Gelehrten- und Druckerfamilie.

Auf der anderen Seite des Aquädukts liegt das Spiel- und Badehaus Belhancaris quasi direkt an der Quelle des für den eigenen Betrieb so wichtigen Wassers. Neben der Therme unterhält die Familie Silbertaler, deren Ahnin Belhancaris die Begründerin dieses Hauses war, auch einen großen Spielsalon, in dem die Urbasier ihr Silber beim Glücksspiel verprassen können. Der dem Gebäude vorgelagerte Platz ist zu Ehren der namensgebenden Dame ebenfalls Piazza Belhancaris getauft worden.

Ganz im Osten Torneocampos liegt schließlich der ummauerte städtische Boronanger, dessen geringe Größe manchen Fremden ob der langen Geschichte der Silberstadt überraschen mag. Tatsächlich liegen hier aber nur die Ärmsten begraben, denn wer immer es sich leisten kann, lässt seine verstorbenen Angehörigen stattdessen in der prunkvollen Nekropole von Nerano einige Meilen nördlich der Stadt bestatten.


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