Signoria Urbasis
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Die Signoria Urbasis ist das zentrale, mehr als 30-köpfige Ratsgremium der Fürstlichen Gemeinde des Heiligen Agreppo, der Städteallianz Urbasis und Agrepparas also. In ihm konzentriert sich die dauerhafte Macht der Gemeinde, obwohl es keine direkten Verwaltungsaufgaben hat. Durch die Wahl des Prioriums und vieler Ämter der Uffizien nimmt es jedoch entscheidenden Einfluss auf die städtische Politik. In etlichen Bereichen sind gerade den Bestimmungen der Priori dahingehend Restriktionen auferlegt, dass sie vor Inkrafttreten die Zustimmung der Signoria benötigen oder von dieser abgelehnt werden können.
Die urbasische Signoria beruft sich auf eine bereits länger als 500 Jahre währende Tradition, die sich in der Rohalszeit erstmals in der Gründung des Treponti-Bunds äußerte. In der nachfolgend geschilderten Zusammensetzung besteht sie jedoch erst seit Boron 1029 BF, als infolge des urbasischen Aufstands eine Neuordnung der städtischen Politik erfolgte. Im Praios 1030 kam es nach dem Sturz der Tyrannenherrschaft Travianos von Urbet noch einmal zu einigen Änderungen. Seither wird auch die Signoria formell vom Collegio della Censori der Stadtteile überwacht.
Zusammensetzung
Die Signoria setzt sich als Versammlung der Edlen und Vornehmen Urbasis aus den drei Gruppen der Signori (Vertreter der vornehmen Familien), Praetoren (Vertreter der Zwölfe) und Patrone (Vertreter der Zünfte) zusammen. "Signore" fungiert jedoch auch als Sammelbegriff und Anrede für alle Mitglieder der Signoria.

Jedes Mitglied der Signoria hat genau eine Stimme. Eine Personalunion mehrerer Sitze innerhalb der Signoria ist jedoch möglich und nicht einmal selten. Theoretisch kann ein Signore zugleich Praetor (wenn geweiht natürlich) und Patron oder gar alles drei zusammen sein – ist dies der Fall, hat er bei allen Entscheidungen mehr Stimmen, nämlich die Summe derer, die normalerweise einzelne Mitglieder hätten. Er darf seine mehrfache Stimmgewalt allerdings nicht selbst ausüben, sondern muss vor jeder Sitzung für jede Zweit- oder Drittstimme einen Begleiter benennen, der sie innehaben soll. Patron mehrerer Zünfte zu sein, ist seit der despotischen Herrschaft Gonfaloniere Travianos, der die Schutzherrschaft über alle Zünfte beanspruchte, per Gesetz verboten.
Seit der Stadtgründung Agrepparas 1046 BF hat der Graf vom Sikram – bis dahin seit dem Thronfolgekrieg häufig ein Rivale Urbasis – ein Vetorecht in der Signoria, mit dem Entscheidungen um eine Woche aufgeschoben (hingegen nicht dauerhaft verhindert) werden können. Dieses gräfliche Vorrecht muss an ein bestehendes Signoriamitglied delegiert werden.
Signori der Familien
Die Signori sind die Oberhäupter der zum städtischen Patriziat zählenden Familien (aus dem eher grundbesitzenden Landadel oder dem alteingesessenen Stadtadel), die ihre Aufnahme Nobilität, Macht und Reichtum verdanken – und deren Namen im Silbernen Buch der Stadt verzeichnet sein müssen. Diese Ehre kommt formell nur solchen Familien zu, die ihren Hauptsitz in Urbasi haben – wobei etwa das Haus Urbet diesen Eindruck infolge der verheerenden Feuernacht nach 1035 BF zeitweilig nur der Form halber aufrechterhielt und generell bei den mächtigsten Grundbesitzern des Umlands (auch dem Haus di Salsavûr) über diese Formalie teils hinweg gesehen wird. Die Patrizierfamilien verfügen meist über unterschiedlich große Gruppen von Gefolgsleuten, Klientel genannt, die ihnen treu ergeben sind und im Konfliktfall Auseinandersetzungen mit Gefolgsleuten rivalisierender Familien austragen.

Veränderungen der Zusammensetzung des Patriziats kamen in der jüngeren Vergangenheit immer wieder vor. So wurden die (weitgehend) ausgestorbenen Familien Balestriano im Winter 1033 BF und dell'Arbiato nach der Katastrophe von Arivor 1039 BF jeweils aus dem Silbernen Buch gestrichen. Zwischenzeitlich vakant, doch mittlerweile wieder vergeben ist der einstige Sitz des urbasischen Zweigs des Hauses da Brasi. Nachdem er nach der inferioren Heirat des letzten Familienoberhaupts Anfang 1034 BF entfiel, rückte das Haus della Pena j.H., der superiore Partner, am 23. Praios 1035 BF für die aufgeheiratete Familie nach. Zuletzt gelang es 1046 BF im Zuge der Stadtgründung Agrepparas der Marudreter Familie ya Malachis auch einen festen Sitz in der Signoria der Gemeinde zu erringen.
Praetoren der Zwölfe
Die Tempelvorsteher oder einflussreichsten Geweihten der in Urbasi und dem direkten Umland vertretenen Zwölfgötterkulte stellen als Praetoren die zweite Gruppe innerhalb der Signoria dar. Nicht vertreten sind bislang die Kulte Efferds, Firuns und Phexens. Besonders hoch werden die Tempelvorsteher von Ingerimm, Rahja und Hesinde geachtet. Für die Praios-Kirche ist der Vorsteher des urbasischen Turaniterklosters in der Signoria vertreten, während der Vertreter Rondras bis zur Katastrophe auch als ein Gesandter des Arivorer Tempels galt. Der Tsa-Kult entsendet stets wechselnde Geweihte – nicht selten Unruhestifter – zu den Zusammenkünften der Versammlung, während der Boron-Kult aus der nahen Nekropole Nerano zwar formell einen Sitz hat, diesen schon länger aber nicht mehr wahrnimmt.
Patrone der Zünfte
Die Patrone genannten Schutzherren der neun Zünfte Urbasis (Silber-, Eisen-, Holz-, Stein-, Korn-, Fleisch-, Woll-, Leder- und Gefäßzunft) sind die nominellen Vertreter des Handwerks und damit der meisten Bürger der Stadt – auch wenn es sich bei ihnen häufig um einflussreiche Signori handelt. Die Patrone werden von den Zünften selbst bestimmt, wobei die Wahlmodi sich zum Teil erheblich unterscheiden.
Calendarium
| Alle Mitglieder | |||
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| Signori des Landadels | Signori des Stadtadels | Praetoren der Zwölfe | Patrone der Zünfte |
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