Archiv:Der Zorn des Drachen (BB 50)
| Quelle: Bosparanisches Blatt Nr. 50, Seiten 1-3, 48 | Datiert auf: Praios 1048 BF |
von Gerilian von Torrem

Vinsalt. Schon seit Monaten gärte es unter der Oberfläche Vinsalts. Als im Firun 1047 BF die Nachricht vom Tod Lorindyas von Firdayon-Bethana die Hauptstadt erreichte und einen Sturm der Entrüstung entfesselte. Gerüchte über die Umstände des Todes waberten wie der winterliche Nebel durch die Gassen der Metropole am Yaquir. Hinter vorgehaltener Hand wurde schon von Anfang an gemunkelt Kaiserin Rohaja von Gareth könnte in den Tod verwickelt sein, da so gar keine Erklärung, geschweige ein Beileidschreiben aus Gareth die tragische Botschaft begleitete. Besonders schwer wog dieses Schweigen, da Lorindyas Sohn Sigman von Gareth-Firdayon kurz zuvor gegen den ausdrücklichen Willen Rohajas zum Großfürsten von Gareth erhoben worden war.
Am 30. Boron 1047 begann mit der Krönung von Kaisertal die Fuchsblutrebellion, die den Prinzen Sigman als Gallionsfigur einer seit Jahren gewachsenen Unzufriedenheit mit Kaiserin Rohaja zum neuen Großfürsten von Garetien ausruft. Der Prinz der die Blutlinien der Horaskaiser mit denen Rauls von Gareth vereint schien der ideale Thronfolger der kinderlosen Kaiserin werden zu können und möglicherweise sogar dereinst beide Reiche wiedervereinen, sollte auch Khadan-Horas ohne Thronfolger bleiben und der Kronkonvent die Erbfolge neu regeln.
Um die Tragweite dieser Ereignisse zu verstehen, lohnt ein Blick zurück. Prinzessin Lorindya Amene Usvina von Firdayon-Bethana, heiratete als Nichte Kaiserin Amene-Horas 1025 den Prinzen Alarich Ruhmrath von Gareth-Sighelmsmark, um den Frieden von Weidleth zu besiegeln. Dieser wurde 1020 zwischen den Reichen geschlossen, um den Kusliker Frieden zu ergänzen, der die Wiederannahme des Horastitels durch die Vinsalter Könige ausschloss und seit der Horaskränzung Amenes im Jahr 1010 einen Konflikt zwischen den beiden Reichen möglich machte. Da das Mittelreich mit dem Verschwinden Kaiser Hals von Gareth aber eigene Sorgen hatte und das Liebliche Feld auf dem Höhepunkt seiner Macht war, wollte niemand in Gareth die neue Horaskaiserin herausfordern. Zehn Jahre später erkannte das Mittelreich den Kaisertitel offiziell an und erneuerte den Frieden mit dem Lieblichen Feld 1041 im Vertrag von Mantrash'Mor erneut. Diesmal war es Khadan-Horas, der nach seiner Volljährigkeit im Jahr 1040 und dem Thronfolgekrieg der Jahre 1028 bis 1030 die endgültige Bestätigung seines Herrschertitels durch das Mittelreich anstrebte.
Zu diesem Zeitpunkt war Prinzessin Lorindya von Firdayon-Bethana bereits seit 16 Jahren mit dem Prinzen aus dem Hause Gareth verheiratet und das Paar war Eltern dreier Kinder: Sigman (*1026), Elissa (*1028) und Dirion (*1029). Alle drei sind eigentlich nicht Teil der horasischen Thronfolge, gleichwohl sind sie als Vetter und Base zweiten Grades des Horaskaisers eng mit diesem verwandt. Ihre Mutter war als jüngere Schwester des langjährigen Comto Protectors und heutigen Comto Marschalls Ralman von Firdayon-Bethana die Tante des Kaisers.
Man mag sich ob dieser heiklen familiären, wie politischen Verbandlungen lebhaft vorstellen, welches Beben die Nachricht vom Tod Lorindyas in Vinsalt auslöste. Neben der ganz persönlichen Betroffenheit Fürst Ralmans, dem der Verlust seiner Schwester sichtbar naheging, starb mit der Prinzessin ein Sinnbild des Friedens zwischen den beiden Großreichen. Das Schweigen Rohajas und der gleichzeitige Tod ihres Oheims Prinz Storko von Gareth auf der Randersburger Bluthochzeit ließen den Tod Lorindyas wie eine Vergeltungstat Rohajas an ihrem abtrünnigen Vetter Sigman aussehen.
Schon kurz nach dem Bekanntwerden der Nachricht mehrten sich erste Stimmen im Haus der Edlen, die eine Erklärung von Kaiserin Rohaja forderten und ohne Scheu von einem Bruch des Frieden sprachen, sollte die mittelreichische Kaiserin gar verantwortlich am Tod der horasischen Prinzessin sein.
Das dröhnende Schweigen aus Gareth wurde immer lauter von den Stimmen des Hauses der Edlen übertönt, die ab Mitte Tsa 1047 deutliche Konsequenzen von Khadan forderten. Es galt als offenes Geheimnis, dass Fürst Ralman seine Getreuen im Kronkonvent in seinem Sinne sprechen ließ und somit den Druck auf den Horaskaiser weiter erhöhte. Der Kronkonvent verfasste ein Beileidsschreiben an den Großfürsten Sigman von Gareth-Firdayon zum Tod seiner Mutter, was als deutlicher Affront gegen Kaiserin Rohaja gewertet wurde.
Ende Peraine 1047 erreichten Vinsalt die ersten Nachrichten von der Schlacht im Tal der Kaiser, in dem Großfürst Sigman von Kaiserin Rohaja besiegt und gefangen genommen werden konnte. Der Kronkonvent forderte umgehend seine sofortige Freilassung.
Den Ingerimm über diskutierte der Kronkonvent über die richtige Antwort auf den Tod Prinzessin Lorindyas. Mittlerweile waren sich auch die wohlmeinendsten Delegierten sicher, dass Kaiserin Rohaja in den Tod der horasischen Prinzessin verstrickt war, da sich Gareth seit Wochen in Schweigen hüllte und offensichtlich keinerlei Anstalten machte, sich über die Umstände des Todes der Tante des Kaisers auszulassen. Kaiserin Rohaja versuchte anscheinend nicht einmal, den Tod der Prinzessin irgendwie zu rechtfertigen oder gar zu entschuldigen. Selbst aus dem Sangreal waren mittlerweile Töne des Missfallens zu hören. Im Kronkonvent war die Stimmung bei vielen Delegierten längst in offene Wut gekippt. Noch aber konnte sich der Konvent nicht auf eine gemeinsame Position verständigen, da die Loyalisten, die traditionellen Unterstützer der Krone, sich aufgrund der fehlenden klaren Worte aus dem Sangreal zurückhielten und abwarteten. Andere waren da viel weiter. Die Murakianer drängten die Kronregierung seit Tagen zu einer „entschlossenen und selbstbewussten Verurteilung“ des Todes der Prinzessin am Hofe Kaiserin Rohajas. Man dürfe sich den Tod eines Mitglieds der Kaiserfamilie nicht gefallen lassen. Notfalls müsse man die Umstände klären, in dem man Kaiserin Rohaja vor Gericht stelle. Ein allzu durchsichtiges Verlangen, da sich die mittelreichische Kaiserin kaum vor der Eisernen Kammer des Horasreiches verantworten wird und schon eine Vorladung einer diplomatischen Kriegserklärung gleichkommt, wie die Libertarier entgegenhielten. Ihre Parteigänger befürchteten ohnehin eine Abkühlung der Beziehungen zwischen den Großreichen und damit eine Erschwerung des Handels. Etwas was die Libertarier immer befürchteten, entgegneten die Rondrianer, die entgegen ihrer sonstigen Traditionen klar Stellung zugunsten Großfürst Sigmans bezogen, da sie in seinen Taten ihre Tugenden von Ehre, Pflicht und Ritterlichkeit wiederzufinden glaubten. Ganz ähnlich, wenn auch wohl aus anderen Gründen, gehörten auch zahlreiche Unabhängige zu den Unterstützern Prinz Sigmans, dem man als Nachkomme der ermordeten horasischen Prinzessin Lorindya alleine schon wegen des gewaltsamen Todes seiner horasischen Mutter und seiner liebfeldischen Herkunft beizustehen habe. Wobei – und das sei der Ehrlichkeit wegen hervorgehoben – die Unabhängigen aus einem Strauß von Gründen das Verhalten Kaiserin Rohajas nicht nachvollziehen konnten und daher mit jedem Tag, der ohne eine Antwort aus Gareth verging, mit immer mehr Unverständnis reagierten. Wie schon angesprochen, die Beileidsbekundung an den von Kaiserin Rohaja nicht anerkannten Großfürsten Sigman von Firdayon-Gareth war mit einer recht großen Mehrheit beschlossen worden. Das kam bei folgenlosen Resolutionen nicht selten vor, und dazu zählte das Kondolenzschreiben zweifelsohne ebenfalls, gleichwohl setzte sich das Haus der Edlen mit diesem Beschluss über den Rat des Comto Großsiegelbewahrers hinweg, der zuvor noch vor den „diplomatischen Implikationen“ eines solchen Vorgehens warnte. Dass trotz dieser klaren Stellungnahme der Kronregierung dennoch eine große Zahl aus den Reihen der Loyalisten für dieses Schreiben votierten, darf mindestens als bemerkenswert in den Chroniken des Hauses vermerkt werden.
Während das Haus der Edlen heftig diskutierte und kaum ein anderes Thema in diesen Tagen kannte, blieb es im Haus der Fürsten zunächst wenig überraschend ruhig und sachlich. Die Fürsten stehen der Krone näher und wägen mehr ab, da ihre Entscheidungen letztendlich das weitaus größere Gewicht im Horasreich haben. Gleichwohl war mit Fürst Ralman dem Bruder der verstorbenen Prinzessin ein hochrangiges Mitglied des Kronkabinetts und gleichzeitig der mächtigste Fürst des Reiches direkt betroffen. Als Oberhaupt seiner Familie konnte – und durfte – Comto Ralman nicht tatenlos bleiben. Als Mitglied der Kronregierung war er aber zur Zurückhaltung verpflichtet. Ein Balanceakt für den Fürsten. Während die Delegierten der drei großen Städte für Zurückhaltung plädierten, waren es vor allem die Vertreter von Seekönig Haridiyon und seiner Gemahlin Marchesa Calliane von Chababien, die deutlich aussprachen, dass sich Kaiserin Rohaja erklären müsse und der Tod der Prinzessin notfalls schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen wird, sollte keine Entschuldigung oder wenigstens eine Erklärung für den Tod Lorindyas aus Gareth kommen. Noch deutlicher sprachen die Grafenzwillinge von Thegûn aus, dass Lorindya ein Racheopfer für den Tod Prinz Storkos gewesen sein könnte und dieser daher sogar mit Billigung Rohajas erfolgt wäre. Herzog Cusimo, der höchstselbst an einer Sitzung teilnahm, um Comto Ralman sein Beileid auszusprechen, war sich seiner Sonderrolle als Lehnsmann der Kaiserin des Mittelreichs bewusst und mahnte an, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Dafür, dass der Herzog gerade erst eine Militärakademie in Sewamund vorantrieb, waren dies erstaunlich friedfertige Worte. Wiewohl diese Einrichtung in erster Linie der Bekämpfung piratischer Umtriebe dienen sollte. Selten war jedenfalls so kontrovers im Haus der Fürsten diskutiert worden, wie dieser Tage.
Aus dem Donnergrollen im Kronkonvent wurde Ende Ingerimm ein Sturm der Entrüstung, als die Nachrichten sich aus Gareth überschlugen. Ab dem 25. Ingerimm 1047, etwa einen Monat nach der Schlacht im Tal der Kaiser, fand in Meilersgrund, einem Stadtteil der Kaiserstadt Gareth der mehrtägige sogenannte Meilersgrunder Kronprozess statt, in dem über das Schicksal des gefangenen Großfürsten Sigman von Firdayon-Gareth entschieden werden sollte. Das Urteil ließ nur wenige Tage auf sich warten und am 27. Ingerimm 1047 hieß die Strafe gegen Prinz Sigman Tod durch das Schwert. Noch bevor sich in Vinsalt mahnende Stimmen durchsetzen konnten, die Kaiserin werde schon kein Mitglied ihrer und der Familie des Horaskaisers hinrichten lassen, platzte die Nachricht vom vollstreckten Todesurteil in die Metropole am Yaquir. Am 28. Ingerimm wurde Prinz Sigman von Firdayon-Gareth, der Neffe des Fürsten von Vinsalt, der Herzogin von Methumis, des Grafen von Ucuria, der Lichthüterin zu Kuslik und Vetter zweiten Grades des Horaskaisers Khadan Varsinian Firdayon hingerichtet. Nur wenige Wochen nach Lorindyas Tod war damit erneut Blut der Familie Firdayon auf Befehl der mittelreichischen Kaiserin vergossen worden.
Die Nachricht verbreitete sich mit ungeahnter Geschwindigkeit in der Hauptstadt. Aus Bestürzung wurde Zorn, aus Zorn offene Forderung nach Vergeltung. Im Haus der Edlen brach jeder Versuch der Mäßigung zusammen. Erstmals wurde offen über einen Krieg gegen das Mittelreich beraten. Nahezu einhellig verabschiedeten die Delegierten eine Resolution, in der sie den Horaskaiser aufforderten, den Tod seiner Verwandten zu rächen und Rohaja als Verräterin am Heiligen Blut des Horas vom Thron zu stoßen. Bemerkenswert war dabei weniger der Inhalt als die Geschlossenheit, mit der dieser Beschluss gefasst wurde. Selbst die Vertreter des Kronkabinetts verzichteten nun auf beschwichtigende Worte. Was bislang als diplomatische Krise gegolten hatte, war endgültig zu einer Frage der Ehre des Reiches geworden. Was zu viel war, war zu viel.
Im Haus der Fürsten verlief die Debatte weit besonnener, aber der Ausgang war derselbe. Mit hörbar bewegter Stimme trug Fürst Ralman höchstselbst die Klage gegen Kaiserin Rohaja vor, wie sie zuerst als Vergeltung für den Tod ihres Onkels durch vermeintliche Gefolgsleute des Großfürsten Sigman dessen Mutter Lorindya töten ließ und anschließend die Hinrichtung deren Sohnes nach einem inszenierten Hochverratsprozesses befahl, um sich dem ihr gefährlich gewordenen Konkurrenten um die Raulskrone zu entledigen. In der Folge stimmte dann das Haus der Fürsten einstimmig, bei Enthaltung des Herzogs von Grangor, der sich als Markgraf vom Windhag in einem Dilemma befand, unter sprachlicher Abänderung der Resolution des Hauses der Edlen zu. Die verabschiedete Resolution forderte den Horaskaiser auf, Kaiserin Rohaja wegen der Tötung Prinzessin Lorindyas und Prinz Sigmans der Gerechtigkeit des Herrn Praios zuzuführen und ihr die Last der Raulskrone abzunehmen. Anders als die Erklärung des Hauses der Edlen verzichtete sie weitgehend auf anklagende Formulierungen und verlieh ihrem Anliegen gerade dadurch besonderes Gewicht.
Der Comto Großsiegelbewahrer höchstselbst überbrachte die Forderung des Kronkonvents dem Horaskaiser in den Sangreal, wo dieser sich nach Erhalt der Resolution zurückzog. Zwölf Tage lang wartete der Kronkonvent auf eine Antwort. Erst dann erging die Einladung an Hofstaat, Kronregierung und beide Häuser des Konvents, sich zur Stunde der aufgehenden Sonne in der Halle des Unsterblichen Ruhms einzufinden.
Vor dem Adlerthron versammelte sich die politische Führung des Reiches. Die Spannung war mit Händen zu greifen, als Khadan-Horas schließlich vor die Versammlung trat und das Schweigen brach. Mit ruhiger Stimme begann er seine Erklärung:
"Nach Anrufung der Zwölfgötter und nach Ratschluss mit den Weisen des Reiches, die in der Tradition der allmächtigen Herren Ucuri, Horas und Nandus, sowie der allsehenden Hohen Drachen Naclador und Famerlor stehen und ihre Unterweisung und Empfehlung entsprechend ihrer hohen Verantwortung ausgeübt haben, nehme ich den beherzten Beschluss meines Kronkonvents, der in beiden Häusern beraten und von meiner Regierung besiegelt und mir überbracht wurde zum Anlass, folgende Erklärung und Rechtfertigung abzugeben.
Blut von Unserem Blute wurde vergossen.
Blut, dessen göttlicher Ursprung über den Heiligen Horas und den Unbesiegten Ucuri bis hin zu den Herrschern Alverans führt, ohne das hierfür auch nur ein rechtfertigender Grund erkennbar ist, der vor den Augen des ordnenden und strahlenden Herrn Praios Bestand haben kann.
Blut, das einen Bund des Friedens besiegelte und der Herrin Rondra Einhalt gebot.
Blut, das wie die Wasser des Herrn Efferd Grenzen überwand und im Namen Travias Familien verband.
Blut, das nun vom Herrn Boron über das Nirgendmeer geleitet wird und das die Weisheit der Herrin Hesinde enthielt.
Blut, das einem im Namen des Herrn Firun ob des unsäglichen Todes in den Adern gefriert und das trotzdem im Sinne der Herrin Tsa in Unseren Nachkommen weiterleben wird.
Blut, das mit den Füchsen des Herrn Phex verbunden war und das Leben der Herrin Peraine geschenkt hat.
Blut, das loderte, wie die Flammen des Herrn Ingerimm und in Angesicht der Herrin Rahja in Wallung geriet.
Blut, das nicht mehr ist und nie mehr sein wird und dessen Vergießen von Uns gerächt werden wird.
Mit Furor und Zorn ebenso, wie mit Mut und Tapferkeit, mit Besonnenheit und Beharrlichkeit.
Darum höret Untertanen Unseres Reiches, Wir Khadan-Horas, empfehlen Uns dem Ratschluss Unserer Ratgeber und stellen hiermit fest, dass unsere einstige Base Rohaja von Gareth den Frieden zwischen den Reichen aufgekündigt und damit ebenso den Uns ganz persönlich bindenden Frieden von Mantrash'Mor aufgelöst hat.
Keine Fesseln binden den Drachen darum mehr und gemeinsam werden wir gen Gareth ziehen, die Eidbrecherin ihrer gerechten Strafe zuzuführen.
So verlangen es Recht und Gerechtigkeit.
So verlangen es die Zwölfe.
Und so ist es Unser Wille."
Mit diesen Worten erklärte seine Imperiale Majestät dem Mittelreich den Krieg.
Nahezu zeitgleich ließ Alarich von Gareth-Sighelmsmark mit dem Eid von Eslamsgrund am 14. Rahja 1047 die Großfürstenbewegung aus ihrer eigenen Asche wiederauferstehen, wähnte er mit dem Horasreich einen neuen mächtigen Verbündeten an seiner Seite.
Am 17. Rahja 1047 erreichten die Worte des Horaskaisers Kaiserin Rohaja, die damit vor den Trümmern ihres Erbes steht.
In Vinsalt bereitete man sich derweil auf den Krieg gegen Kaiserin Rohaja vor. Man wollte eher schnell, als mit der Sollstärke der Legionen gen Gareth ziehen, so dass vor allem die stehenden Heere aus ihren Kasematten beordert wurden und eiligst Soldverträge mit freien und gebundenen Condottieri geschlossen wurden. Wobei manch einer die Gunst der Stunde nutzte und sich gegen gutes Gold aus den Verträgen freikaufen ließ. Die Söldnerstadt Unterfels wurde schnell zum Zentrum des Truppenaufmarsches, lag sie nicht nur örtlich dicht an der Grenze zu Almada, sondern war schon seit Jahren ein Tummelplatz zahlreicher Söldnereinheiten.
Als zu Beginn der Namenlosen Tage der Kaiserstern erlosch, sah man darin in Vinsalt ein göttergefälliges Zeichen, stand der Stern doch seit alters her für die Herrschaft des Hauses Gareth. Eine Herrschaft die nun an ihr Ende gekommen zu sein schien.
Mitte Praios 1048 überschritt der Horaskaiser Khadan Firdayon mit seinem Heer die Grenzen Almadas.