Briefspiel:Consigliowahl 1047 BF/Die Stimme Tsas

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Stadt Urbasi.png Briefspiel in Urbasi Stadt Urbasi.png
Datiert auf: Rahja 1046 bis Praios 1047 BF Schauplatz: Fürstliche Gemeinde des Heiligen Agreppo, vor allem Magistratspalast Urbasis Entstehungszeitraum: Juli 2025 bis März 2026
Protagonisten: die Mitglieder der Signoria Urbasis u.w. Autoren/Beteiligte: Familie Solivino.png Bella, Familie ya Malachis.png Cassian, Haus della Pena aeH.png Dellapena, Familie Flaviora.png Flaviora, Familie Gerber.png Gerberstädter, Haus Urbet.png Gonfaloniere, Haus della Pena jH.png Horasio, Haus di Tamarasco.png Pagol, Familie di Cerrano.png Princeps, Haus di Salsavur.png Rondrastein, Familie Aspoldo.png Salkyo, Familie Dalidion.png Storai, Familie Zorgazo.png Toshy, Haus della Turani.png Turani
Zyklus: Übersicht · Das Fest des Heiligen Usim · Unter Zunftpatronen · Auricanius' Brief an Tarquinio · Vom Tod und seinen Folgen · Auf dem Platz des Heiligen Agreppo · Die Stimme Tsas


Der Tsa-Tempel gibt seine Stimme ab

Autor: Gerberstädter

Die Vertraute der Eidechse Floria Furlani hatte sich sehr gewundert, dass Tilfur Maddalari, der eigentlich als Sprecher des Tempels fungierte, sie damit beauftragt hatte im Auftrag des Tsa-Tempels an der Wahl des Consiglios teilzunehmen. Weniger überrascht hatte sie allerdings, dass ihr Tilfur noch nicht einmal eine Weisung oder wenigstens eine Empfehlung ausgesprochen hatte, für wen sie denn stimmen sollte.
“Die Ewigjunge wird dich schon recht leiten mein Kind”, hatte er ihr mit einem Lächeln der Zuversicht auf den Weg mitgegeben und ihr eine rosafarbene Rosenblüte ins Haar gesteckt.
Dem Anlass entsprechend hatte sich Floria in ein Kleid im Stil der Moda alla Aureliana, einer Erfindung Belhankaner Schneider, die an altbosparanische Darstellungen oder güldenländische Vorbilder erinnerte, gewandet.
Das bodenlange, gerade geschnittene Kleid aus Seide, welches sehr tsagefällig in allen Farben des Regenbogens gefärbt war, beeindruckte mit einer sehr hoch angesetzten Taille und kurzen, mit Drôler Spitze besetzten Ärmeln. Dazu trug sie ein großes, kunstvoll mit unterschiedlichsten Blüten und Vögeln besticktes Tuch, welches sie locker über den Schultern drapiert hatte. Dazu die passenden, ebenfalls regenbogenfarbenen Seidenschuhe mit kleinem Absatz, die in Seidenbändern endeten, welche um die Waden geknotet waren, was unter dem bodenlangen Kleid freilich nicht zu sehen war. Über allem trug sie einen silbernen Umhang, der mit einer goldenen Eidechsenbrosche geschlossen war. Ihr dickes, blondes Haar war von seidenen Stirnbändern gehalten und zu kleinen Lockensträngen geformt.
Die schlanke, feingliedrige Endsechzigerin schritt mit dem ihr eigenen, stark ausgeprägten Selbstbewusstsein aufrechten Hauptes auf den Ort der Wahl zu. Eine livrierte Dienerin wies ihr auf Nachfrage den Weg zum für den Vertreter des Tsa-Tempels reservierten Platz.
Die keine 1,8 Schritt große, feingliedrige Frau, die das Zeugnis ihrer elfischen Abstammung, die spitzen Ohren, offen zur Schau stellte, wusste von einigen der Anwesenden den Namen, wirklich kennen tat sie eigentlich niemanden. So störte es sie auch nicht, dass ihre freundlichen Worte der Begrüßung, die sie jedem und jeder, die sie passierte, zukommen ließ, teils gar nicht, teils mit Irritation, manchmal gar mit Blicken der Gleichgültigkeit, der Abneigung, ja gar Verachtung und nur selten mit einer freundlichen oder wenigstens neutralen Antwort erwidert wurden.
Schon auf dem Weg hierher hatte sie sich überlegt, für wen sie stimmen sollte. Zum einen war da Signora Sanjana ya Malachis, die Tante von Simeor, dem derzeit einzigen Schüler der Eidechse im Tempel. Und sie hatte die Ehre gehabt, ihn in die Glaubensgemeinschaft der Jungen Göttin aufzunehmen. Die Familie hatte andere Vorstellungen über den Werdegang ihres Kindes, aber letztlich doch dem Wunsch Simeors und Tsas Ruf nachgegeben. Floria mochte die Frau irgendwie, obwohl es auch bei ihr vermessen wäre zu behaupten, die Halbelfin würde die bisherige Priora structuris wirklich kennen.
Andererseits war da Signor Rahdrigo Solivino, der Schwager ihres Sohnes Rondrigo. Ein durchaus angenehmer Mensch, zumindest nach den wenigen Treffen zu urteilen, die sie bisher hatten. Würde seine Schwester, ihre Schwiegertochter Cerceri zur Wahl stehen … ihr würde sie ihre Stimme geben. Ihr Schwager Dettmar und ihre Nichte Quenia würden es wohl begrüßen, wenn sie Rahdrigo unterstützen würde. Andererseits war es im Sinne der Sache, wenn man die Stimme nach Verwandtschaftsgrad vergab?
“Nein”, sprach sie halblaut ihre gedankliche Antwort doch aus.
Vielleicht sollte sie auch einfach ihren Blick einige Zeit durch den Raum schweifen lassen und dann die Person wählen, die ihr Tsa eingab.
Dann war es soweit, ihr Votum war gefragt und ihre Göttin gab ihr ein klares Bild.
“Der Tempel Tsas wählt Signora Sanjana ya Malachis!”