Wirtschaft Sewamunds

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Inhaltsverzeichnis

Grundlagen

Die Wirtschaft der Baronie Sewamund

Die Wirtschaft der Stadt Sewamund und ihres Umlandes wird mitbestimmt von den derischen Begebenheiten, die in dieser Region vorliegen. Wie die nebenstehende Karte zeigt, verfügt die Region vor den Hängen des Phecanowaldes über fruchtbare Ackerböden. Das Land hat die Tendenz, wegen des anstehenden Grundwassers zu versumpfen und muss daher mit Kanälen entwässert werden. Die Straßen sind daher oft höher angelegt, früher Zeiten haben Sturmfluten gerade an der Küste manchen Reisenden das Leben gekostet. Die Phecanowaldhänge allerdings sind dicht bewaldet und es mag seltsam erscheinen, wieso man dort heute noch so viel Wald vorfindet, wiewohl die nahe Stadt Grangor und Sewamund selbst Schiffbau betreiben. Im Berg findet sich Eisenerz, die meisten Minen sind aber schon ausgebeutet.
Ein weiterer wichtiger Faktor für die Wirtschaft Sewamunds ist die Lage der Stadt. Spätestens seit dem Aufstieg Grangors als Hafen- und Handelsstadt in den Jahrhunderten vor Bosparans Fall kommt Sewamund zugute, die einzige Brücke über den Sewak zu besitzen. Fast der sämtliche Überlandverkehr des Horasreichs aus und nach Grangor wird über die Stadt abgewickelt, wo sich König-Khadan- und Küstenstraße treffen. Die Entwässerungskanäle des Umlandes und der Sewak selbst werden außerdem als Transportwege genutzt und laufen an der Sewakmündung zusammen. So kommt auch dem Hafen der Stadt Bedeutung zu, dessen Rolle es weiterhin ist, das nördliche Grangor zu entlasten.
Zuletzt bietet Sewamund durch die Lage am Meer ein erholsames Klima, das kombiniert mit den Stränden Erholungsreisende anlockt, die sich beispielsweise einer Thalasso-Behandlung unterziehen.

Urproduktion

Der Salzhandel an der Küste südlich von Grangor liegt größtenteils in den Händen des Sandfort-Zweigs der Liegerfeld & Sandfort Handelscompagnie aus Grangor. Allerdings hat in jüngster Zeit das Handelshaus di Punta die ertragreichen Salzfelder der Signorie Amarinto gepachtet, nachdem die Pachtverträge der Sandforts ausgelaufen waren und aufgrund einer Vertragsklausel nur zu stark erhöhten Gebühren verlängert werden konnten. Als die darauf folgenden Verhandlungen ins Stocken gerieten, nutzten die di Punta die Gelegenheit, mit einem attraktiven Angebot den Pachtvertrag für die nächsten sechs Götterläufe zu übernehmen. Mit diesem überraschenden Schachzug gelang dem Handelshaus aus Efferdas ein erfolgreicher Schritt, um den Sandforts die marktbeherrschende Stellung in der Region streitig zu machen. Seitdem die van Kacheleen den Majordomus des Hauses Amarinto stellen, liegt der Salzabbau jener Ländereien in den Händen des Handels- und Bankhauses van Kacheleen. So wurden das efferdische Handelshaus di Punta empfindlich durch den Verlust der amarintischen Salzfelder getroffen.
Der Fischfang ist ein wichtiger Faktor der Baronie Sewamund. Die hierbei gefangenen Arten Thunfisch, Grangorine und Grangorelle werden in Öl eingelegt. Heringe werden gesalzen. Der Sewak bietet kaum mehr Süßwasserfische, die zu fangen es sich lohnt, da sein Wasser seit einigen Jahren dämonisch verseucht ist. Was die Hochseefischerei angeht ist die Familie ter Beer bedeutsam.
Das fruchtbare Binnenland bringt neben Getreide, das sogar exportiert wird, vor allem Gemüse hervor. Es wachsen auf den Äckern vornehmlich Erbsen, Zwiebeln, Lauch, aber auch Spinat, Kürbisgurken, Tomaten, Paprika, Melanzanen, Gemüsedisteln und grüner Karfiol. Vereinzelt gibt es Haine mit Butterbirnen. Wein wird für horasische Verhältnisse recht wenig angebaut und erreicht selten einen guten Geschmack.
Aus dem Phecanowald bezieht die Baronie Holz, Kalkstein und Eisenerz. Hierbei spielen vor allem die Familien Luntfeld und Vesselbek eine Rolle.
Die teilweise überschwemmten Küstengebiete dienen zeitweise Schafen und Kühen als Weide, da es sich hier nicht lohnt, Nutzpflanzen anzubauen. Aber auch auf dem Land finden sich einige Herden für den Eigenbedarf.

Weiterverarbeitung

Ein Großteil der im Sewamunder Umland geförderten und gehandelten Rohstoffe wird direkt in den Städten und Ortschaften für den Fernhandel weiterverarbeitet: Die Sewamunder Werft, die der Familie Degano untersteht, stellt in erster Linie Karavellen her. In den Jahren 1028 und 1029 BF baute man einen Ableger der Werft in Neccialto die den Bau und die Reperatur von Fischerboote übernahm. Aus dem Holz der Gegend werden nicht nur Schiffe herstellt, die Familie Luntfeld mit ihrer Holzmühle versteht sich ebenso auf die Produktion von Geschützen. Um den Sewamunder St.-Stordian-Tempel hat sich im Lauf der letzten Jahrhunderte ein ansehnliches Handwerkerviertel angesiedelt: Hier liegt die größte Manufaktur der Stadt, die Drahtzieherei der Familie da Vigiani, die sehr eng mit den Geweihten des benachbarten Ingerimm-Tempels zusammenarbeitet und in gewisser Weise eine Weiterentwicklung der Reeperbahn der Stadt darstellt, auf der Seile, Stricke und Taue aufgelegt werden. Gefangener Fisch wird im Grangorellenturm Sewamunds aufbereitet und verladen, ähnlich verhält es sich mit Gewürzen, die in zwei großen Speichern unweit des Hafens getrocknet und gelagert werden. Im Zusammenhang mit dem neuerlichen Aufschwung der Seefahrt steht auch ein Betrieb zur Herstellung von Pökelfleisch und anderen haltbaren Lebensmitteln, die das Haus di Piastinza kürzlich in Selzin südlich des Sewak in Betrieb genommen hat. Außerhalb der Stadt gibt es vereinzelt Webereien, die Stoffe herstellen und ihn auf den Märkten Sewamunds und Grangors feilbieten. An den Küstenzügen des siebenwindigen Meeres sind allerorten Windmühlen zu finden, die das Getreide zu Mehl mahlen.

Baukunst

Grangoriens Kunst ist die Kunst des Bauens. Die Bauwerke mögen dabei nicht immer übermäßig verziert sein, zeichnen sich jedoch durch ausgeprägte Zweckmäßigkeit aus. Besondere Fachgebiete sind Grundbauarbeiten, Brückenarchitektur und platzsparende Häuser. Herbei ist an erster Stelle die Familie Vesselbek zu nennen, deren Kontruktionen und Bauten überregional zu Berühmtheit gelangt sind. Aber auch die Familie Dollbreck hat schon einige Aufträge – zugegeben nicht mit der Präzision eines Vesselbek-Baumeisters – zur allgemeinen Zufriedenheit (und niedrigeren Preisen) erledigt.

Handel und Finanzen

Das in Sewamund sehr angesehene Patrizierhaus Cortesinio ist im nördlichen Horasreich der größte Exporteur von Nordlandwaren nach Südaventurien und unterhält exklusive Kontakte zum verbündeten Königreich Brabak sowie zum Kemireich, von wo aus wiederum Südlandwaren den Weg nach Grangorien finden. Aber selbstverständlich kann sich der Umfang dieser – wenn auch sehr einträglichen – Handelsaktivitäten nicht mit dem Südlandhandel Belhankas messen. Außerdem hat sich das Haus einen Namen im Bereich des Geldverleihs geschaffen. Ähnlich verhält es sich mit dem Bank- und Handelshaus Neven van Kacheleen, das einige Adlige Farsids zu seinen Kunden zählt und seine Geschäfte teilweise durch Rücklagen bei der Nordmeer-Compagnie deckt. Eine weitere Reederei gehört der Familie Nardini. Weiterhin in Sewamund und Farsid ansässig sind Kontore der Nordmeer-Compagnie, über die mit dem aventurischen Norden Handel betrieben wird. In Sewamund verwaltet die Familie Continio das Kontor. Seit dem Niedergang des Bankhauses Bosparan und der daraus resultierenden Schließung der Sewamunder Filiale ist die Grangorer Darlehensbank das wichtigste Bankhaus in der Stadt und profitiert zudem davon, dass Grangor und der horasische Norden im Thronfolgekrieg weitgehend unversehrt geblieben sind. Die größten Geldströme fließen allerdings über die Handelshalle und die Börse, wo allerlei kleinere Banken und Kaufleute Niederlassungen unterhalten und phexgefällig der Handel floriert.

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