Draconiter-Institut Shenilo

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altes Akademie-Siegel (bis 1023 BF, heute z. B. als Briefsiegel im Gebrauch)

Siegel: Drache Naclador auf Pentagramm im Kreis mit Nanduria-Bezeichnung des Institutes und arkanen Symbolen
Spezialgebiet: Verschiedene
Ausrichtung: nicht festgelegt (je nach Lehrmeister)
Sitz: Shenilo
Akademieleiter: nominell Rat der Lehrmeister
Zahl der Lehrmeister: 4
Zahl der Schüler: maximal 8
Beziehungen: ansehnlich (Shenilo)
Ressourcen: ansehnlich


Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Seit jeher ist bekannt, dass das trutzige Herrenhaus schon verlassen und gemieden war, als 14 BF der Grundstein von Burg Yaquirstein gelegt wurde. Heute ist bekannt, dass das Gebäude etwa um 584 vor BF vom Beschwörer Brigon, der den Beinamen „Ertränker“ trug, errichtet wurde.
Brigon, Begründer des Kult des Charr-Ulthar, sammelte Anhänger und verheerte das Umland, bis er von Fran-Horas aufgehalten und in einem Feuersturm verzehrt wurde. Unerklärlich ist noch immer, weshalb Fran-Horas das Herrenhaus nicht schleifen ließ, bekannt ist lediglich, dass es sicherlich bis zu Anfang der Dunklen Zeiten leer stand und gemieden wurde.

Die nächsten Dokumente datieren bereits um das Jahr 100 vor BF. Zu jener Zeit ließ Gandarev, Erster Hofmagier zu Bosparan unter der Herrschaft von Silem-Horas, das einsam stehende Haus wieder herrichten. Gandarev, der sich einen Ruf als begnadeter Wasserelementarist erarbeitete, unterwarf sich scheinbar dem Zwölfgötter-Edikt, ließ insgeheim aber den Kult des Charr-Ulthar wieder aufleben. Erst als seine Machenschaften - bereits unter der Kaiserin Obra-Horas - aufgedeckt wurden, verbannte man ihn vom Hof. Zur Rache wagte er 82 vor BF die Beschwörung seines dämonischen Herrn. Doch das Ritual scheiterte, Gandarev und viele seiner Akoluthen starben während des dämonischen Zorns.

Über weitere Jahrhunderte hinweg stand das Herrenhaus weitgehend leer, doch es bildete sich ein kleines Dorf am Fuße des Hügels auf dem die Garether Burg Yaquirstein errichteten. Ein in Betracht gezogener Wiederaufbau wurde nie in Angriff genommen.
Lordmaga Aurelia Lordanen (26. v. BF - 48 BF), Hofmagierin zu Gareth, und der legendäre Drakhard der Geisterschmied (ca. 40 v. BF - 64 BF) versiegelten das Gebäude vier Jahrzehnte nach dem Untergang des Bosparanischen Reiches, nachdem es in der Garnison zu mehreren mysteriösen Todesfällen gekommen war, bei denen die Leichen jedesmal nahe des Herrenhauses gefunden wurden. Wann und wie die Versiegelung aufgehoben wurde, ist nicht bekannt geworden.

Der nächste nachgewiesene Bewohner war der Elementarist Tijenus A’Kheÿa, der während der Ära der Priesterkaiser unter einem unbekannten Lehrmeister auf den Zyklopeninseln ausgebildet wurde. Tijenus reiste auf das Festland, um gegen die Praios-Geweihtenschaft vorzugehen, überschätzte seine Fähigkeiten aber gewaltig: Etwa 418 BF flüchtete er sich vor dem Orden der Göttlichen Kraft in das Herrenhaus und hielt sich dort mehrere Wochen ehe es von den Bannstrahlern gestürmt werden konnte. Der Magier starb mit gebrochenem Willen auf dem Scheiterhaufen.

Wieder stand das Haus lange Jahre leer und seitdem hat den Chroniken zufolge bis ins Jahre 1016 BF niemand mehr darin gelebt. Dennoch zog das Herrenhaus während dieser Zeit vor allem arkane Entdecker an, die jedoch meist - wie im Falle des Magus Cereborn Menaris - ein unrühmliches Ende fanden. Nach mehreren Todes- und Vermisstenfällen konnten Sheniler Magier den Bann Drakhards zwar erneuern, dennoch verbot der Stadtrat Shenilos 965 BF den Zutritt zu dem leerstehenden Gemäuer.

Gründungszeit

In einem alten Herrenhaus nördlich der Burg Yaquirstein, das auf eine Geschichte von rund eineinhalb Jahrtausenden zurückblicken kann, gründeten 1016 BF der damalige Gransignor Nestor Dorén, dessen Bruder Brilokoros und Defranda Defrus das "Forschungs- und Lehrinstitut der Draconiter zu Shenilo".
Jahrelang bemühte sich das Draconiter-Institut um die Anerkennung als ordentliche Magierakademie. Unüberbrückbare Differenzen zwischen Ordensoberen und Gildenrat auf der einen und den Lehrmeistern des Instituts auf der anderen Seite, ließen diesen Wunsch jedoch nie in Erfüllung gehen. Schließlich wurde die Lage des Institutes problematisch, als die Verwerfungen im Draconiter-Orden und die daraus resultierende Schließung des Draconiter-Hortes im Jahre 1026 BF ihm die Finanzierungsgrundlage entzogen. Viele Lehrmeister wurden zudem abgezogen, um dem geschrumpften Orden an bedeutenderen Orten zu helfen. Ein bis heute unerklärter Zwischenfall in den von abergläubischen Naturen als „Dämonengewölben“ bezeichneten Kellern des Institutes, bei dem ein Eleve verschwand, verschreckte selbst die wenigen verbliebenen Getreuen der Institution. Schließlich ging die Zahl neuer Eleven deutlich zurück, denn der Ruf des Institutes war stark angeschlagen; sogar einige in der Ausbildung befindliche, angehende Magier wurden von ihren Familien vom Institut genommen, um ihren Abschluss an regulären Akademien zu machen.

Umstrukturierungen

Das Draconiter-Institut vor dem Ende

In dieser Situation stand Spektabilität Defranda Defrus vor dem Krieg der Drachen kurz davor, das Institut zu schließen. Nur die Überbrückungszahlungen, die die Gilde der Drachen (ein Zusammenschluss ehemaliger Eleven) zur Verfügung stellte, konnte diesen Schritt einstweilen verhindern. Schließlich wurde klar, dass man eine dauerhafte Lösung finden musste, wenn das Institut gerettet werden wollte. Defranda Defrus wandte sich deshalb an die Familie Menaris, die in Shenilo unangefochtene Autorität auf dem Gebiet der Magie, die bislang allerdings aufgrund des noch geltenden Verbotes Madalina Menaris' und einiger interner Querelen mit den Draconitern in der eigenen Familie nicht zu den Unterstützern gezählt hatte.
Als Ergebnis der Verhandlungen von Defrus und Tankred Menaris gab das Draconiter-Institut den Anspruch, eine vollwertige Akademie zu werden, einstweilen auf. An seine Stelle trat eine Korporation von derzeit 4 Lehrmeistern, die jeweils eigene Schüler aufnehmen und sich vollständig aus den Einnahmen durch die Schüler und ihren sonstigen Einkünfte finanzieren. Die Grundausstattung bestreitet nun die Familie Menaris, zudem lehrt ein Geweihter des Hesinde-Tempels Geschichte, Derographie und Zwölfgötterkunde. Außerdem gibt Yulio Brahl Kurse in Alchimie.
Nach den durchwachsenen Erfahrungen der Vergangenheit, hat sich die neue Leitung des Institutes entschlossen, einem beschränkten Personenkreis Zugang zur Ausbildung zu gewähren: Die Scholaren der vier Lehrmeister kommen ausnahmslos aus Adels- oder Patrizierfamilien und Zahlungskraft ist genauso wichtig wie der moralische Leumund.

Vom falschen Grinsen eines Tulamiden und dem Charme eines Siechen

Nach dem Angriff auf das Draconiter-Institut im Hesinde 1031 BF wurden in gleich mehreren Bereichen weitere Veränderungen im Lehrkörper nötig: Die motorischen Fähigkeiten Defranda Defrus' hatten sich - ob in Reaktion auf den Schock des Mercenarioangriffes oder durch sein hohes Alter - inzwischen derart verschlechtert, dass die Artefaktzauberei für den alten Magus zusehends zur Tortur geworden war. Mit einigem Bedauern entschlossen sich Förderer und Rat der Lehrmeister daher für eine Ersetzung Defrandas zumindest in diesem Bereich seiner Lehre: Fortan wurde Rûmar Kanbassa, der schon seit einigen Monaten in Shenilo weilte und Defranda bei der Artefaktherstellung zum entgeltlichen Verkauf unterstützt hatte, formell als außerordentlicher Lehrmeister eingestellt. Länger dauerte dagegen die Entscheidung über einen Ersatz für den renegaten Andras Marwolaeth, der seit den Ereignissen in den Katakomben unter dem Institut nicht mehr in der Ponterra gesehen wurde. Nachdem über ein Jahr ins Land gegangen war, ohne dass die vakante Stelle besetzt worden wäre - neben Rûmar Kanbassa hatte sich auch der immerhin mit Brigona d.Ä. Menaris gut bekannte Khadan di Salsavûr beworben - zauberten die Menaris schließlich im Frühsommer 1032 im wahrsten Sinne des Wortes den Nostrier Haldoryn Ingvalidion aus dem Hut. Als maßgeblich dafür werden zum einen seine Zugehörigkeit zum Bund des Weißen Pentagramms als bewusstes Zeichen der Abkehr von dem offenbar dunkelgrauen Magister Marwolaeth einerseits und seine profunden Kenntnisse auf dem Gebiet der Umweltzauberei andererseits angesehen. Nach der Regen- und Flutkatastrophe im Frühjahr des Jahres scheint den Menaris ein solches Spezialgebiet opportun zu sein. Ob die Magierdynastie damit lediglich die Attraktivität des Institutes für ponterranische Adels- und Großbürgertumsfamilien erhöhen möchte oder gar eine Wiederholung der Wetterbedingungen dieser Wochen befürchtet konnte bisher nicht sicher ermittelt werden. Angesichts des sich stetig verschlechternden Verhältnisses zur Familie Brahl, auch und gerade nach der Entführung Sharina Brahls durch Magister Marwolaeth überraschte es viele, dass Magister Ingvalidion, der ein ausgewiesener Kenner der Alchemie ist, bisher nicht die Aufgaben Yulio Brahls übernommen hat.

Neue Fertigkeiten

Seit dem Herbst 1036 BF befindet sich hier auf Einladung Kvalor Nacladus Menaris' die Schwertkampfschule di Ulfaran im Aufbau.

Das Gebäude

Die Akademie ist in einem alten Herrenhaus errichtet worden, welches auf den sogenannten Dämonengewölben erbaut wurde, die immer noch auf ihre endgültige Erforschung harren. Nach dem Angriff auf das Draconiter-Institut wurden die bekannten Zugänge zu den Gewölben auf Beschluss des Lehrmeisterrates jedoch versiegelt.

Der Lesesaal der Bibliothek ohne Leser

Die Bibliothek des Institutes steht voller Regale, die in keinem erkennbaren System mit Büchern, Pergamenten und anderen Schriftstücken gefüllt sind. Nur die Bibliothekarin und ihr Gehilfe haben die Ordnung wirklich verstanden, obwohl alle Lehrmeister mehr oder weniger nachdrücklich das Gegenteil behaupten. Ein großer Kronleuchter soll das Lernen auch nach Sonnenuntergang ermöglichen, zwei Kamine das Lesen auch in Firuns Griff angenehm machen. In einem angrenzenden Raum befindet sich die für die Scholaren stets verschlossene Bibliothek der Magister. Dort befinden sich die vom Zerfall bedrohten alten Werke und jene Schriften, die nur solchen Besuchern mit guter Gesinnung und geistiger Stärke zugänglich gemacht werden sollen. Außerdem ist hier heute auch die Sammlung der Schriften der Magierfamilie, die Menaris-Manuskripte, untergebracht.
Schließlich ist der der Magisterbibliothek gegenüberliegende Raum zu erwähnen, der stets verschlossen ist. Die Scholaren flüstern, dort sei der "Giftschrank" des Institutes untergebracht, schwarzmagische Schriften, gefährliche Artefakte und Paraphernalia aus der Zeit, in der Antidämonologie hier noch breiter unterrichtet wurde. Tatsache ist, dass nach der Umstrukturierung Defranda Defrus allen Lehrmeistern einen Schlüssel für den Raum angeboten hat. Nur Andras Marwolaeth hat angenommen, Cyrene Arkenstab und Valeran Menaris haben aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt ...

Werke der Bibliothek

Einige der Bücher, die sich hier finden lassen:

  • Codex Artefakt et Mechanicus - Ein Lehrbuch über Artefaktanalyse, -herstellung und generelle Clarobservantia (von D-I-S selbst herausgegeben)
  • Aspekte der Anderswelt - Von dero Consequentia - ein "praktischer" Leitfaden zum Aufenthalt in Feenwelten aus der Feder Tanit Neethling-Stoerrebrandts - befasst sich mit den Folgen eines Zauberzwangs
  • Unter Zwang - Auswirkungen der Magica Controllaria auf Körper und Seel - ebenfalls ein Werk Tanit Neethlings
  • Grundsätze des Akademielebens - von Brilokoros dem Grauen
  • Zcchs H’Szint cz txxh - Schriftrollen ein Opferritual für H'szint betreffend
  • Die Macht Charr'Ulthars - Abschrift einer schwarzmagischen Schrift, kultischen Ursprungs (seit 1031 BF insgeheim verschollen)

Personen (1040 BF)

Während der Festlichkeiten zur Adeptenprüfung bzw. Aufnahme neuer Scholaren bzw. durch den Angriff auf das Draconiter-Institut haben sich einige Änderungen ergeben, die noch eingearbeitet werden.

Name Position Besonderheiten
Lehrmeister
Cyrene Arkenstab Contraria, Communicatia (selten: Traummagie) Hofmagierin Teucras' de Solstono
Norina Tuachall Moventia lediglich Adepta Maior, einstige Schülerin Andras Marwolaeths
Valeran Menaris Controllaria, Mutanda derzeit zurückgezogen
Gastdozenten
Yulio Brahl Alchimie Wenigen bekannte Affäre mit Nilya is Thergourian
Jeana Wankara Derographie, Al'Gebra, Geschichte, Götterkunde Mentorin des St. Brigon-Tempel Shenilo
Scholaren
Sansaro Changbari seit 1031 BF Lehrmeister: Cyrene Arkanestab
Tharinda della Pena seit 1031 BF Lehrmeister: Cyrene Arkenstab
Isidora von Streitebeck seit 1031 BF Lehrmeister: Norina Tuachall
Personal
Weyana Köchin
Karn Küchengehilfe liiert mit der Stallmagd
Ilke Stallmagd singt gerne und gut, besonderes Talent für Tiere
Palen Diener *1001 BF, nervös
Sirk Diener *1000 BF, verschwindet manchmal ungesehen
Flarion d'Azenar Gehilfe der Bibliothekarin angeblich ehemaliger Hesinde-Geweihter
Roana Olben Bibliothekarin führt die Akademiechronik
Marvono Olben Kämmerer Sohn Roanas
Ehemalige
Alwin Brahl
Argelia Menaris 1016-1031 BF (mit Unterbrechungen) zum Dank für seine Rettung von ihrem Lehrmeister Valeran Menaris adoptiert
Corvona di Bellafoldi von Serillio 1027-1036 BF verirrt sich manchmal in Träumen; ehemalige Lehrmeisterin: Cyrene Arkenstab
Defranda Defrus 1016-1037 BF ehemaliger Leiter und Lehrmeister bis zu seinem Tod
Illyricus Gerano ?
Koryanna Shiffel 1016-102# BF
Longidio 1037 BF verstorben ehemaliger Pförtner
Lyrandor ya Berîsac ehemaliger Lehrmeister: Defranda Defrus
Nilya is Thergourian 1020-1031 BF freundliche Anführerin der Gilde der Drachen; ehemaliger Lehrmeister: Defranda Defrus
Norina Tuachall 1022-1031 BF ehemaliger Lehrmeister: Andras Marwolaeth
Pilbo "il Porco" Damotini 1023-1031 BF Verwandlungsmagier mit Patzervergangenheit; ehemaliger Lehrmeister: Valeran Menaris
Rûmar Kanbassa 1031-1033 BF Artefaktmeister
Sharina Brahl einige Stunden im Jahre 1031 BF von ihrem künftigen Lehrmeister Andras Marwolaeth entführt und seither verschollen
Tanit Neethling-Stoerrebrandt Tochter von Elassa Neethling von Felsfelden und eines garetischen Magus
Tinnea ya Cerrano 1027-1036 BF
Ucurian Campesino 1027-1036 BF schüchterner Bewegungsmagier in Ausbildung
Ludolfo Bleywercker 1027-1036 BF Anführer der Gilde der Drachen

Siehe auch

Quellen

Persönliche Werkzeuge