Ramaúd

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Ramaúd
Krone
Stadtwappen
Stadt Ramaúd
Horasreich
Stadtwappen
Lage der Stadt im Horasreich

Wappen: goldener Dreimaster auf purpurnem Grund
Region: Yaquirien (Kernlande), Kupferküste
Einwohner: um 1700
Tempel: Efferd, Hesinde, Phex (öffentlicher Schrein, heimlicher Tempel vermutet)
Herrschaft: offiziell: Maestro Tsajano Orfex von Steineck für Baron Gishtan re Kust
hinter den Kulissen: umstritten, Gegenstand von Fehden und Ränken
Garnisonen: einige Stadtbüttel, sporadisch Söldlinge in Diensten des Barons, Wehrfähige der Gilden und Zünfte
Weg & Steg: Silem-Horas-Straße, Meer der Sieben Winde
Wichtige Gewerbe: Seefischerei, Bootsbau, Salzsieder, Torfstecher, Schilfsandsteinbrüche, Handel
Besonderheiten: ehemaliger Sitz des verfemten Hauses Trabbacantes, Musiktheater

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die sehr alte Hafenstadt Ramaúd ist in vielerlei Hinsicht eine Stadt zweier Gesichter. Ebbe und Flut, an diesem Abschnitt der Küste oft mit starker Tide, prägen den Rhythmus des Lebens in ihr. Tag und Nacht zeigen die Stadt mal als geschäftigen Ort von Handwerk, Handel und Kultur, mal als Ort jahrhundertealter Geheimnisse, verborgen hinter dicken Mauern oder im Schutz der Dunkelheit.
Auch das Wetter spiegelt die Zweigestaltigkeit wider: Strahlender Sonnenschein erlaubt an schönen Tagen den Blick übers Meer der Sieben Winde bis zum glitzernden Horizont, vermittelt das Gefühl, dass man von Ramaúd aus alles erreichen kann was man will. Doch zu anderen Zeiten hüllt der rasch aufwallende, geradezu sprichwörtlich dichte Nebel die Stadt ein und lässt Phexjünger, Verschwörer oder noch zwielichtigere Gestalten ungesehen ihren Geschäften nachgehen.
Diese Atmosphäre prägt das Lebensgefühl der Stadt und ihrer Bewohner: In der Öffentlichkeit gibt man sich gerne selbstbewusst, zielstrebig und bisweilen umgänglich, doch in Hinterzimmern und Logen wird in häufig wechselnden Bündnissen um Einfluss und Vorteile gefeilscht, werden Vereinbarungen geschlossen und gebrochen und zum Teil Generationen überspannende Pläne verfolgt. Dem auswärtigen Gast wird das alles selten bewusst - oft erst dann, wenn er selbst bereits in dieses Geflecht verstrickt ist.

Politik

Ein öffentlicher Schauplatz des Ringens um Macht in der Stadt ist die Halle des Rats an einem der höchsten Plätze der vom Meer steil die Küste hinauf strebenden Bebauung: Gelegen am wegen der Dachziegel der umliegenden Gebäude so genannten „Grünen Platz“, beherbergt das wuchtige, von einem Glockenturm gekrönte Gebäude nicht nur die Verwaltung Ramaúds, sondern auch den großen Sitzungssaal, in dem die Vertreter der gesellschaftlich bedeutenden Gruppen über die Belange der Stadt streiten und beschließen.
Ramaúd wird seit dem Ende des Unabhängigkeitskriegs von einem Rat beherrscht. Anfänglich lediglich als, wie der Name sagt, beratendes Gremium für den Signor ya Ramaúd gedacht, hat es im Lauf der Zeit immer mehr faktische Zuständigkeiten an sich gezogen – was der wachsenden Bedeutung der städtischen Mächtigen entspricht. Seit der Erhebung Ramaúds zur Baronie nach dem Krieg der Drachen sitzen im Rat Vertreter der so genannten „Hohen Familien“ - des Erb- und Geldadels Ramaúds -, der Tempel, sowie auch der Gilden und Zünfte. Den (nominellen) Vorsitz hat der Baron (vormals Signor) ya Ramaúd inne, der sich bei Bedarf durch die von der Ratsmehrheit vorgeschlagene und von ihm selbst bestätigte Maestra vertreten lassen kann (was aufgrund des Interregnums von 1028 bis 1036 BF durchgängig der Fall war). Diese mit „Bürgermeisterin“ nur unzureichend beschriebene Amtsperson ist die Leiterin der städtischen Verwaltung und formal das Oberhaupt der Stadt Ramaúd. Damit unterstehen ihr auch weitere, von der Zustimmung des Rats abhängige Amtsträger, beispielsweise der Marktvogt.

Machtgruppen

Die Hohen Familien

Familie Cantando, Haus Orfex von Steineck, Familie Pechstein, Haus re Kust (in Nachfolge der Trabbacantes'), Familie Weltinskwant, Familie Weyringer, Familie Zahin

Gilden & Zünfte

Bootsbauer & Zimmerer (Zunftmeisterin: Dajanidra re Kust), Brauer & Wirtsleut (Gilbo Hufnagel), Fischer, Geldleiher & Händler, Salzsieder & Torfstecher, Schneider & Lederer (Rimaldo Imerean), Steinhauer & Töpfer

Die Wächter

In Ramaúd besteht traditionell ein Kompetenzgerangel zwischen der Ramaúder Nachtwache (die indes auch des Tages in der Stadt Präsenz zeigt), den Bütteln des Marktvogts (die keineswegs nur das Recht im Schmetterhaus durchzusetzen trachten) sowie den Wehrfähigen der Gilden und Zünfte. Verschärft wurde die Situation durch die Baronsgarde, die gelegentlichen Patrouillen von Söldlingen in Diensten des Barons in der Stadt.

Handel & Wandel

Der größte Teil des Wirtschaftslebens der Stadt, das über Selbstversorgung und Dienstleistungen hinaus geht, ist auf die See ausgerichtet: Seefischerei und Bootsbau sind die zwei vorherrschenden Gewerbe. Obwohl es eine Werft gibt, die groß genug für (kleinere) Seeschiffe ist, wurde bis zum durch das Konsortium Degano re Kust am 15. Hesinde 1038 BF begonnenen Bau der Karavelle "Rahjalina auf den Wellen" (Tsa 1038 BF) viele Jahre lang kein großes Gefährt mehr auf Kiel gelegt. Außerdem wird seit 1040 BF die kampfgezeichnete Schivone der Familie Schling dort generalüberholt.

Der Torfabbau im praios- und rahjawärts gelegenen Moor stagniert. Stattdessen gibt es eine wachsende Zahl von Salzsiedern.

Aufgrund ihrer Lage und der günstigeren Liegegebühren wird die Stadt zunehmend von kleinen Handelsschiffen angelaufen, die hier ihr Ladung löschen. Sie lassen sich mitunter in Ramaúder Porcellan bezahlen, das in geringem Umfang hauptsächlich von der Manufaktur der Familie Orfex hergestellt wird.

Die Silem-Horas-Straße von Kuslik nach Bethana führt durch Ramaúd.

Stadtbild

Die Stadt umschließt eine zum Hafen ausgebaute Bucht zwischen dem nördlich gelegenen Tempel von Wind und Wogen und der südlich gelgenen Werft und erstreckt sich die steil ansteigende Küste hinauf zu einem Vorberg, auf dem als Stadtzentrum der Grüne Platz liegt. Dahinter sinkt das Gelände wieder etwas ab und wird zur Vorstadt, die bis zur sogenannten Landmauer reicht, die die Stadt vom Hinterland trennt und vor der jene Fremden lagern müssen, denen nächtens der Aufenthalt in den Stadtgrenzen untersagt wird. Auf diesem Lagerplatz betreiben bisher (Stand 1040 BF) gelegentlich Immanbegeisterte das Spiel mit Kork und Esche.

Gebäuden und Straßen ist durch Baustil und Zustand teilweise anzusehen, dass sie mitunter Jahrhunderte alt sind. Das gilt in besonderem Maße für die Tempel und öffentliche Gebäude wie die Halle des Rats oder das Haus der Ramaúder Nachtwache. Die Gassen sind mit Ausnahme der Hauptstraßen in der Regel so eng, dass bestenfalls ein einzelnes Fuhrwerk hindurch passt. In den besseren Quartieren sind die Wege gepflastert, sonst aus sandigem Lehm. Kastanien und Walnussbäume entlang der breiteren Straßen sowie in vielen Vorgärten prägen das Stadtbild; sie tragen einen kleinen Teil zur örtlichen Küche und Wirtschaft bei. Gleiches gilt für die Brombeeren, die vor allem am Rande des Moores in riesige Sträuchern wachsen.

Südöstlich der Stadt liegt das alte Leuchtfeuer auf der Klippe, unterhalb derer die Küstenstraße nach Craco und Kordasin verläuft.

Stadtviertel: Oberstadt (=Kernstadt), Hafenviertel (zwischen Efferdtempel und Werft), Handwerkerviertel (zwischen Hafen und Oberstadt), Spelunkenviertel (südlich von Handwerkerviertel und Oberstadt), Vorstadt (landeinwärts der Oberstadt)

Wichtige Gebäude und Plätze

Aventurisches

»Einen Tagesmarsch westlich von Kuslik liegt die Stadt Ramaúd am Meer der Sieben Winde. Die Stadt liegt über einer sanften Bucht, deren Sandstrand rötlich kupfern in der Sonne leuchtet. Schon die Güldenländer gaben daher dieser Region den Namen Kupferküste (Aureliani: rama-ud), der bis heute im Stadtnamen Ramaúds Bestand hat.
Obschon deutlich größer als der Hauptort der Domäne Westenende, konnte Ramaúd nie aus dem Schatten der Metropole Kuslik heraustreten. Der Küstenort mit seinem mitten aus der Brandung aufragenden Efferd-Tempel lebt unter anderem vom Fischfang und vom Torfstechen. Rings um die Stadt, bis beinahe vor die Tore Kusliks, erstrecken sich die "Ramaúder Sümpfe", eigentlich eine großflächige Moor- und Marschlandschaft, durch die außer der Via d’Ora des Silem-Horas kein verlässlicher Weg führt. So kommt es auch, dass Ramaúd seit seiner Gründung nur durch Sturmfluten in Gefahr geraten ist und zahlreiche Bauwerke, darunter auch der Tempel des Efferd, aus den Tagen Bosparans stammen. Die Bewohner sind stolz und eingeschworen und manch ein Reisender, der sich nicht an die Gepflogenheiten der Bürger halten mochte, fand sich einsam und verlassen in den Sümpfen wieder und geht bis heute als Irrlicht zwischen den Wasserlöchern umher.«

»Von der Grothe bis zum Chabab - Die Städte des Lieblichen Feldes unter dem Schein der Praios-Sonne«, Praios-Tempel zu Vinsalt, 1024 BF

Bekannte Töchter und Söhne der Stadt:

Quellen

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge