Horasio della Pena

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Horasio della Pena (SC)
Familie: Bild:Haus della Pena jH klein.png Haus della Pena j.H.
Titel & Ämter: Comto, (selbsternannter) Graf von Bomed, Herr von Kullbach, Secundo-Marescallio vom Orden zum Grabe der Hl. Lutisana (ruhend), Oberhaupt des Hauses della Pena j.H.
Tsatag: 13. Rahja 989 BF
Boronstag: 30. Travia 1037 BF
Größe: 1,76
Statur: drahtig
Haare: dunkelblond
Augenfarbe: blaugrau
Kurzcharakteristik: meisterlicher Heerführer, kompetenter und skrupelloser Ränkeschmied
Wichtige Eigenschaften: MU, IN
Wichtige Talente: Kriegskunst, Menschenkenntnis
Vor- und Nachteile: Adlige Abstammung; Schlafstörungen (Alpträume), Aberglaube
Beziehungen: groß (im Yaquirbruch), sonst ansehnlich
Finanzkraft: ansehnlich
Eltern: Larissa Iridanie della Pena (969-1008) und Bassanio Cordovan da Brasi (965-1012)
Geschwister: Tarquinio (*1008), Sibia (991-1028, Mentorin in der Hesinde-Kirche)
Travienstand: verwitwet Tsadanja von Veliris (997-1028)
Nachkommen: Romualdo Filbûrn (*1022), Ronaldo Salquirion (*1022), Madalena Tsajane (*1024), Rondralia Lutisana (*1027)
Freunde & Verbündete: Cusimo Garlischgrötz, Croenar von Marvinko, Leomar Romualdo della Pena
Feinde & Konkurrenten: zahlreiche, u. a. Josmina von Bregelsaum, Rimon Sâlingor und Vascal ya Berîsac
Verwendung im Spiel: Ambitionierter Condottiere, der im Yaquirbruch als Auftraggeber und Gegner auftreten kann
Zitate: "Ich träumte wieder von der Hexe..." - "Gebt Befehl zum Angriff, Leutnant..."

Horasio Rondrigan della Pena (auch genannt der Kullbacher) war ein berüchtigter Condottiere des nördlichen Yaquirbruchs, der sich in den Wirren des Thronfolgekriegs zum Grafen von Bomed aufschwang und den Anspruch auf diesen Titel bis zu seinem Tod 1037 BF aufrecht erhielt. Daneben wurde er bekannt als Befehlshaber der Bomeder Buntröcke, bzw. der Schwarzen Bestie. Als Erbe Broinho della Penas begründete er das jüngere Haus der della Pena, dessen Separation vom älteren Haus langwierige Verhandlungen vorausgegangen waren.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit

Der Sohn zweier Condottiere zweifelhaften Rufes wurde im Tross eines Söldnerhaufens schon in frühester Kindheit mit den Schrecken der Kriegsführung vertraut. Hier ließ man ihm früh eine streng rondra- und korgefällige Ausbildung zuteil werden, schließlich sollte er dereinst in der Führung des Banners seinen Eltern nachfolgen.

Als jedoch die Nachricht eintraf, dass sein Vetter Leomar zu Boron gegangen sei und er damit Erbe der wichtigen Signorie Kullbach geworden sei, entschloss man sich den Jüngling nach Silas zu verbringen, um ihn hier höfisch erziehen zu lassen. Dabei fiel er als schweigsamer Jüngling auf, der seine Zeit mit einigen wenigen Vertrauten verbrachte und sich nicht recht in die vinsalteske Etikette einfinden konnte.

Schließlich erreichte seine von Tsa erneut gesegnete Mutter Silas, nachdem sie sich von ihrem Gatten im Streit getrennt hatte, da dieser sein Glück lieber in Diensten einer Adelsfamilie aus der Coverna suchen wollte. Sie verschaffte ihrem Sohn durch ihre Kontakte zum gräflichen Hof sogleich ein Offizierspatent in der marvinkischen Reiterei und gab ihm somit die Möglichkeit sich durch das Ausheben einer Räuberbande am Goldfelser Stieg auszuzeichnen. Doch kaum von dieser Unternehmung zurückgekehrt, verstarb seine Mutter im Kindbett, kurz nach der Geburt seines jüngeren Bruders Tarquinio Siberian.

Leomar Romualdo della Pena, Patron der Familie, spendete ihm Trost und veranlasste, dass seine jüngere Schwester Sibia als Novizin fortan der weisen Herrin Hesinde diente. Dem talentierten Horasio bot er eine Stellung als Leutnant im kleinen Heerhaufen der della Pena an, indes sich Graf Croenar von Marvinko persönlich des jungen Tarquinios annahm.

Kor im Schoße Travias

Graf Croenar von Marvinko, Förderer Horasios

Vier Jahre später focht er im unteren Sikramtal in einer heftigen Fehde für die della Pena, in deren Verlauf man auf rondragefälligen Feld auch auf einen Haufen der Grafenfamilie Crasulet traf. Es entwickelte sich ein blutiges Gefecht, in dessen Verlauf der eigene Heerbann zu unterliegen drohte. Jugendliche Tollkühnheit gepaart mit dem Wunsch sich seinem Patron Leomar Romualdo zu beweisen, verleiteten Horasio schließlich zu einer wilden Attacke mitsamt einer kleinen Reiterkavalkade auf den feindlichen Heerführer. Dieser, davon wohl überrascht, musste sich auf einem kleinen Hügel oberhalb der Schlacht zum Kampfe stellen. Horasio selbst suchte den Schlagabtausch, wurde jedoch bald von seinem Kontrahenten vom Ross gerissen. Doch statt den nunmehr zu Fuß Kämpfenden niederzureiten, stieg dieser rondragefällig vom Pferd um die Aufgabe Horasios entgegen zu nehmen. Dieser jedoch weigerte sich, focht weiter und konnte nach einem trickreichen Manöver mit Hilfe eines Panzerstechers die Platte des Schwergerüsteten durchstoßen.

Kaum war der belhankanische Heerführer gefallen, da geriet das feindliche Heer in Aufregung und zerstreute sich, die Schlacht war gewonnen und Patron Leomar Romualdo blickte zufrieden auf den Hügel, wo ein Soldat eben dem gegnerischen Feldherr den Helm vom Haupt nahm. Ein Blick Horasios genügte um zu erkennen, dass er so eben seinen Vater zu Boron gesandt hatte.

Herr von Kullbach

Horasio Rondrigan della Pena, "Graf" von Bomed und Condottiere, im Jahr 1027 BF

Der nunmehr von Albträumen geplagte Horasio verließ das Silbertal und begab sich nach Bomed, wo er am Hofe der dortigen Gräfin vorstellig wurde und als Offizier fürderhin bei den Bomeder Buntröcken diente. Hier gewann er schon bald unter seinen Untergebenen und Gefährten Respekt, da er sich ganz dem Vorbild seines Ahnherren Broinho della Pena entsprechend, gleich nach seinem ersten Jahr mit dem Titel eines Turniersiegers der Goldenen Lanze von Bomed schmücken konnte.

Schließlich verlieh man ihm im Jahr 1018 BF die Signorswürde zu Kullbach, in der er seinem Oheim nachfolgte. Die seit alters her zu den bedeutenden Ländereien der Marvinko gehörende Signorie wurde aufgrund ihrer Grenze zum östlichen Nachbarn Almada schnell Opfer der aufkeimenden Streitigkeiten zwischen den zwei zwölfgöttlichen Reichen. Der berüchtigte Colonello Pilbo konnte sich eine zeitlang gar in den Wäldern rund um Kullbach verstecken um von dort seine feigen Angriffe auf almadanische Gehöfte zu planen.

Der Niedergang allen berlinghanschen Einflusses in Grangorien durch den Tod Baron Brodericos von Tikalen bereitete dem Kullbacher schließlich das Feld für eigene Ränkespiele und Feldzüge, die von einem neu erwachten, schier grenzenlosen Ehrgeiz vorangetrieben wurden. Dabei war es Graf Croenar gewesen, der es verstanden hatte, dem jungen Signor einzureden, hinter seinem tragischen Schicksal stecke in Wahrheit eine Prüfung der Götter, die ihn zu Höherem erkoren hatten. Später vermutete Horasio, nicht ganz zu Unrecht, dass der Graf seine Unerfahrenheit ausnutzte um eine dienliche Mirhamionette in der nördlichen Region zu gewinnen.

Zunächst galt seine Aufmerksamkeit dem Signor Vascal ya Berîsac, der sich schon früh als Antagonist all seiner Bemühungen erwies. Die Fehde der beiden ambitionierten Signori gipfelte in der zeitweisen Besetzung von Mantrash durch marvinkische Söldlinge und dem Versuch dort eine Mirhamionette als Signor zu installieren.

Vereinte Kräfte aus dem Yaquirbruch vertrieben Horasio della Pena zwar, trieben ihn damit jedoch in die Arme des Barons Ariano von Veliris, den er um die Hand seiner Nichte bat und im Gegenzug seine unverbrüchliche Treue bot. Als dank velirischer Unterstützung der grangorische Landtag den Emporkömmling dann zum Connetabel des Herzogtums kürte, schienen seine Möglichkeiten beinahe grenzenlos.

Denn eine noch größere Gelegenheit bot sich ihm nun. Seine Gemahlin Tsadanja von Veliris erwies sich als aussichtreichste Prätendentin auf den verwaisten Baronsstuhl von Shumir. Eigenmächtig entschloss er sich alles in die Waagschale zu werfen: Das herzogliche Heer überquerte unter seinem Befehl die Provinzgrenze und stellte sich auf den Schwarzen Marschen dem Erbprinzen Horasias, Prinz Ralman von Firdayon-Bethana, zur Schlacht.

Fall und Rückkehr

Horasio della Pena nimmt im Rahja 1028 BF die Grafenstadt Bomed ein.

Dem steilen Aufstieg folgte ein jäher Absturz: Die Schlacht ging verloren. Gefangengenommen erfuhr er von seiner Ablösung als Connetabel. Die Befreiung Filburn von Shumirs machte auch die letzten Hoffnungen auf eine Erfüllung seiner Pläne zunichte.

Vier Monde wurde er in Pertakis festgehalten, ehe der grangorische Herzog schließlich das Lösegeld zahlte und Horasio della Pena zu seiner Gemahlin zurückkehrten durfte, die inzwischen den Zwillingen Romualdo und Ronaldo das Leben geschenkt hatte.

In den folgenden Götterläufen wurde es still um den Herrn von Kullbach, erst als er zur allgemeinen Überraschung zum Oberststallmeister Bomeds ernannt wurde, hörte man wieder von ihm. Durch sein geschicktes Kriegshandwerk gelang es ihm bei den ihm untergebenen Truppen, insbesondere den schon von seinem Urgroßvater befehligten Buntröcken, weitere Sympathien zu gewinnen. Statt sich in Kabalen zu verlieren, widmete er sich vielmehr des Ausgleichs zwischem dem Baronshof von Veliris und dem Grafenhof von Bomed - auch wenn es ein offenes Geheimnis war, wem er seinen Posten zu verdanken hatte. Insgesamt schien es, als habe er seine Ambitionen aufgegeben.

Dass er nicht vergessen hatte, wer ihm auch in schweren Zeiten zur Seite gestanden hatte, bewies er jedoch zu Beginn des Kriegs der Drachen: Beim Sturm auf Bomed öffnete er den angreifenden Galahanisten die Tore der Stadt und stellte sich auf die Seite Baron Arianos. Nach dessen Tod war er es, der die verbliebenen Verbündeten der Veliris um sich scharte und der Exemplarischen Armee die Stirn bot. Auf dem Höhepunkt seiner Macht erzwang er von den bomeder Landständen die Wahl zum Landgrafen von Bomed.

Graf vom Yaquirbruch

Doch die Herrschaft über Bomed und den Yaquirbruch dauerte nur einen Mond an, ehe er sich in der Schlacht von Tarcallo Staatsmarschall Folnor Sirensteen geschlagen geben musste. Eingeschlossen von der Horaslegion in Unterfels entging er nur knapp einem Mordanschlag seiner almadanischen Hauptleute, woraufhin er sich zum Herzog von Grangor absetzte, der ihn kurzerhand in den Kerker von Venga werfen ließ.

Es ist unbekannt, wie der Kullbacher von dort entkommen konnte, doch im Praios 1030 BF erschien er mitsamt seinen neu versammelten Buntröcken wieder auf der Bühne des Thronfolgekriegs. Zur allgemeinen Überraschung eilte er in der sogenannten Drei-Grafen-Schlacht seinem Konkurrenten Rimon Sâlingor zu Hilfe und verhinderte so einen Sieg der Josmina von Bregelsaum. Sich alsbald absetztend, sicherte er sich weite Teile der einstigen Kronmark Yaquirbruch, inklusive der bedeutsamen Stadt Oberfels, außerdem erzwang er den Einzug in die Signoria von Unterfels, wo er sich entschloss, im früheren Schloß seines Erzfeindes Vascal ya Berîsac zu residieren.

Als zu Ende des Kriegs der Drachen die Aldarener unter Zandor von Nervuk verzweifelt nach Bewaffneten suchten, machte Horasio dem Oberbefehlshaber Königin Aldares ein Angebot: Er führte seine Heerhaufen in die Schlacht und würde sie aus der eigenen Schatulle bezahlen. Als einzige Bedingung forderte er die Begnadigung bezüglich seiner galahanistischen Vergangenheit.

Seiner Forderung wurde entsprochen, die Königin unterzeichnete ein entsprechendes Dokument und er zog mit seinen Buntröcken in die Zweite Schlacht von Pertakis. Mitten im Schlachtgetümmel begegnete er dort seinem jüngeren Bruder Tarquinio wieder, der auf Seiten der Timoristen focht. Nach dessen Seitenwechsel fielen sich die Geschwister voller Freude in die Arme. Trotz aller Widrigkeiten hatten sie den Krieg überlebt und entschlossen das Haus della Pena zu neuem Ruhm zu führen.


Taifado und Ende

In den folgenden Jahren gehörte er zu den bedeutendsten und berüchtigsten Taifados im Yaquirbruch und lieferte sich insbesondere mit seinen Konkurrenten um den Grafentitel von Bomed intensive Kämpfe. Als eines seiner strategischen Meisterstücke darf die Eroberung der almadanischen Stadt Inostal gelten, durch die er auch weite Teile der mittelreichischen Südpforte verheeren konnte.

Horasio della Penas qualvoller Tod 1037 BF durch Vierteilung, der Yaquirbruch kann zur Ruhe kommen

Nach der Schlacht auf den Feldern von Arindon und dem damit verbundenen Ende seiner Kontrahentin Josmina von Bregelsaum gelang es dem Kullbacher und seinen Getreuen nach und nach weitere Teile des Yaquirbruchs unter Kontrolle seine zu bringen. Der einzige größere Rückschlag war dabei der Verrat des Hauses Veliris, das sich überraschend Rimon Sâlingor anschloss und damit dessen geschwächte Position stützen konnte. Dennoch schien Anfang 1037 BF alles auf einen Sieg Horasio della Penas hinauszulaufen, der in den vergangenen Götterläufen seine Kräfte gesammelt hatte, um nun mit aller Macht endlich den Grafentitel endgültig für sich und seine Nachkommen zu erringen.
Doch es kam alles anders: Einem Haufen Glückritter in Diensten seines Feindes gelang es den selbsternannten Grafen gefangen zu nehmen! Dessen Herrschaft brach nach der Flucht oder dem Überlaufen seiner Gefolgsleute schleunigst zusammen und Rimon Sâlingor konnte ohne Widerstand in Oberfels einziehen. Horasio della Pena war endgültig besiegt!
Ob aus Angst vor einem erneuten Aufstieg oder dem Wunsch den Kullbacher seiner gerechten Strafe zuzuführen: Der Sohn Alwenes berief eilig ein Tribunal ein und beschuldigte Horasio des Hochverrats. Nach einer denkwürdigen Verhandlung wird jener schuldig gesprochen und noch am gleichen Abend hingerichtet durch Vierteilung. Seine wenigen verbliebenen Anhänger und seine Kinder fürchten die offensichtliche Rachsucht des Siegers und fliehen aus dem Yaquirbruch. Das jüngere Haus della Pena, gerade erst nach dem Thronfolgekrieg gegründet, ist im Norden des Reiches an den größenwahnsinnigen Ambitionen seines Gründers zerbrochen.

Für Spielleiter: Horasio della Pena in der Königsmacher-Kampagne

Nach dem der Condottiere schon im Abenteuer "Der Dämonenfürst" in der Anthologie "Preis der Macht" einen Auftritt hat (dort allerdings noch unter dem Namen Horasio von Veliris-Marvinko), gerät er in der Königsmacher-Kampagne zu einem der bedeutenden Feldherren der ersten Hälfte des Krieges und zu einem Gegenspieler des Staats-Marschalls Folnor Sirensteen. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass auch ihre Heldengruppe dem selbsternannten Grafen begegnen wird.

Da es sich bei der vorliegenden Darstellung um inoffizielle Informationen handelt, muss kein Spielleiter Rücksicht auf die geschilderten Ereignisse nehmen und kann hier selbst kreativ tätig werden. Andererseits kann man sich aber sehr gerne auch daran orientieren und den Spielercharakteren so eine detailliert ausgearbeitete Meisterperson mit Ecken und Kanten präsentieren.

Besonders spannend kann es sein die Persönlichkeitsentwicklung Horasios während des Krieges zu betrachten, der in den Schlachten von Bomed seine halbe Familie verliert und kurzzeitig zu einem der mächtigsten Männer des Horasreiches gehört, ehe er nach der Schlacht von Tarcallo und dem Verrat seiner almadanischen Hauptleute ebenso schnell wieder stürzt, schließlich aber aus den Kerkern des Herzogs freikommt und sogleich wieder für das Erbe seiner Söhne streitet.

Während er im "Dämonenfürst" noch als arrogant bezeichnet wird und vermutlich entsprechend mit Helden und einfachem Volk umgeht, wird sich dies im Laufe der Kampagne verändern. Er beginnt die Charaktere für ihre Leistungen erst zu achten, schließlich womöglich zu bewundern und vielleicht gar ihre Nähe zu suchen um sich ihrer Hilfe zu bedienen. Er lernt, dass einfachen Soldaten oft eher zu trauen ist als dem hochadligen Gönner und immer mehr macht er sich mit dem niederen Volk gemein, ohne dabei seine Skrupellosigkeit zu verlieren.

Die Handlungen und Ereignisse rund um Horasio della Pena in der Königsmacher-Kampagne ergeben oft einige Fragen, die ich an dieser Stelle beantworten möchte. Wie oben bereits angestellt, sind diese Antworten keineswegs binden und den einzelnen Spielrunden steht es frei damit nach eigenen Wünschen umzugehen.

  • Hat Horasio die vormalige Gräfin Alwene von Oberfels-Phecadien ermordet bzw. ermorden lassen? - Mit Absicht wurde dies offen gelassen und wird auch in Zukunft nicht geklärt. Während Horasio seine Unschuld beteuert und seinen verräterischen almadanischen Hauptleuten die Schuld gibt, ist sein Konkurrent Rimon Sâlingor von seiner Schuld überzeugt.
  • Mit welcher Legitimation ernennt sich Horasio zum Grafen von Bomed? - Auf dem Höhepunkt seiner Macht kontrolliert der Condottiere den ganzen Yaquirbruch, da er den verbliebenen Adel in seiner Hand hat oder mit diesem ohnehin verbündet ist, lässt er die Landstände eilends zusammentreten und sich von diesen zum neuen Grafen küren. In Anlehnung an almadanische Bräuche hatten die Landstände Bomeds schon in der Vergangenheit großen Einfluss, wie selbst der grangorische Herzog feststellen musste. Natürlich erkennen die Gegner Horasios die Entscheidungen des Landtages nicht an, da sie erzwungen worden seien und große Teile des Adels gefehlt hätten.

Darüber hinaus wurde er im Gegensatz zu seinen zwei Konkurrenten Josmina von Bregelsaum und Rimon Sâlingor von Oberfels-Phecadien im Praios-Tempel von Veliris vom höchsten Praios-Geweihten der Region zum Grafen gekrönt. Jeder der drei Grafenanwärter hat für seinen Anspruch also gute Argumente. Rimon ist der Sohn der letztmaligen Gräfin vom Yaquirbruch, Josmina macht für sich das Recht geltend, das auch Herzog Cusimo seine mittelreichischen Besitzungen bescherte. Kein Wunder also, dass sich auch die Kirche des Praios hierzu bedeckt hält.

  • Wie konnte die zusammengewürfelte Söldnerschar Horasios der Horaslegion die Stirn bieten? - Dies wird in der Kampagne nicht erklärt, als Idee möchte ich folgende Möglichkeit anbieten. Zum einen kann der Condottiere überraschend viele almadanische Tercios anwerben, zum anderen wendet er die Taktik der Caracolla an, auf die Sirensteen schließlich antwortet indem er die Ecken seiner Haufen durch Armbrustschützen verteidigen lässt und schließlich wird Horasio von der Disziplinlosigkeit der almadanischen Landknechte bei der Schlacht von Tarcallo überrascht.
  • Wieso taucht Horasio bei der Zweiten Schlacht von Pertakis auf einmal wieder auf und kämpft auf Aldares Seite? - Tatsächlich kommt Horasio nach etwa einen Götterlauf aus der Haft wieder frei, ob dies aufgrund der Gnade des Herzogs oder einer Befreiung durch einstige Offiziere zurückzuführen ist, bleibt dem Spielleiter überlassen (im Briefspiel wurde er aufgrund einer Intrige Rimon Sâlingor befreit, der den Condottiere benötigte um gemeinsam gegen Josmina von Bregelsaum vorzugehen, was schließlich in der Drei-Grafen-Schlacht mündete). Der Feldherr Aldares, Zandor von Nervuk, benötigte gegen die Große Armee des Ralman von Firdayon-Bethana jeden waffenfähigen Mann und geeignete Befehlshaber, daher verhandelte er mit Horasio della Pena. Auf dessen Forderung, ihn für seine galahanistische Vergangenheit zu begnadigen, geht man schließlich ein.
  • Wieso räumt Vinsalt nicht einfach im Yaquirbruch auf? - Dies würde von den anderen starken Mächten in der Region (Almada und Grangor) eventuell als Kriegserklärung aufgefasst werden, daher hält man sich hier zurück und beschränkt sich darauf den Grafenkandidaten Rimon Sâlingor finanziell zu unterstützen und die Feindseligkeiten weit genug von der Hauptstadt fern zu halten.

Zitate

  • "Ich ahne, dass die Seelenwaage Rethon dereinst nicht zu meinen Gunsten ausschlagen wird, geschweige denn, dass ich in eines der alveranischen Paradiese einziehen werde. So es mir aber vergönnt ist meinen Söhnen ein guter Vater zu sein, ihr Erbe zu sichern und sie zu aufrechten Männern zu formen, war mein Wirken auf Dere nicht umsonst."
  • "Nein Leutnant. Ihr müsst nichts befürchten. Auch ich habe Fehler gemacht. Ihr solltet nur aus ihnen lernen, sonst könnte es Euer letzter Fehler gewesen sein."
  • "Auf welchen Anspruch ich meine Grafenwürde stütze? ... Nicht Ansprüche bestimmen die Herrschaft über einen Landstrich, es ist die Macht des Faktischen. Solange ich faktisch noch eine Aussicht auf Erfolg meiner Sache sehe, solange werde ich meinen Anspruch aufrecht erhalten."
  • "Neben dem Comto Protector gibt es wohl niemanden sonst, der so viele Attentate überlebt hat wie ich. Haltet ihr das für Zufall?"

Stimmen aus Adel und Popolo

"Vor Shumir hat er bewiesen, dass er von gleicher vornehmer Abkunft* ist, nun hat ihn die Gunst des Schicksals wohl verlassen, bedauernswert.
Almene! schick ihm eine Flasche des guten Shenila auf das es sein Leiden lindere und setz ein Breve an Comto Sâlingor auf, er möge es gestatten."

Endor Dorén als er über das Schicksal von Horasio della Pena erfuhr (ebenbürtiger Gegner*)

"Ein großer Feind seiner Feinde."

Hernán von Aranjuez nach dessen Hinrichtung zu Oberfels

In Artikeln und Geschichten

Quellen

Persönliche Werkzeuge