Weg und Steg Yaquirias

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Weg und Steg des Horasreichs werden in Reich des Horas, Seite 11-14 beschrieben.

Nirgends auf dem Kontinent ist das Reisen so angenehm wie im Lieblichen Feld. Neben einigen Straßen aus den Tagen der bosparanischen Kaiser gibt es in diesem am dichtesten besiedelten Teil Aventuriens zahlreiche kleine Landstraßen und Feldwege, die die ungezählten Städte und Dörfer verbinden. Doch sollte sich darüber hinaus niemand täuschen lassen, dass selbst in diesem zivilisierten Gebiet die Reise zu Fuß oder in einem holprigen Pferdegespann beschwerlich und anstrengend bleibt. So reicht meist ein plötzlicher Platzregen aus, um die Wege in Schlammlöcher zu verwandeln, und nicht selten lauern Räuber und Wegelagerer hinter der nächsten Biegung. Alleine die Furcht vor Angriffen wilder Tiere ist wenig berechtigt, schlängeln sich die Straßen doch nahezu ausschließlich durch kultiviertes Acker- und Nutzland.

Neben den Landstraßen sind auch einige Wasserstraßen im Lieblichen Feld von Bedeutung. So liegen bis auf Arivor alle großen Metropolen des Landes am Meer oder an schiffbaren Flüssen. Insbesondere die schweren Massenwaren, wie Getreide und vor allem Baugestein, lassen sich über längere Strecken am besten per Schiff befördern.

Inhaltsverzeichnis

Landstraßen

Reisegeschwindigkeiten im Lieblichen Feld
M/h M/Tag
Wanderer 4-6 25-40
Läufer 10-12 50-60
Pferd im Galopp 20-25
Durchschnittsreisende (ohne Eile, mit Gefolge und Gepäck) 30-45
Reiter, die es eilig haben 50-70
Berittene Kuriere mit Pferdewechsel 50-80
Pferdestafetten der Novadis 375
Bosparanische Stafettenläufer (um 200 v. BF) 300
Kirchliche Eilboten in der Ebene 150-200
Selbige im Gebirge 50
Postendienst Pertakis 45

Sieht man einmal von den zahlreichen kleinen Feldwegen und Trampelpfaden ab, die so zahlreich sind, dass sie sich wie ein Netz über das gesamte Land legen, kann man drei Straßentypen unterscheiden. Da sind zuallererst die kaiserlichen Straßen zu nennen, die unter der Oberhoheit der Horas stehen und deshalb Horasstraßen geheißen werden. Daneben gibt es aber auch noch die Kronstraßen, die für das Liebliche Feld noch so bedeutsam sind, dass sie der Kronkonvent unterhält. Zu guter Letzt gibt es noch die so genannten Grafenwege, die zwar in der Regel keine überregionale Bedeutung haben, innerhalb einer Provinz oder Grafschaft aber die wichtigsten Orte miteinander verbinden.

Die Horas- und Kronstraßen sind von beachtlicher Qualität und bieten beinahe schon so etwas wie Reisekomfort. Diese Straßen sind gepflastert und in regelmäßigen Abständen mit Herbergen und Wechselstationen versehen. Die Grafenstraßen hingegen sind von unterschiedlicher Beschaffenheit und nicht selten nur bessere Feldwege.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Straßen des Lieblichen Feldes - von Horas- und Kronstraßen abgesehen - eher schmale Feldwege oder unebene Wanderpfade sind, als ausgebaute, befestigte Verkehrswege. Auch im Lieblichen Feld gelten Straßen schon als vortrefflich, wenn drei Pferde nebeneinander passen, oder wenn ein "Brautwagen einem Leichengefährt ausweichen kann". Quer gehaltene Lanzen dienen dabei als Breitenmaß.

Dementsprechend ist natürlich auch die Reisegeschwindigkeit auf den unterschiedlichen Straßentypen. Im Allgemeinen legen Reiter ungefähr 30 bis 45 Meilen am Tag zurück. Für Fuhrleute rechnet man ungefähr mit 15 bis 30 Meilen, je nachdem, ob sie mit Ochsen- oder Pferdekarren unterwegs und wie schwer sie beladen sind.

Die Horasstraßen

Die Horasstraßen tragen nicht nur wegen der Oberhoheit der Kaiserin über diese Wege ihren Namen, sondern nicht zuletzt auch, weil sie bereits unter den ersten bosparanischen Kaisern errichtet wurden. So gehören die Yaquirstraße, die von Kaiser Belen-Horas erbaut wurde und die bis nach Drôl führende Seneb-Horas-Straße zu den ältesten Verkehrswegen des Kontinents. Noch heute benutzen die Reisenden auf diesen alten Straßen die Bosparanischen Meilenskizzen, auf denen Angaben zu Entfernungen und Wechselstationen verzeichnet sind.

Die Kronstraßen

Die Kronstraßen sind von ähnlicher Qualität, wie die Horasstraßen und verbinden ebenfalls wichtige Städte und Regionen des Lieblichen Feldes. So ist die König-Khadan-Straße zum Beispiel die wichtigste Nord-Süd-Route neben der Seneb-Horas-Straße, oder der Sikramstieg eine bedeutende Ost-West Verbindung. Die Yulag-Horas-Straße von Vinsalt nach Arivor, die heute als Rondrastraße bis Kuslik führt, und die Silem-Horas-Straße, die entlang der gesamten Küste des Lieblichen Feldes errichtet wurde, sind gar auch schon unter den Bosparanischen Kaisern gebaut worden.

Die Straßen stehen unter der Gerichtsbarkeit der Krone, die diese Aufgabe wiederum ihren Grafen übertragen hat, so dass Vergehen auf diesen Verkehrswegen vor den Grafengerichten geahndet werden. Gleiches gilt im übrigen auch für die Horasstraßen, da es im Lieblichen Feld keine eigenständige horasische Gerichtsbarkeit gibt.

Die Grafenwege

Je nach Wichtigkeit und Verkehrsaufkommen sind alle übrigen Wege und Straßen beschaffen. Nur die wenigsten Provinzwege haben überregionale Bedeutung und manch eine Straße verbindet nur zwei Orte innerhalb einer Baronie.

Wasserstraßen

Reisegeschwindigkeiten im Lieblichen Feld
M/h M/Tag
Flussschiffe talwärts auf Yaquir oder Sikram 100-150
Galeere (nur Ruder), erste Stunde 8
danach 2,7-4,2
unter Segel 11
Segelschiff 5 120-200
Segelschiff (von Wind, Strömung und Rudern angetrieben) 11-13
Thorwalerschiff 17-20 150
Handelskogge 8-13

Fünf große Ströme fließen durch das Liebliche Feld und bilden ein wichtiges Netz aus Wasserstraßen für den Transport von Handelswaren. Insbesondere der große Yaquir, der die beiden Metropolen Vinsalt und Kuslik miteinander verbindet, gehört zu den meist befahrenen Flüssen des gesamten Kontinents. Doch auch der Sikram, der im Herzen des Landes von Radoleth bis Belhanka schiffbar ist, sowie der verschlungene Onjet, der sich bei Methumis ins Meer der Sieben Winde ergießt, sind wichtige Handelswege. Die beide letztgenannten Flüsse sind dermaßen bedeutsam, dass König Therengar in seiner Regentschaft beide Wasserstraßen mit einem 20 Meilen langen Kanal verbinden ließ, der bislang einmalig auf dem Kontinent geblieben ist.

Der Phecadi im Norden und der Chabab im Süden, der die Grenze des Lieblichen Feldes zu Drôl bildet, sind besonders wegen des Handels mit den Nachbarländern von Bedeutung.

Doch so leicht es ist mit der Strömung stromabwärts zu fahren, so beschwerlich ist die Fahrt flussauf. Hier muss getreidelt werden, was bedeutet, dass Pferde die Schiffe mitsamt der Waren und Passagiere flussaufwärts ziehen müssen. Dies ist natürlich extrem zeitaufwendig und an manchen Stellen beinahe unmöglich, da Treidelpfade nicht immer vorhanden sind.

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