Figurenza

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Karte des Stadtteils, zentral die Piazza di Sant'Agreppo und der Ingerimm-Tempel, im Norden der Kaskadengarten und das Siburer Tor, im Nordwesten Übergang nach Torneocampo, im Westen die Oberstadt Magistralia, im Südwesten Übergang nach Sikramargino, im Süden der Sikramhafen und im Osten der Sikram sowie der Ponte Phecchio nach Agreppara.

Das geschäftige Figurenza, die Heimat der Schmiede und Zimmerleute beginnt am Sikramufer und erstreckt sich weiter über den nordöstlichen Hügelhang Urbasis. Fleiß und Stolz kennzeichnen seine Bewohner, die sich als die eigentlichen Garanten des Wohlstands der Stadt sehen. Neben Kontoren der Häuser di Punta und Changbari findet sich hier auch der größte Marktplatz der Stadt (Piazza di San Agreppo). Ganz in dessen Nähe schwingt sich zudem der Ponte Phecchio über den Sikram.

Ausführliche Beschreibung

Das geschäftige Figurenza erstreckt sich über den steilen Nordosthang Urbasis bis hinunter ans Sikramufer und ist die Heimat der Schmiede und Zimmerleute. Fleiß und Stolz kennzeichnen die hiesigen Handwerker, die sich als eigentliche Garanten des Wohlstands der Stadt sehen.

Beherrscht wird das Viertel vom gewaltigen Ingerimm-Tempel Sant'Agreppo, der halb in die Felswand des Stadthügels hineingebaut wurde und erhaben über dem Sikramtal thront. Die von zwei trutzigen Türmen flankierte Fassade ist den Mineneingängen des umliegenden Silbertals vage nachempfunden. Darüber dass der gesamte Tempel trotz prachtvollster Ausstattung wenig mehr als eben dies – die Fassade eines Mineneingangs – ist, wird viel spekuliert. Vielmehr sollen die Geweihten hier über die schon legendäre Agreppinische Mine, die ergiebigste des gesamten Silbertals, wachen.

Unterhalb des Tempels, über eine breite Prachttreppe zu erreichen, liegt die Piazza di Sant'Agreppo, der größte Marktplatz der Stadt, auf dem allerlei einheimische Handwerkserzeugnisse angeboten werden, aber auch auswärtige Händler ihre Waren feilbieten. In der Mitte des Platzes steht der Campanile San Palladio, der 55 Schritt hohe Glockenturm des Ingerimm-Tempels, dessen dumpfes, schwer bebendes Geläut schon manches Mal Fremde aufschrecken ließ, da sie sich plötzlich inmitten einer Erderschütterung wähnten.

Östlich schließt sich der berühmte Ponte Phecchio an, die Brücke der urbasischen Silberschmiede, die in drei weiten Bögen schwungvoll den Sikram überspannt und dabei an ihren Rändern den vorkragenden Werkstätten der Feinschmiede und Graveure Platz bietet. Die Ansiedlung der Schmiede auf der Brücke geht dabei auf einen Kompromiss aus der Zeit des frühen Vinsalter Königreichs zurück, als Urbasi gleichermaßen Prägestätte der Silbertaler Arivors und Methumiens wurde, ohne dafür einen für beide Seiten neutralen Ort wählen zu können. So blieb die eigentliche Prägestätte am Arivorer Ufer, während zur Genugtuung der methumischen Herzöge zumindest die Silberschmieden auf über Fluss verlagert wurden.

Die heute für einen Großteil der Silbertaler des Horasreichs verantwortliche Silbermünze, Prägestätte in Stadtbesitz, liegt am Sikram oberhalb der Brücke, weist einen eigenen Anleger für Erztransporte aus dem gegen Sibur gelegenen Teil des Silbertals auf und ist natürlich schwer bewacht – schwerer als Kerker und Festungen der Stadt, wie es heißt…

In unmittelbarer Nachbarschaft stehen mit dem Mercatorium und dem Haupthaus der Silbertaler Bank zwei wichtige Institutionen des städtischen Kommerzes. Ersteres fungiert als Markthalle inmitten der Piazza di Sant’Agreppo, beherbergt dazu jedoch auch die Amtsräume des Mercatorios, des städtischen Marktherrn, und das Marktgericht. Letzteres stellt die Zentrale des urbasischen Bankwesens dar, das sich über Filialen in anderen Städten längst über große Teile des Lieblichen Feldes ausgebreitet hat.

Gleichfalls am Marktplatz gelegen, dabei jedoch die Treppe zum Ingerimm-Tempel flankierend stehen das Haus der Silberzunft und das Haus der Eisenzunft, in denen alle Schmiede der Stadt organisiert sind. Ersteres fällt dabei naturgemäß weitaus prachtvoller aus, auch wenn letzteres bei Zunftsitzungen mehr Mitglieder birgt. Arroganz und Neid haben zwischen beiden Zünften eine erbitterte Rivalität entstehen lassen.

Wenige Schritte nördlich des Hauses der Eisenzunft haben im Palazzo Aspoldo deren wichtigste Mitglieder ihren Sitz. Beim streitbaren Charakter der Familie verwundert es nicht, dass diese einen der wehrhaftesten Geschlechtertürme der Stadt ihr Eigen nennt.

Schreiner der Holzzunft

Der Nordhang des Viertels wird vor allem vom Kaskadengarten beherrscht, oft auch ‘Garten der 333 Fontänen’ genannt (obgleich diese Zahl keineswegs nachgewiesen ist). Dieses Wahrzeichen der Stadt, das über mehrere Ebenen sowie etliche Brunnen und Fontänen gewaltige Wassermassen einfach den Berg hinabfließen lässt, wurde erst durch einen Planungsfehler beim Bau des Aquädukts notwendig. Nachdem dessen Leistungsfähigkeit völlig unter- und der Verbrauch der Stadt überschätzt wurde, musste ein weiterer Abfluss geschaffen werden. Die Kunstfertigkeit der Urbasier bei der Problembewältigung lässt sich nun eindrucksvoll etwa an der Fontana dell’Aquila, der Fontana di Fontargenna oder dem Großen Nymphäum im Terrassengarten nachvollziehen.

Oberhalb des Gartens thront mit dem Palazzo Sathÿara das offizielle Gästehaus der Stadt, ein von der ehemaligen Gonfaloniera Savinya Zorgazo in Auftrag gegebenes Gebäude, das mit alten Satyrenstatuen geschmückt wurde und dem Volksmund nach nicht ganz geheuer sein soll … Ein Stück weiter liegt an der Grenze nach Torneocampo der Palazzo Giochino mit seinem kleinen, von Einhorn-Fresken geschmückten Geschlechterturm.

Im Norden Figurenzas haben auch die meisten Küfer und Zimmerleute ihre Heimat, deren Haus der Holzzunft durch seine detaillierten Schnitzereien auffällt. Hauptabnehmer für (Wein-)Fässer ist die nahe gelegene Santa-Ricarda-Kellerei der Solivino, in der der wohl beste Cassianti der Urbasiglia gelagert und schließlich mit dem Siegel seiner heiligen Erfinderin weithin exportiert wird. In seiner Nachbarschaft finden sich noch die kleine Piazza di Santa Ricarda und das Siburer Tor.

Händler am Sikramhafen.

Der südlichste Teil des Viertels wird beinahe ganz vom Sikramhafen mit seinen Anlegern und Lagerhäusern eingenommen. Hier werden viele Waren des Sikramoberlaufs, seien es Golderz, Holz oder Fässer voller Goldfelser Morgenrot, gestapelt und die Erzeugnisse Urbasis nach Silas, Methumis und Belhanka weiterverschifft. Über den steilen Osthang der Stadt führt zudem die mit aufwändigen Kacheln geflieste Hafentreppe bis zum Theaterplatz hinauf.

Beinahe schon in Sikramargino liegt eine stadtbekannte Werkstatt – die Armbrusterei Grotho Tadoschi eines schon seit Jahrzehnten in Urbasi ansässigen Brillantzwergs, der nicht nur als Kritiker und Rivale der Manufaktur Balestriano auftritt, sondern sich längst auch als Ausbilder vieler Urbasier an der Armbrust verdient gemacht hat. Ganz in der Nähe befindet sich schließlich auch der Palazzo della Turani des gleichnamigen Adelshauses.

Kontore und Niederlassungen auswärtiger Händler

Die Bedeutung Figurenzas als Zentrum des Kommerzes in Urbasi lässt sich auch an den Niederlassungen auswärtiger Händler ermessen, die zumeist hier zu finden sind. Das ehemalige Kontor Changbari der efferdischen Tuchhändlerdynastie steht so etwa unweit der Piazza di Sant’Agreppo an der Rampe zum Sikramtor, das ehemalige Kontor di Punta des efferdischen Salzhandelshauses südlich des Hafens.

Zwischen Marktplatz und Siburer Tor liegt zudem die hiesige Station des Postendienstes Pertakis, die Kutschtransporte nach Sibur, Urbet und Silas anbietet.

Gasthäuser

Die Taverne Silberblick am Marktplatz unweit des Ingerimm-Tempels ist ein im rustikalen Flair der Silbertaler Minen eingerichtetes, jedoch durchaus empfehlenswertes und von vielen auswärtigen Durchreisenden frequentiertes Lokal. In der Schänke Palio und Carroccio an der Grenze nach Magistralia kehren vornehmlich Büttel, Gardisten und Veteranen des städtischen Armbrustwettbewerbs ein. Die Herberge Dukatenesel nahe des Siburer Tors ist eine preiswerte Übernachtungsmöglichkeit für nicht allzu anspruchsvolle Reisende – vor allem sollte man den Wirt nicht darauf aufmerksam machen, dass der Esel auf dem Schild über seiner Tür Silbertaler und nicht Dukaten scheißt… Das Hotel am Hafen spricht eine etwas gehobenere Kundschaft an, sticht ansonsten aber auch nicht heraus.

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