Kedior d'Orsofina
Kedior d'Orsofina (773-839 BF), auch bekannt als der Schwarze Bär, war mit Unterbrechungen von 811-839 BF Gransignor von Pertakis.
Erste Amtszeit
Kedior, dem alten Rittergeschlecht d'Orsofina entstammend, das bereits vor Arivor mit den späteren Erzherrschern gefochten hatte, wurde bereits in jungen Jahren zum Herrn von Orsofina, nachdem sein Vater Arvedun vor seiner Zeit gestorben war. Der ältere Orsofina hatte den Ring der Dorén von seinem Vater geerbt und war einer der ersten, dessen Leben durch die Magie des Ringes im Tausch gegen ein anderes gefordert wurde. Über die, ohnehin unrondrianische, Magie der Ringe erbost, gab der junge Kedior seinen ererbten Ring an die Dorén zurück - der Beginn eines blutig endenden Zerwürfnisses zwischen den einstigen Verbündeten.
Zwei Jahrzehnte später wurde Kedior erster Gransignor von Pertakis nach dem Ende der Jahre der Schildkröte. In den zwei Jahren bis zum Ausbruch der Landherrenhändel von Pertakis machte sich Kedior als Förderer rondrianischer Tugenden und konservativer Werte einen Namen.
Der Schwarze Bär und die Landherrenhändel
Als sich Kusmara Galahan zur Königin ernannte blieb Kedior zunächst skeptisch und verhielt sich seit der Ernennung Arsego Doréns zum Gransignor an seiner statt abwartend. Wider Erwarten unterstützte er in Abwesenheit Arsegos nicht die Alborntreuen Signores um deren Wortführerin Yaruma di Pertakir, sondern verhinderte, dass die Domäne an die Alborntreuen fiel. In den so entstehenden Pertakischen Landherrenhändel stritt er mit Yaruma und den Galahanisten um die Kontrolle über die Domäne. Als der Anführer der Letzteren, Arsego Dorén, im Urbetischen erschlagen wurde, rief Kedior seine Gegnerin aus der Landstadt Pertakis unter dem Vorwand, einen Frieden herbeiführen zu wollen, zu sich nach Orsofina. Anstatt aber zu verhandeln, ließ er Yaruma di Pertakir, ihre Getreuen und die verbliebenen Wortführer der Galahanisten in einer Bärengrube hinrichten und vergalt ihnen so ihre vorangegangene Felonie.
Zweite Amtszeit
Nach dem Ende der Landherrenhändel 825 BF war Kedior bis 839 BF unumstrittener Herr der Domäne Pertakis. Obwohl jeder in der Domäne um seine Mordtaten wusste, wurde er von Alborn Firdayon im Amt belassen, weil dieser fürchtete, der Landstrich würde sonst erneut in verfeindete Blöcke zerfallen. Ironischerweise brachte er der Domäne Ruhe und Frieden. Um die aufgebrachten Bürger Pertakis‘, die Unterstützer Yaruma di Pertakirs waren, für sich zu gewinnen und gleichzeitig das rivalisierende Haus di Pertakir als bestimmendes Geschlecht der Stadt zu schwächen, erwirkt Kedior bei König Alborn die Übertragung mehrerer Privilegien an den Stadtrat der Yaquirstadt. Alborn selbst, der um die Bedeutung des aufstrebenden Kuslik für die Usurpation Kusmara Galahans wusste und ähnliche Entwicklungen in anderen Seefahrts- und Seehandelsstädten verhindern möchte, stimmte zu und Pertakis wurde zur Landstadt. Zur Legitimierung seiner eigenen Taten erreichte Kedior schließlich sogar die Übertragung des Fehdeprivilegs, allerdings nicht auf seine Person und seine Erben sondern lediglich auf das Amt des Gransignores. Dadurch wurde sein Krieg gegen die Unterstützer des letztlich siegreichen Alborn zur Fehde um seine Rechte als Gransignor und die Gefolgschaftspflicht des Domänenadels.