Agreppara

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Karte des Stadtteils, im Westen der Sikram und der Ponte Phecchio nach Figurenza, zentral die Piazza Phraiora, im Norden das Hospital San Therbûn, im Süden das Castello Ferrantesco und im Osten das Silaser Tor.

Agreppara ist die am östlichen Sikramufer gelegene Vorstadt Urbasis. Ihre im Gegensatz zum eigentlichen Urbasi eher flache Architektur und die hier vorherrschenden Gewerbe der Woll- und Lederverarbeitung sind ihre wichtigsten Merkmale.

Ausführliche Beschreibung

Die am östlichen Sikramufer gelegene Vorstadt Agreppara ist der jüngste der anerkannten urbasischen Stadtteile und erst während der Regentschaft der Berater begründet worden. Hierher wurden vor allem die ob ihres geruchsintensiven Handwerks gering angesehenen Färber und Gerber abgeschoben. Dass sich die Agrepparer daher von der eigentlichen Stadt immer ein wenig ausgegrenzt fühlen, verwundert nicht, trägt aber zur Identifikation mit dem Stadtteil bei und lässt sie eifrig jede Chance suchen sich beweisen zu können.

Mittelpunkt des Viertels ist die sechseckige Piazza Phraiora, der Tuch- und Ledermarkt Urbasis (benannt nach dem hier in großen Mengen gehandelten Phraioratuch der Phraischafe), in dessen Mitte eine große Viehtränke zumindest entfernt an die ungleich prachtvolleren Brunnen Magistralias erinnert.

Um den Platz gruppieren sich einige der prächtigsten Gebäude Agrepparas, etwa das Haus der Wollzunft, dessen reich verzierter Giebel deutliches Zeugnis vom Wohlstand der Zunft ablegt. Die Schänke Silas-Stube ist dagegen eher als ein Ort dämokratischer Tendenzen bekannt und stand nach den Dämokratenunruhen 1030 BF kurz vor der Schließung durch die Obrigkeit.

Beherrscht wird der Marktplatz aber vom Palazzo Flaviora, dem einzigen einer der größeren Patrizierfamilien Urbasis in Agreppara. Die im Färber- und Wollgeschäft zu Reichtum gelangte Familie ist den hiesigen Handwerkern besonders verbunden. Ihr Palazzo mit Geschlechterturm sticht aus dem ansonsten eher armen Viertel natürlich besonders heraus.

Bescheidener wirkt da auch der Travia-Tempel Sant'Arissa mit angeschlossenem Waisenhaus, der sich stets dort zu engagieren versucht, wo die Not am Größten ist. Ähnliches gilt für die Laienbrüder und -schwestern des Hospitals San Therbûn, das am Nordrand des Viertels an der schlichten Piazza del Hospital liegt. Unterstützt werden sie dabei regelmäßig von Schülern der Medici-Schule in Figurenza, zu deren Ausbildung auch eine kurze Dienstzeit im Spital und dem angeschlossenen Siechenturm gehört.

Im Nordwesten Agrepparas liegt die Druckerei Dalidion, in der auch die 'Sikramer Schildwacht', die lokale Postille Urbasis gesetzt wird. Dazu haben hier die unzünftischen Flussfischer ihre Quartiere. Zwar konnten sie sich einer Vereinnahmung durch die Fleischzunft bislang erfolgreich erwehren, die Anerkennung ihres eigenen Gewerbes unter den Gilden der Stadt jedoch nicht erreichen. Die nahegelegene Taverne Flusskrebs gilt gemeinhin als schäbigste Kaschemme Urbasis und soll manchem zwielichtigen Gesindel allabendlich eine Heimstatt sein.

Gerber der Lederzunft.

Die Herberge Goldfelser Stieg an der Via Sikrama nach Silas bietet eine zumindest anständige, wenn auch allenfalls mittelmäßige Unterkunft nahe am Silaser Tor. Südlich der Piazza Phraiora liegt am Sikramufer das Bordell Theater der nackten Wahrheit, ein mit dem Schein eines Nackttheaters kaschiertes Freudenhaus, dessen nächtens von roten Lampions erhellter Strandbereich ebenso zornerfüllte wie sehnsüchtige Blicke der Bewohner des urbasischen Osthangs auf sich zieht. Wenige Schritte flussabwärts schließt sich daran das Gelände des Bootsbauers Caracciolo an, der neben einfachen Ruderbooten auch kleinere Flussschiffe repariert und bisweilen sogar fertigt.

Um einen schlichten Ziehbrunnen erstreckt sich ein Stück weit den Hang hinauf die Piazza della Cisterna, um die sich vor allem die meisten Färber und Gerber des Viertels gruppieren. Das Haus der Lederzunft ist das bescheidenste aller Gilden der Stadt.

Die südöstliche Ecke Agrepparas bildet den weitläufigen Campo Morte, auf dem bisweilen Hinrichtungen stattfinden, so diese nicht publikumswirksamer auf einem der anderen Plätze der Stadt vollstreckt werden sollen. Vor allem ist diese Zone aufgrund des dahinter liegenden Castello Ferrantesco jedoch für die Bebauung gesperrt. Diese ob ihrer fünfeckigen Form auch ‘Castello Quintissimo’ genannte Festung fungierte früher häufig als Zwingfeste über der aufständischen Vorstadt und birgt heute das ‘Staatsgefängnis’ für besondere Feinde Urbasis, Hochverräter und auch Magiebegabte. Denn gerade für die sichere Verwahrung Letzterer wurden offensichtlich schon beim Bau der Festung unter dem Gonfaloniere Ferrante Deraccini besondere Vorkehrungen getroffen.

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