Haus di Piastinza

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Haus di Piastinza
Familienwappen
Castello und Landgut Fostanova
Palazzo d'Oro zu Sewamund
Palazzo Gabellano zu Ruthor
Landgut Piastinza
Horasreich
Familienwappen
Stammsitz und weitere Besitzungen

Wappen: Grüner Frosch auf Silber
Emblem: Grüner Frosch
Wahlspruch: "Sursum semper!" (Immer aufwärts!)
Herkunft: Die alte Patrizierfamilie aus Bethana verband sich nach der Unabhängigkeit mit dem Haus Fostanova und mischt seitdem auch in der Grangorer Politik mit. Zentren der Aktivität sind noch immer Bethana, wo die Familie verschiedene wichtige Verwaltungsämter am Gräflichen Hof hat, sowie neuerdings in Sewamund, wo inzwischen der Stammsitz der Familie gelegen ist.
Stammsitz: Ehemals das Castello Fostanova in der gleichnamigen Signorie, heute der Palazzo d'Oro in Sewamund. Sitz der Fostanova-Linie ist das Landgut Fostanova
Schutzpatrone: Praios, Hesinde, Boron
Oberhaupt: Amaldo di Piastinza (Justitiar von Sewamund, *1001 BF)
Wichtige Mitglieder: Harro di Piastinza, Grafengemahl zu Bethana; Torvon di Piastinza, Condottiere der Haustruppen; Lamea di Piastinza, geb. Nupercanti; Selinya di Piastinza (*988, verheiratet mit Tilfur Sâl della Trezzi)
Berühmte Ahnen: Rondriane di Piastinza (*966, †1025)
Größe: mittel
Einfluss: groß in Sewamund, hinlänglich in Grangorien und Bethana
Parteiung: Libertarier im Kronkonvent
Domänen: Hof- und Verwaltungsämter, Signorien Fostanova, Selzin und Sewaklauf sowie kleinere Besitzungen in Nupercanti und im Umland von Sewamund. Palazzo Gabellano in Ruthor. Weitere Ländereien in Piastinza sind der Bethaner Linie des Hauses zugeordnet.
Ansehen & Ruf: Ehrbares und praiosgläubiges Adelshaus; militärisch nach Möglichkeit eher zurückhaltend, dafür auf dem diplomatischen Parkett um so aktiver.
Charakter & Auftreten: gewitzte und sehr opportunistische Diplomaten, Unterhändler und Politiker, bei deren Handlungen stets das Wohl des eigenen Hauses an erster Stelle steht.
Freunde & Verbündete: Haus di Bellafoldi, Haus Amarinto, Haus della Trezzi, Familie Luntfeld, Familie van Kacheleen
Feinde & Konkurrenten: Derzeit keine direkten Feinde, lediglich wechselnde Konkurrenten.
Besonderheiten: Angeheiratete Verbindungen nach Almada und ins Bornland
Bespielt von: DiPiastinza

Das Haus di Piastinza ist ein in Sewamund residierendes Adelsgeschlecht aus der Septimana, das ursprünglich aus dem gleichnamigen Ort im Bethaner Hinterland stammt und sich heute in zwei Hauptlinien aufgespalten hat. Während die Bethaner Linie erfolgreich den Anschluss an den Hochadel gesucht hat, legt die Sewamunder Linie größeren Wert auf ihre Unabhängigkeit und ist bürgerlichen Verbindungen gegenüber sehr aufgeschlossen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Wurzeln der Piastinzas liegen am Ende der Priesterkaiserzeit, als die Familie großbäuerlichen Ursprungs im Zuge einer Neuverteilung von hypertroph angewachsenem Besitz der Praioskirche unter unbekannten Umständen einen kleinen Gutsbesitz bei Piastinza im Hinterland von Bethana erwarb und ins Nobilitat aufstieg. Von der Repression durch die Almadaner Dynastie substanziell bedroht, schlug man sich alsbald auf die Seite der Unabhängigkeitsbewegung. Für ihre Leistungen und Verdienste im Unabhängigkeitskrieg wurde die Familie mit (wiederum enteigneten) Landgütern im Phecadital belehnt und stieg ins Patriziat auf. Von ehrwürdigen Traditionen alten Adels weitgehend unbelastet, baute man unter dem Einfluss der Grangorer Lebensweise die Berührungsängste landsässiger Kleinadliger gegenüber bürgerlichen Lebensformen ab und strebte schließlich selbst nach einer städtischen Verankerung. Es blieb der Signora Rondriane di Piastinza vorbehalten, die Familie mit fester Hand durch die ereignisreiche Zeit der Verlagerung des Familienschwerpunkts nach Sewamund, der Allianz mit den Bellafoldis und der Erschütterungen und Todesfälle während der Borbaradkrise zu steuern. Das derzeitige Familienoberhaupt, Signor Amaldo, war mit seiner Ausbildung als Advokat eigentlich für Funktionärsaufgaben innerhalb der Familie vorgesehen und gelangte erst nach dem frühen Tod bzw. der Verheiratung der älteren Schwestern an die Spitze des Hauses. Dort arbeitet er zielstrebig und umtriebig am weiteren Aufstieg der Piastinzas und hat im Verlauf des Thronfolgekrieges mit tatkräftiger Unterstützung seines Onkels Torvon erstmals in der Familiengeschichte Besitztümer mit militärischen Mitteln erworben. Ganz pragmatisch und unideologisch hat die Familie ihr Blut neuerdings auch mittels bornländischer und almadanischer Heiratsallianzen aufgefrischt und sogar einen Maraskaner in den engeren Kreis kooptiert. Da überrascht es auch nicht mehr, wenn sich die jüngsten Aspirationen des Hauses auf den Charakter Sewamunds als einer Hafenstadt besonnen haben und sich nun auf das Meer richten ...

Der alte, in Piastinza ansässige Zweig hat einerseits mit Harro di Piastinza erfolgreich in den Hochadel, namentlich das Haus Aralzin, eingeheiratet und andererseits mit Bardo di Piastinza einen hingerichteten Hochverräter hervorgebracht. Aus beiden Gründen - übermächtiges Gewicht der Aralzins einerseits, beschädigte Reputation der Piastinzer Piastinzas andererseits - gestaltet das Sewamunder Haus die Beziehungen zu diesem nun als "Bethaner Linie" bezeichneten Familienzweig eher vorsichtig und zurückhaltend.

Religiosität

In der Glaubenswelt der Familie spielen Praios, Hesinde und Boron eine prägende Rolle.

Praios

Die Praiosgläubigkeit des Hauses ist ein Reflex der traditionellen familiären Orientierung an Ordnungskonzepten. Obwohl als Adlige selbstverständlich auch rondrianisch geprägt, betrachtet man im Haus di Piastinza die kriegerischen Tugenden dem Grundsatz nach stets als Dienstmägde einer wohlgeordneten Gesellschaft, und sieht man die Leistung des ritterlichen Kodex in der Verregelung und Domestizierung des Kriegshandwerks. Denn höher als das Kriegshandwerk steht das Recht, und die Regeln des Krieges erlangen ihren wahren Wert und ihre Rechtfertigung nur in ihrem Einsatz für die Durchsetzung des Rechts. Während Rondra für einen Adligen eine alltägliche und lebenspraktische Selbstverständlichkeit darstellt, gibt Praios eine Orientierung vor, die über dieses Selbstverständliche hinaus zu Höherem anleitet und der rondrianischen Praxis erst ihren Sinn verleiht.

Für die Piastinzas, und insbesondere für ihren derzeitigen Signor, den Justitiar Amaldo, ist Praios daher zu allererst der Schutzpatron des Rechts. Denn ein wohlgeordnetes Gemeinwesen ist ein solches, welches der Aufsässigkeit wehrt, indem es allen Mitgliedern des Gemeinwesens Gerechtigkeit angedeihen lässt. Zwar sind hierzu ein oberster weltlicher Souverän und ein alveranischer Garant gleichermaßen unabdingbar, aber der weltliche Souverän kann sein Amt verwirken, wenn er den Forderungen nach gerechter Ordnung nicht Genüge leistet - und wie das Beispiel der Priesterkaiser zeigt (eine Epoche, an der Justitiar Amaldo ein starkes persönliches Interesse zeigt), kann Praios selbst seinen treuesten Dienern das derische Glück entziehen, wenn diese in ihrer Hirtenpflicht versagen - und dann sogar einen Magier wie den großen Rohal als Verwalter des derischen Gemeinwesens einsetzen.

Und ein wohlgeordnetes Gemeinwesen wehrt nicht nur durch Gerechtigkeit der Aufsässigkeit, es befördert auch die Wohlfahrt seiner Mitglieder, indem es ihnen götterfürchtige Regeln für Handel und Arbeit auferlegt, welche für die Einhaltung der zu solch verführerischen Tätigkeiten erforderlichen Tugendhaftigkeit sorgen, dem götterfürchtigen Gemeindemitglied aber zugleich auch zutrauen, von einem gewissen Maß an unbeaufsichtigter Freiheit einen rechten Gebrauch zu machen. Diese zugleich legitimistische und liberale Auffassung eines gemeindlichen Rechtswerks kann ihre bürgerliche Prägung durch die in der Septimana so bestimmende Grangorer Mentalität nicht verleugnen, und sie sorgt im Hause Piastinza für eine instinktive, wenngleich unausgesprochene und auch sich selbst nicht offen eingestandene Wahlverwandtschaft mit bürgerlichen Denkweisen.

Es ist aber diese Einstellung und diese Lesart des praiotischen Glaubens, die das Haus zu einem natürlichen Verbündeten bürgerlicher Interessen macht und auch eigene bürgerliche Aktivitäten nicht stigmatisiert. Zugleich steht man mit dieser pragmatischen Haltung der Ausrichtung des Prinzipismus nahe, wenngleich man sich nicht auf den Buchstaben der hierzu zirkulierenden Traktate beruft.

Die praiotische Orientierung wird auch dadurch begünstigt, dass magische Fähigkeiten bei Familienangehörigen immer sehr selten waren und Konflikte mit entsprechend ambitionierten Familienmitgliedern folglich nicht auftraten. Derzeit ist Aurelia di Piastinza die einzige lebende Angehörige des Hauses, die über eine magische Begabung und Ausbildung verfügt, und es war beinahe eine Selbstverständlichkeit, dass sie diese Begabung in eine Kusliker Ausbildung zur Antimagie umsetzte. Auch dieses pragmatische Verhältnis zur Magie empfiehlt sich für eine Charakterisierung der praktisch geübten Praiosgläubigkeit der Familie als prinzipistisch.

Hesinde

Das Licht des Rechts kann nicht leuchten ohne das Licht des Wissens, und die Tugend nicht erblühen im finsteren Tal des Unwissens - darum muss man die Werke der Herrin Hesinde allseits suchen und fördern. Wenn der Zholochai den Olochtai an einem Pfahle bei langsamem Feuer bratet, die Weiber ihm der Länge nach und langsam Striemen von Fleisch aus dem Leibe schneiden, die Nägel an Händen und Füßen mit langsamen Martern abreißen, und wenn sie ihn tagelang gequält haben, sich Vorwürfe machen, daß er zu früh ihren Martern unterlag: - was würde man dem wilden barbarischen Volke Besseres wünschen können als das Licht des Wissens der Herrin Hesinde? Denn wenn nicht zuvor das Wissen ein empfindendes Geschöpf von einem Barbar zu einem "civilisirten" Wesen erhebt, ist es für Recht und Tugend gleichermaßen unempfänglich.

Als wohlgeborene Angehörige des Imperium Renascentum Horasi, der unbestreitbar und für alle offenkundig fortschrittlichsten und hesindegefälligsten Nation des gesamten Kontinents und mutmaßlich darüber hinaus, hält man daher im Hause Piastinza die hesindegefälligen Werke für eine ebensolche alltägliche Selbstverständlichkeit wie die rondrianischen Tugenden. Auch sie sind Teil des festen Bodens, auf dem sich das Gebäude der praiosgefälligen Rechtsordnung erst unerschütterlich zu erheben vermag, und sie nehmen daher einen festen und selbstverständlichen Platz im Wertekodex der Familienmitglieder ein.

Boron

Boron ist der Antipode Praios', aber nicht sein Gegenspieler. Der Krieger muss stets gewärtig sein, ihm von Golgari zugetragen zu werden, und es gibt Zeiten, in denen die Brüchigkeit des Gemeinwesens und die Hinfälligkeit seiner Ordnung dafür Sorge tragen, dass Boron der letzte Horizont ist, der das Leben noch umschließt. Boron verkörpert die unaufhebbare Ordnung, welche übrig bleibt, wenn das Licht des Praios flackert und verlischt. Darum ist ihm, wenngleich ein wissender Mensch seine Nähe nicht freiwillig sucht, dennoch mit Respekt und Achtung zu begegnen. Das Haus Piastinza hat in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten so manches Familienmitglied an ihn verloren und auch der beabsichtigte Lauf der familiären Erbfolge wurde von ihm durcheinandergeworfen, und so hat sich die Achtung vor seinem Wirken dem Hause tief eingeprägt. Und Rimaldo di Piastinza macht sich bis zum heutigen Tag Vorwürfe, im Rahmen einer Beauftragung durch die Honoratioren Taladurs während der Krönungsvorbereitungen des Gwain von Harmamund zum Fürsten von Almada im Jahre 1034 BF die Totenruhe einer hochgestellten (wenngleich mittelreichischen) Persönlichkeit aus höherer politischer Notwendigkeit gestört zu haben.

Zitate

»Es gibt in einem Konflikt immer drei Positionen: Die der einen Seite, die der Gegenseite und jene Dritte, die den größten Vorteil verspricht. Unser Haus sollte nach Möglichkeit auf jener dritten Position stehen.« (Rondriane di Piastinza, verstorbene Matriarchin des Hauses)

»Wenn der Wind sich dreht, setzen wir die Segel neu!« (Kurzfassung der vorstehenden Maxime durch Ludolfo di Piastinza)

»Das Recht ist kein hartes Schwert, mit dem man seine Feinde erschlägt. Das Recht ist ein bewegliches Seil, dass man als Schlinge so auslegt, dass die Feinde sich darin erhängen.« (Amaldo di Piastinza, zum Thema »Auslegung des Rechts« im familiären Kreis)

Sonstiges

Siehe auch

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Sewamund
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