Militär Urbasis

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Das Militär Urbasis ist das der Fürstlichen Gemeinde des Heiligen Agreppo im Kriegsfall zur Verfügung stehende - oder zumindest in der Stadt und dem Contado mit einer Garnison vertretene - Heer. Es umfasst das städtische Aufgebot Urbasis, die Hausgarden der einzelnen Machthaber (vornehmlich der Adelshäuser), einige Ordenskrieger und (theoretisch) im Umland lagernde Söldnerkontingente.

Wichtigster Koordinator des Militärs in der Urbasiglia ist der für jeweils zwei Jahre gewählte Priore militaris. Seine Befugnisse sind jedoch alles andere als umfassend, schon um einer Tyrannei vorzubeugen.

Inhaltsverzeichnis

Städtisches Aufgebot

Das Aufgebot der Stadt Urbasi umfasst die Stadtritter der in der Signoria vertretenen Familien, die Bandiera Varia genannte Stadtgarde und die Milizen der Nachbarschaften. Es ist zumeist entweder mit seinen Aufgaben gebunden oder tritt ohnehin nur im äußersten Fall der Stadtverteidigung zusammen. Zum Kriegführen in der Ferne greift die Stadt viel eher auf Söldner zurück. Der Anteil der Fernkämpfer unter den städtischen Einheiten überwiegt traditionell den aller anderen Waffengattungen. Gesellschaftliche Unterschiede der Fürstlichen Gemeinde spiegeln sich auch im Heer wider: Die vornehmsten Familien stellen die Stadtritter, das große Volk hingegen die Miliz.

Die Übungen des städtischen Aufgebots haben zudem die Wettkämpfe der Stadt beeinflusst: Der Palio della Balestra am 29. Rahja eines jeden Jahres ist das Ereignis Urbasis und steht in der Silbertaler Tradition des Armbrustschießens, während das Kleine Gestech zum Schwertfest (15./16. Rondra) und das Große Gestech im Frühling (15./16. Peraine) noch immer der Erprobung des Lanzengangs seitens der Stadtritter dienen.

Cavallieri Cavalleristi
Therengar Aspoldo -
Avesto d'Auspizzi -
Ludovigo Carasbaldi -
Leonore Dalidion ...
... ...
Baronessa Gylduria Deraccini ...
Baronet Miguel Flaviora Larona Aspoldo
Baron Macrin vom Rauhen Berg -
Thalionmel della Pena -
Baron Leomar Romualdo della Pena -
Tarquinio della Pena -
Cav. Banderoso Romualdo di Salsavûr Lovisa di Tolfiano
Varigo di Salsavûr Vascal da Brasi
Timor Sâl d. J. di Salsavûr -
Rahjalin Solivino ...
... ...
... -
Barian della Turani -
Alexandrian della Turani -
Aurelia della Turani -
Yandriga von Urbet -
Debero Zorgazo -

Cavallieri und Cavalleristi

Kommandeur: kein ständiger, in Kriegszeiten erwählen die Cavallieri einen der ihren
Sollstärke: mindestens 16, meist drüber (ohne Waffengefolge)
Bewaffnung: Lanze, beliebige Seitenwaffe (meist Schwert), Schild, Vollrüstung, beritten
Garnison: -

Es ist die Pflicht einer jeden der vornehmen Familien (Case Nobili) Urbasis, im Kriegsfall zumindest einen schwergerüsteten Stadtritter zur Verteidigung der Heimat zu stellen. Diese "Cavallieri der Fürstlichen Gemeinde des Heiligen Agreppo" sind gleichsam Abbild des Status der eigenen Familie innerhalb der Stadt.

Nicht jeder Cavalliere zieht jedoch selbst ins Feld: Wo dies einem Familienmitglied aufgrund des Alters, der mangelnden kriegerischen Ausbildung oder wegen anderweitiger Verpflichtungen nicht möglich ist, kann ein familienfremder Cavalleristo als Stellvertreter ernannt werden. Titelträger ist in diesem Fall dennoch der Vertretene.

Zu den Cavallieri werden im Übrigen auch einige Träger höherer Titel gezählt, die formal gar keine solchen sind, sich jedoch wie diese zur Stadtverteidigung verpflichtet haben (siehe nebenstehende Liste).

Bandiera Varia

Kommandeur: der Gran-Capitan
Sollstärke: zwei Eskadronen
Bewaffnung: formell Armbrust, als Seitenwaffe ein Säbel, beritten - in der Praxis noch ein kruder Mix
Garnisonen: Castello Quadrigon (Magistralia), Castello Ferrantesco (Agreppara)

Zur Ergänzung der Cavallieri, doch auch als Gardeeinheit unterhält die Stadt Urbasi zwei Eskadronen berittene Schützen, die mit den im Silbertal üblichen Armbrüsten ausgerüstet sind und meist abgesessen kämpfen. Sie nehmen wichtige Wach-, Schutz- und Repräsentationsaufgaben im Umfeld der städtischen Politik wahr.

Ihre Bezeichnung Bandiera Varia tragen sie nach der anfänglich sehr gemischten Bewaffnung und Ausrüstung - eine Folge ihrer raschen 'Wiederbegründung' nach der Vernichtung der Vorgängereinheit in der Marudreter Fehde.

Miliz

Kommandeur: der Defensor
Sollstärke: elf Bandieras, faktisch nur etwa die Hälfte
Bewaffnung: Armbrust oder Spieß (aus dem städtischen Arsenal)
Garnison: -

Die städtische Miliz Urbasis setzt sich aus den traditionellen Bandieras der Nachbarschaften zusammen, die jedoch selten mehr als nur die halbe Sollstärke erreichen. Sie wird nur im absoluten Notfall zu den Waffen gerufen und untersteht nominell dem jährlich wechselnden Defensor, der auch für die Abhaltung regelmäßiger Wehrübungen und die allgemeine Wehrfähigkeit der Bevölkerung zuständig ist.

Büttel

Kommandeur: der Bargello, außerhalb der Stadt die jeweiligen Statthalter
Sollstärke: zwei Bandieras, davon eine in Urbasi, der Rest aufgeteilt auf Sikramara und die Präfekturorte Cassiena, Ovriola, Tamarasco und Torrini
Bewaffnung: Knüppel und Kurzschwerter, bei heftigeren Auseinandersetzungen kommen noch Hellebarden und Armbrüste dazu
Garnisonen: etliche, in Urbasi Castello Quadrigon, Torre di Bargello und Castello Ferrantesco

Die urbasischen Büttel zählen nicht zum städtischen Aufgebot, sind aber die eigentliche Ordnungsmacht sowohl der Stadt wie auch des Umlands. In ihren Aufgabenbereich fallen weniger wichtige Wach- und Schutzaufgaben, Patrouillen, die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung, die Wahrung der städtischen Rechte, die Verfolgung von Verbrechern, die Festsetzung derselben im Kerker und derlei mehr. Sie unterstehen auch nicht dem Priore militaris, sondern dem Priore urbis.

Erster Carroccio Urbasis, noch mit eigener Glocke

Carroccio und Rumorella

Eine besondere Bedeutung kommt im städtischen Aufgebot darüber hinaus zwei Talismanen der Stadt zu: dem Carroccio, d.h. dem Fahnenwagen, und der Rumorella, der Signal- und Alarmglocke. Der von kräftigen Ochsen gezogene Carroccio ist mobiler Kriegsschrein, Moralbringer und Triumphgefährt - sein Verlust allein wiegt beinahe schwerer als eine verlorene Schlacht. Die Rumorella, eigentlich die Alarmglocke der Stadt, wird zu Kriegszeiten auf einem weiteren Wagen montiert und gibt in der Schlacht wichtige Signale.

Die Überhöhung beider Gegenstände zu schwerbewachten Talismanen hat im erfolgreichen Siegeszug der Neun Schlachten von Urbet während des Thronfolgekriegs ihren Ursprung.

Hausgarden

Die Hausgarden vornehmlich der Landadelshäuser Urbasis stellen einen nicht zu unterschätzenden Machtfaktor gerade im Contado dar. Ihre Loyalität gilt fast ausschließlich der Familie, die sie in Dienst gestellt hat. Teilweise blicken diese Garden bereits auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück und unterhalten in der jeweiligen Stammburg des Geschlechts eigene Ehrenhallen. Nichtsdestotrotz stehen sie im allgemeinen Ansehen hinter den Cavallieri und der Bandiera Varia Urbasis zurück, so dass es meist nur für bereits aus dem Umfeld des jeweiligen Adelsgeschlechts stammende Klienten (teilweise auch Niederadlige) erstrebenswert ist, in einer dieser verschworenen Einheiten zu dienen.

Eigenmächtigkeiten und stille Vorwürfe der Hausgarden der della Pena ä.H. und di Salsavûr gegenüber den städtischen Bütteln haben in den Jahren 1030 und 1031 BF in Urbasi wiederholt für Streit in der Signoria gesorgt.

Thalionmel della Pena ä, H.

Silberne Löwen

Kommandeur: Thalionmel della Pena
Sollstärke: eine Bandiera und ein Eskadron
Bewaffnung: Hellebardiere und Leichte Reiterei
Garnisonen: Burg Gerrich, Palazzo Lacrimosa in Urbasi

Die Silbernen Löwen sind die Hausgarde der della Pena ä.H.

Lorian di Salsavûr

Paritor Praetoria

Kommandeur: Lorian di Salsavûr
Sollstärke: eine Eskadron
Bewaffnung: Mittelschwere Reiterei
Garnisonen: Burg Wulfenblut, Burg Quellstein und Castello Padragûr

Die Paritor Praetoria führt sich auf einstige Waffengefährten des Familienahnen Lorian I. von Salsavûr zurück, ist allerdings erst im Thronfolgekrieg (wieder-)begründet worden. Die Treue der Paritori gilt mehr ihrem Kommandeur, als dem Haus, dessen Hausgarde sie offiziell stellen.

Custodia Donatica

Kommandeur: Cusimo di Tolfiano
Sollstärke: zwei Bandieras
Bewaffnung: Hellebardiere
Garnisonen: Burg Wulfenblut, Palazzo Nemoblesco, Villa Ferrante, Villa Alsennin, Schloss Garlák, Castello Padragûr, Burg Quellstein

Die Custodia Donatica ist die alte Burgwache der Feste Wulfenblut.

Rondralio von Urbet

Lutisaner

Kommandeur: Rondralio von Urbet
Sollstärke: fünf Dutzend
Bewaffnung: Schwere Reiterei mit Waffengefolge
Garnisonen: Tafelbergfestung, Burg Geronsblut

Die Lutisaner sind der Hausorden der Urbet, seit Traviano von Urbet sie spätestens im Thronfolgekrieg ganz auf die eigene Familie eingeschworen hat.

Basiliskengarde

Kommandeur: Thion de Falcona
Sollstärke: sechs Dutzend
Bewaffnung: Hellebardiere und Schwertschwinger, mit Armbrust als Fernwaffe
Garnisonen: Tafelbergfestung, Burg Geronsblut, Mortecervi, Torre del Terror, Villa Mythraela

Die Basiliskengarde, die in den Jahren nach dem Thronfolgekrieg neugegründet wurde, dient dem Haus Urbet, neben den Lutisanern, als Leibgarde und Besatzung ihrer Burgen.

Söldnerkontingente

Amando von Streitebeck, der Mandatorio Urbasis

Die Söldnerkontigente der Urbasiglia sind durch ihre Gesamtstärke, Erfahrung und Ausbildung eine militärische Macht für sich, auch wenn sie hier teilweise nur ihr Winterquartier haben. Urbet, die alte Residenzstadt der gleichnamigen Domäne, war nach dem Ende des Thronfolgekriegs ein Zentrum der Mercenarii, die nach dem Zweiten Massaker von Urbet 1036 BF aber nahezu gänzlich verschwunden sind und die Stadt mittlerweile als fürs Söldnervolk verflucht ansehen.

Eine hervorgehobene Position hat unter den Söldnerführern der Urbasiglia der Mandatorio inne, der per Kontrakt an Urbasi gebunden ist und in deren festen Diensten steht. Seine drei Bandieras (ehedem ein Bataillon) Söldner erhält für die zweijährige Laufzeit des Kontrakts durchgehende Bezahlung, so dass es im Grunde das städtische Aufgebot verstärkt und als eigentliches, kriegführendes Heer die Interessen der Gemeinde gegenüber benachbarten Fürsten und Städten zu verteidigen hat. Der Kontrakt wird stets vom Priore militaris zu Beginn seiner Amtszeit neu ausgehandelt. Derzeit besteht er mit Condottiere Amando Barabeo von Streitebeck und seinen Armillaneri.

In Friedenszeiten ist es keiner Söldnereinheit gestattet, eine Bannmeile rund um Urbasi mit mehr als einer Handvoll Bewaffneten (eine Corazza) zu überschreiten.

Armillaneri

Kommandeur: Amando Barabeo von Streitebeck, der Mandatorio Urbasis
Gesamtstärke: drei Bandieras
Bewaffnung: Leichtes Fußvolk, Leichte Reiterei, Bogner
Garnisonen: Lager bei Sikramara und Cassiena

Die Armillaneri sind als zeitweise in Bataillonsstärke bestehende Söldnereinheiterst durch den Kontrakt ihres Condottiere mit der Stadt Urbasi entstanden. Gleichwohl war die Kerntruppe schon vorher u.a. in den Machtkämpfen nach dem Tod Fürst Travianos in der Urbasiglia aktiv.

Drakons Kettenhunde

Kommandeur: Drakon di Gorfar
Gesamtstärke: eine Bandiera
Bewaffnung: Leichtes Fußvolk und Fernkämpfer
Garnison: Castello Salmanya in Siburetta

Die Kettenhunde sind im Thronfolgekrieg während der ersten größeren Schlachten am Yaquir entstanden und kämpften vor allem im Dienst Fürst Travianos, stellen heute jedoch faktisch eine Hausgarde der della Pena ä.H. dar.

Weitere Söldner

In Reichweite der Fürstlichen Gemeinde befinden sich - allerdings außerhalb des eigenen Machtbereichs - zudem die Winterquartiere der Bandiera Bianca (500 Schwere Reiter, Arivor, bis zur Katastrophe, seither unbekannt) und der Silbertaler Armbrustiere (600 Fernkämpfer in mehreren freien Kompanien, Silas). Letztere stehen zwar in derselben Tradition wie die urbasischen Schützen, sind aufgrund des belasteten Verhältnisses zur Syndikokratie, der Zünfteherrschaft in der Goldschmiedestadt, jedoch nicht immer wohlgesonnen.

Bis zum Zweiten Massaker von Urbet hatten dort die kopfstarken Einheiten der Cohorta Collaribianci und der damals noch söldnertypisch auftretenden Donnerer ihr Winterquartier. Erstere stellten bis zu seinem (das Massaker auslösenden) Sturz mit Uolbo Valpoza sogar den Valvassor von Urbet.

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