Details des Hauses di Onerdi
Haus di Onerdi | Familiendetails | Mitglieder | Politik | Besitzungen | Oberhäupter | Baronstitel | Baronie Parsek | Klientel | Schloss Yardêk | Palazzo Ayala | Kleinodien | Arkane Bibliothek |
Wappen und Devise
Das Prunkwappen zeigt das Wappen des Hauses mit Helm, Helmzier und Helmdecke, (Barons-) Rangkrone
Familienmitglieder
Baron von Parsek, ehem. Senator von Efferdas etc.
Hauptlinie
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Nebenlinie
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Nebenlinie di Onerdi-Bergerio
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Hausoberhäupter sind fett, Verstorbene kursiv markiert.
Hauptlinie
- Nepolemo di Onerdi (958-1028 BF), Baronet, Stadtvogt von Parsek ∞
Norina di Cesparo (958-1024 BF)
- Faellan di Onerdi (*980 BF), Cavalliere, Herr von Yardêk ∞
Dhana Quedora di Lambóya (*982 BF)
- Nicolo Faellan di Onerdi (*1004 BF), Baron von Parsek, ehem. Senator von Efferdas, etc. ∞
Joela di Salsavûr (*1004 BF)
- Nicolo Tolman di Onerdi (*1027 BF), Erbbaronet der Baronie Parsek, Herr von Onerdi
- Elissa Cirina di Onerdi (*1031 BF), Cavalliera, Herrin von Braccialto
- Alvene Salkya di Onerdi (*1035 BF), Nobila
- Yannia di Onerdi (*1008 BF), Esquiria, Stadtrichterin von Toricum ∞
Khadan Folnor Torrem (*1001 BF), Baronet, 1. Consigliere des Freigonfalonierats bei Sikram
- (siehe Haus Torrem)
- Tariya di Onerdi (*1008 BF), Esquiria, Justicial-Kapitana von Efferdas, Herrin von Silvamargine
- Migaele di Onerdi (*1011 BF), Nobile, Ordinar-Kapitan von Efferdas
- Nicolo Faellan di Onerdi (*1004 BF), Baron von Parsek, ehem. Senator von Efferdas, etc. ∞
- Ernesto di Onerdi (*982 BF), Cavalliere, Landvogt von Ankram
- Isindia di Onerdi (*1003 BF), Esquiria, Vögtin des Landedlengutes Busch in Almada, ehem. Herrin von Thirindar ∞
Esto Torrem (*994 BF), ehem. Senator von Efferdas und Oberhofanwalt von Methumis
- Reon Khadan di Onerdi (*1034 BF), Nobile
- Piara Avessandra di Onerdi (*1037 BF), Nobila
- Darion di Onerdi (*1004 BF), Nobile, Ambassador der Republik Efferdas in Urbasi
- Isindia di Onerdi (*1003 BF), Esquiria, Vögtin des Landedlengutes Busch in Almada, ehem. Herrin von Thirindar ∞
- Innocencio di Onerdi (*989 BF), Esquirio
- womöglich einige illegitime Kinder...
- Faellan di Onerdi (*980 BF), Cavalliere, Herr von Yardêk ∞
- Sharina di Onerdi (*967 BF), Nobila ∞
Barabo Salinas di Punta, Baronet, Oberhaupt des Hauses di Punta, Senator von Efferdas etc.
- (siehe Haus di Punta)
Nebenlinie
- Amaziella di Onerdi (*964 BF), Cavalliera, Herrin von Mardiero ∞
Feldebar di Matienna, (955-1021 BF)
- Camillia di Onerdi (*996 BF), Nobila ∞
Enzio di Tamarasco (*999 BF)
- Alrigio Tolman di Onerdi (*1020 BF), Popolo (*), Scholar der Hohen Schule der Reiterei zu Neetha
- Thalio Hakano di Onerdi (*1023 BF), Popolo (*), Studioso der Travia-Schule der Universität Methumis
- Gilmon Efferdion di Onerdi (*999 BF), Bewahrer von Wind und Wogen des Efferd-Tempels von Thirindar
- Alara Firya di Onerdi (*1018 BF), Gefährtin von Wind und Wogen in Efferdas
- Danilo di Onerdi (1002-1021 BF), Nobile, gefallen in der Dritten Dämonenschlacht
- Khadan di Onerdi (*1002 BF), Nobile, Condottiere und Veteran des Edlenzuges
- Camillia di Onerdi (*996 BF), Nobila ∞
- Felicia di Onerdi (*967 BF), Nobila ∞
Kilian di Salsavûr (968-1008 BF), Gardecapitan
- (siehe Haus di Salsavûr)
(*) Alrigio und Thalio erlangen den Nobile-Rang, wenn sie ihre Ausbildung abschließen, daneben auch, wenn ihre Mutter den Cavalliera-Titel der Großmutter erbt.
Nebenlinie di Onerdi-Bergerio
- Arono di Onerdi (943-1044 BF), Baronet, Stadtvogt von Ankram ∞
Linara di Bergerio (940-1017 BF)
- Jacaro Silem di Onerdi (964-991 BF)
- Oswinia di Onerdi (966-1026 BF) ∞
Thion di Megarro (*966-1027 BF)
- Luca di Onerdi (*990 BF), Cavalliera, Castellanin auf Burg Ankhello ∞
Dartan la'Mandaïa (*987 BF), Esquirio
- Niam di Onerdi (*1008 BF), Esquiria, Herrin von Campodonato, Cavallerista des Hauses di Onerdi zu Efferdas
- Julfo di Onerdi (*1010 BF), Cavalliere, Leutnant der Eisenwölfe
- Sanya di Onerdi (*1011 BF), Nobila ∞
Domenico Changbari (*1004 BF), Leiter des Gestüts zu Montarena
- (siehe Familie Changbari)
- Rondraman di Onerdi (*992 BF), Cavalliere, Herr von Rugiero ∞
Danella Isora di Therlan-Valdracánti (*993 BF)
- Luca di Onerdi (*990 BF), Cavalliera, Castellanin auf Burg Ankhello ∞
Ahnentafel
Ursprünge
- Ayala di Onerdi (um 250-310 BF?), erste Landvogta aus dem Hause Onerdi
- ... (um 275 BF)
- Varsinian di Onerdi, der Kluge, (um 300 BF)
- ... (um 325- BF)
- ... (um 345 BF)
- Lariane di Onerdi (327-392 BF), Hochgeweihte der Hesinde in Methumis
...
Zur Zeit der Unabhängigkeit
- Rugon di Onerdi (691-758 BF), Familienoberhaut zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges
- Cirina II. di Onerdi (um 715-775 BF), Tochter Rugons
- ... (738-803 BF)
- ... (755-783 BF), getötete Tochter
- ... (759-818 BF)
- ... (780-831 BF), letztes Oberhaupt der alten Linie des Haues
- Tilliane di Onerdi (800-809 BF)
- ... (802-826 BF), im Duell getötet
- Timor Belen di Onerdi (761-827 BF)
-
- (siehe Haus Calven-Imirandi)
- ... (739-801 BF)
- ... (760-817 BF)
- ... (780-828 BF)
- (siehe Das heutige Haus di Onerdi)
- ..., Schwester Rugons
- Tion di Onerdi (726-749 BF), Cavalliere, gefallen in der Schlacht von Marvinko
- ..., Bruder oder Schwester Rugons
- Selaria di Onerdi (722-749 BF), Esquiria, gefallen in der Schlacht von Marvinko
Das heutige Haus di Onerdi
- Rinaya Ayala di Onerdi, die Soldatin, (799-852 BF) , Begründerin des "jüngeren" Hauses di Onerdi, Ururenkelin Cirinas II.
- Cirina III. di Onerdi (821-862 BF)
- Rondravia di Onerdi, die Junge, (839-866 BF)
- Rondraman d. Ä. di Onerdi (840-903 BF)
- Kedia di Onerdi (865-920 BF), zweimalige Königsturniersiegerin
- Rugon II. di Onerdi (885-949 BF)
- Nerissa di Onerdi (888-953)
- Ludolfo Uras di Onerdi (907-958 BF)
- Piara III. di Onerdi (938-996 BF)
- Nepolemo di Onerdi (958-1028 BF), Vorgänger Nicolos, gefallen auf dem Feld zu Castarosa ∞
Norina di Cesparo (958-1024 BF)
- (siehe Hauptlinie)
- Nepolemo di Onerdi (958-1028 BF), Vorgänger Nicolos, gefallen auf dem Feld zu Castarosa ∞
- Uras di Onerdi (940-948 BF)
- Arono di Onerdi (*943 BF), lebt noch
- Jacaro Silem di Onerdi (964-991 BF)
- Oswinia di Onerdi (966-1026 BF)
- (siehe Nebenlinie di Onerdi-Bergerio)
- Aedira di Onerdi (945-1011 BF, Colonellya der Königlichen Armee)
- Hakaan Iolan di Onerdi (949-1023 BF, Hesinde-Geweihter)
- Perno di Onerdi (um 870-? BF), erster Herr von Mardiero aus dem Haus di Onerdi und Begründer der Nebenlinie ∞
Halca Thalionmel von Onjaro, Schwester des Barons von Onjaro
- ... (um 890-950 BF)
- Thion di Onerdi (um 920-990 BF)
- Mondino di Onerdi (um 940-1010 BF) ∞
Desdimiona von Onjaro, Schwester von Baron Malbeth Glandore von Onjaro
- Amaziella di Onerdi (*964 BF), lebt noch
- (siehe Nebenlinie)
- Danilo di Onerdi (1002-1022 BF), Zwillingsbruder Khadans, gefallen beim Edlenzug gegen Borbarad
- Mondino di Onerdi (um 940-1010 BF) ∞
Geschichte
Die älteste Urkunde, in der das Haus erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 290 BF (1782 Horas). Der Baron von Ankram verlieh in den späten Jahren der Erzherzöge von Kuslik einer Ayala di Onerdi das Amt der Landvögtin von Ankram. Diese so genannte Ayala-Urkunde wird äußerst sorgsam in Ankram verwahrt. Ältere Aufzeichnungen sind nicht erhalten. Auch, wie das Haus in den Adelsstand erhoben wurde, ist unbekannt. Viele Dokumente wurden bei einem Brand im Ankramer Stadtpalais im Jahre 435 BF (1927 Horas) vernichtet. Die Familie vermutet aber aufgrund alter Geschichten, dass die Vorfahren einst Buchbinder und Amtsschreiber im Dienste der Herren über das Ankramer Land gewesen seien.
Ursprünge des Hauses
Erzherzogtum Kuslik
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56-349 BF (...)
Priesterkaiser
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Die Herrschaft der Priesterkaiser von 349-465 BF (1841-1957 Horas) war eine schwere Zeit für das Liebliche Feld. Gnadenlose Ausbeutung machte dem Volk zu schaffen, Magier und Rondrianer mussten um ihr Leben fürchten.
Aufgrund des Einsatzes eines nicht näher bekannten Familienmitgliedes wurden viele Zauberbücher und sonstige Schriftstücke gerettet. Dies war der Grundstein für die heute umfangreiche Sammlung magischer Schriften, über welche das Haus verfügt. Seit dieser Zeit verehrt man auch die Göttin Hesinde sehr stark und gibt regelmäßig Kinder ins Noviziat der wohl wichtigsten liebfeldischen Göttin.
Herzogtum Kuslik
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466-752 BF (1958-2244 Horas)
(...)
Das Haus im Unabhängigkeitskrieg
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Im Unabhängigkeitskrieg der Jahre 742-752 BF (2236-2244 Horas) standen die di Onerdis zuerst an der Seite des Hauses Marvinko. Mehrere Mitglieder der Familie bekleideten ab 748 BF Führungspositionen im Vigilantenheer der Gräfin Tharinda von Marvinko. Zu Anfang der Unruhen war Rugon di Onerdi, das Oberhaupt des Hauses, eher zurückhaltend. Doch Cavalliere Tion und Esquiria Selaria, beides überaus heißspornige junge Krieger, überredeten ihn, sich offen für die Sache der Rebellen einzusetzen. Sie vertraten die Meinung, dass das Neue Reich bei einem Sieg ohnehin kaum ein Adelshaus in Amt und Würden lassen würde – bei einem Sieg der Rebellen jedoch könne die Macht der di Onerdis vervielfacht werden, so man sich nur verdient mache.
Doch nach einem Jahr, während das Heer der Gräfin den Garethern eine Niederlage nach der anderen beibrachte, kam es zu Unstimmigkeiten. Rugon hielt ein weiteres Vorrücken für falsch und vertrat die Meinung, man solle auf das Heer Graf Khadans von Firdayon warten und sich mit diesem zusammenschließen. Die meisten Familienangehörigen schlossen sich dieser Meinung an, doch Tion, Selaria und einige andere waren der Meinung, dass der vollständige Sieg über die Kaiserlichen kurz bevor stand und stellten sich gegen den Patriarchen. So kam es, dass das Haus sich spaltete und größtenteils mitsamt ihrer Gefolgsleute im Jahre 748 BF zu Graf Khadan in die Goldfelsen zogen. Dort wartete dieser auf eine günstige Gelegenheit, während die Kaiserlichen das gräfliche Heer zur Schlacht stellten.
Aufgrund falscher Späherberichte wagte Khadan es jedoch nicht, einzugreifen. Die Schlacht von Marvinko wurde für das gräfliche Heer zum Desaster, es wurde fast bis auf den letzten Mann aufgerieben. Auch alle Familienmitglieder, die der Gräfin treu blieben, fielen mit ihr auf dem Schlachtfeld.
Seitdem herrscht Abneigung zwischen den Marvinkos und den di Onerdis, deren Treue auch eher den Baronen von Ankram und Onjaro sowie dem Herzog von Methumia, als dem Grafenhaus der Grafschaft Sikram gilt. Das Haus di Onerdi verschweigt diesen Teil ihrer Geschichte gern, sodass Außenstehende meist nur erfahren, dass man unter Graf Khadan kämpfte, bevor man sich der Zeit des Königreiches widmet.
Frühes Königreich – Niedergang
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Der Bürgerkrieg der Jahre 812-815 BF sollte dann den Niedergang des Hauses bringen. Immer wieder zogen Söldnerbanden durch die Lande, Kriegszüge zogen hin und her. Das Haus stand auf Seiten des Königs Alborn, der jedoch schließlich von Kusmara besiegt wurde. Kurz zuvor belagerte ein Heer der Galahanisten Ankram, welches aufgegeben werden musste. Söldner brandschatzten Teile der Stadt, darunter das Stadthaus der Familie. Auch viele Familienmitglieder kamen dabei oder in anderen Kämpfen um, und obwohl einiger Besitz gerettet werden konnte, gingen große Reichtümer, diverse Bücher, Urkunden und sonstige Wertgegenstände verloren.
Nach Kusmaras Tod stimmten die wenigen überlebenden Familienmitglieder im Kronkonvent für eine Wiedereinsetzung des alten Königs. Aus diesem Krieg zog man die Lehre, dass einerseits unter Umständen die eigene politische Einstellung nicht gegen alle Widrigkeiten gehalten werden sollte, andererseits man niemals auf Seiten der Galahans stehen würde.
Nachdem einige Jahre darauf das einzige Kind des alten Oberhauptes der Familie 828 BF bei einem illegalen Duell zu Tode kam, schien das Haus di Onerdi zu erlöschen. Der Herr von Yardêk sah sich als Letzten einer alten Linie und begann, vergrämt und in finsteren Gedanken gefangen, seine Ländereien auszupressen, er selbst verprasste dieses Geld für Frauen, Völlerei oder einen Rausch. Am Ende war ihm nur ein treuer Freund geblieben, und sogar der erkannte ihn kaum mehr. Keine drei Jahre später starb das Familienoberhaupt. Während Baron und Nachbarn sich die Finger nach dem Besitz des Hauses leckten, suchte der Freund nach Verwandten, die das Erbe erhalten könnten. Schließlich fand er nach langem Suchen eine entfernte Verwandte seines Freundes, Rinaya di Onerdi. Diese, eine Offizierin aus Arivor, setzte sich gegen mehrere Erbschleicher durch und wurde neue Herrin in Yardêk. Sie begründete das heutige Haus di Onerdi.
Das neue Haus di Onerdi
In der Folgezeit erstarkte das Haus insbesondere unter Rondraman d. Ä. wieder und bekam weitere Ämter verliehen. Im Jahre 900 BF (2392 Horas) entstand die Nebenlinie der di Onerdis, als Perno di Onerdi mit dem Rittergut Mardiero belehnt wurde, die Mitgift seiner Braut Halca Thalionmel, der Schwester des Barons von Onjaro. Auf Rondraman folgte Kedia, die unter anderem mit ihren zwei Siegen beim Königsturnier zu Arivor Ruhm und Ansehen des Hauses mehrte.
Einen enormen Aufschwung sollte das Jahr 942 BF mit sich bringen: König Therengar begann mit dem Bau des heute nach ihm benannten König-Therengar-Kanals, der seit 950 BF den Sikram bei Ankram und den Onjet bei Parsek miteinander verbindet. Bei der feierlichen Einweihung des Kanals fand sich eine beispiellose Anzahl Adliger und Patrizier ein und viele Handelsbündnisse wurden geschlossen, darunter mit der Kornhändlerfamilie Zorgazo aus Urbasi. In der Folge blühte die Region auf und der Reichtum des Hauses wuchs beträchtlich.
Schließlich versuchte das Haus, eine überaus günstige Gelegenheit zu nutzen, um in Urbasi eine weitere Machtbasis aufzubauen. Ursino Zorgazo, erstgeborener Sohn von Gonfaloniera Savinya, war im Jahr 955 BF plötzlich verschwunden. Ihr zweiter Sohn Dertan, der neue Erbfolger, hatte dagegen ein unstetes Leben geführt und war noch immer unverheiratet. Daher wurde auf Vorschlag der Onerdi eine Ehe mit Dalida di Onerdi, die Schwester Thions, des Gutsherrn von Mardiero arrangiert. Die Hoffnung des Hauses di Onerdi und vor allem der Nebenlinie, mit dieser Ehe Zugang zur urbasischen Politik zu erhalten, zerschlugen sich jedoch so schnell wie gründlich. Die Gonfaloniera starb bereits drei Jahre später, Dertan wurde zwar Familienoberhaupt, ließ aber nicht von seinem rahjagefälligen Leben ab. Die Familiengeschäfte überließ er seiner damit überforderten und von ihm gehörnten Gemahlin. So verspielte er nicht nur unter Savinya gewonnene, herausgehobene Position seiner Familie, sondern schadete auch der Ehre der di Onerdi. Nachdem die Macht in der Silberstadt längst fest in den Händen Ferrante Deraccinis lag, verstarb Dalida schließlich auch noch im Kindbett, auch das Neugeborene erlebte nicht das folgende Jahr. Seit dieser Zeit scheint die Nebenlinie der di Onerdi vom Pech verfolgt zu sein, denn nach dieser Katastrophe hielt das Schicksal bald weitere Todesfälle und gescheiterte Pläne für sie bereit.
Ihren Tod erlebte Ludolfo Uras di Onerdi bereits nicht mehr, denn das Oberhaupt der Familie war schon 958 BF im Alter von nur 51 Götteräufen vor Boron getreten. Damit stand das Haus erneut vor einer kritischen Situation: Piara di Onerdi übernahm mit nur 20 Jahren die Führung der Familie, ihre Geschwister waren noch jünger. Einzig ihr Vetter Thion hatte schon Erfahrung auf dem politischen Parkett. Zudem waren die Beziehungen nach Onjaro weiterhin gut, sodass sein Sohn Mondino wie einst Perno eine Schwester des Barons von Onjaro heiratete. Entscheidend zum erneuten Aufstieg des Hauses trug aber eine Verlobung bei, die Ludolfo noch auf dem Sterbebett ausgehandelt hatte. Sein Sohn Arono wurde Linara di Bergerio versprochen, Erbin des alten, aber verarmten Geschlechts der di Bergerio. Diese Heirat begründete die Nebenlinie der di Onerdi-Bergerio, welche sich in der Folge zu einem überaus mächtigen Zweig des Hauses entwickelte. Neben der Herrschaft Rugiero brachte die Heirat auch neue Ländereien bei Burg Ankhello, in dessen Nähe die di Onerdi ohnehin Land besaßen. Durch diese Bündelung konnte auch das Amt des Kastellans der Baronsburg gehalten werden. Als schließlich Arono 988 BF zum Stadtvogt von Ankram ernannt wurde, war der Aufstieg des Hauses in die erste Reihe des Patriziats Methumias perfekt.
Die Herrschaft Amenes und Baronin Delhena
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Die von Baron Aldessandro di Visterdi adoptierte Delhena wurde nach Aldessandros Tod im Jahre 1009 BF (2501 Horas) Baronin von Ankram. Zuerst waren im Haus di Onerdi Stimmen laut, die gegen Delhena sprachen, sie war immerhin ein Emporkömmling, dazu eine Ausländerin. Bald aber erkannte man, dass mit ihrer Ernennung einem Hause geschadet war, dem man selbst ablehnend gegenüber stand – den Marvinkos, denen die Baronie andernfalls zugefallen wäre. So wandelte sich die Einstellung und die di Onerdis wurden zu einer der größten Stützen der neuen Baronin. Viele glauben, dass ohne die Unterstützung der di Onerdi die Regentschaft Delhenas kaum mehr als ein paar Jahre gedauert hätte, doch mit der Zeit wurde auch sie selbst immer erfahrener und verstrickte sich nicht in den Schlingen, die ihre Gegner ihr auslegten.
- Das Erbe von Onjaro
Dieses überaus gute Verhältnis - von den di Onerdi mit bedingungsloser Treue gelebt - bekam jedoch erste Risse, als ein weiterer herber Schlag die Nebenlinie des Hauses traf. Umso heftiger empfand man dies, als doch grade die Visterdi dafür verantwortlich waren. Schon lange war man dem Baronshaus von Onjaro verbunden gewesen, was sich auch in mehreren Eheverbindungen niedergeschlagen hatte. Zuletzt heiratete Mondino di Onerdi, Gutsherr von Mardiero und Sohn Thions, die Dame Desdimiona von Onjaro, Schwester Baron Malbeths. Nach dessen Tod im Jahre 1014 BF wäre daher nach liebfeldischem Erbrecht Amaziella di Onerdi, die Tochter des mittlerweile verstorbenen Mondino, rechtmäßige Baronin von Onjaro gewesen. Delhena überging jedoch das ihr treue Haus und übernahm selbst die Macht. Die Nebenlinie des Hauses unter der verbitterten Amaziella steht den Visterdi seither ablehnend gegenüber. So feindselig sogar, dass Amaziella bereits im Jahr darauf eine Verbindung ihrer Tochter Camillia mit dem jungen Enzio di Tamarasco arrangierte – und die Tamarasco waren seit jeher Gefolgsleute der Marvinko. Wiederum spiegelbildlich dazu steht der Erfolg der anderen Nebenlinie: Nach dem Blutkonvent im Jahre 1019 BF wurde Oswinia di Onerdi-Bergerio, die Herrin Rugieros, mit der Verwaltung der örtlichen Horasdomäne betraut.
- Tödlicher Edlenzug
Nur wenige Jahre später schlug das unbarmherzige Schicksal erneut zu, und wieder war es Amaziella, die es traf. Als im Osten Aventuriens die Horden des Dämonenmeisters den Angriff auf das Mittelreich begannen, sah die Kaiserin zunächst keinen Grund, dem Raulschen Reich selbst Hilfe anzubieten. Grade aber unter den jungen Adligen Yaquirias entbrannte der Wunsch, dem bedrohten Nachbarreich entgegen aller Konflikte der Vergangenheit beizustehen. So sammelte sich Im Jahr 1020 BF der Zug der Edlen mit insgeamt weit über 500 Streitern, und zog gen Osten. Auch zwei der Kinder Amaziellas, Danilo und Khadan, übermütige, hitzköpfige Jungspunde, hatten sich zur Teilnahme entschlossen. Bald aber hörte man eine Schreckensnachricht nach der anderen, soweit überhaupt Meldungen aus dem verheerten Osten ins Horasreich drangen. Schließlich, Ende 1021 BF, erreichte die Nachricht vom Sieg an der Trollpforte das Liebliche Feld. Doch zu welchem Preis! Während das kaiserliche Bethanische Korps den Ruhm einheimste, kehrten keine 200 der Teilnehmer des Edlenzuges ins Reich zurück. Neben Erbprinz Thiolan Berlînghan und vielen weiteren war auch Danilo auf dem Feld geblieben. Sein Bruder Khadan hatte nach dem Tode des Erbprinzen das Kommando über das Banner der Heiligen Lutisana übernommen. Gerüchte besagen, er hätte seine Streiter an der Seite der mysteriösen Gezeichneten gegen den Feldherrnhügel des Dämonenmeisters geführt, doch Khadan, an Körper und Geist gezeichnet, hat niemals Außenstehenden von seinen Erlebnissen berichtet.
Jüngere Geschichte
Thronfolgekrieg
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Der Ausbruch des Thronfolgekrieges erschütterte das Haus, es herrschte Uneinigkeit darüber, welche Seite zu unterstützen sei.
- Nepolemos Schlachtentod und Nicolo Faellan als Hausoberhaupt
Eingangs des Krieges war das Haus di Onerdi uneinig und dementsprechend neutral. Wie möglich, ergriffen die Familienmitglieder keine Partei. Das Hausoberhaupt hatte jedoch andere Pläne: Nepolemo di Onerdi sprach sich dafür aus, Königin Aldare als "einzig rechtmäßige Herrscherin" zu unterstützen. Der Familienrat verweigerte ihm jedoch die Gefolgschaft. So zog er allein mit seinem Sohn Faellan und Kämpfern der Hausgarde zu Aldares Unterstützung in die Schlacht an der Kreuzung von Castarosa – und fiel. Faellan, zu dieser Zeit schwer verwundet, empfahl seinen Sohn Nicolo Faellan als neues Oberhaupt. Der damals erst 24-Jährige wurde auch Stadtvogt von Parsek und führt das Haus seither an.
- In Efferdas
Nach dem erfolglosen Kampf der Baronin Elanor von Efferdas gegen Belhanka kam es zu Aufständen in Efferdas. Die di Onerdi schickten nach Unterredungen mit dem Haus di Punta Truppen unter Luca di Onerdi, um bei der Niederschlagung des Aufstandes behilflich zu sein. Schließlich wurden die Unruhen durch die Ausrufung der Republik Efferdas beendet. Die darauf folgenden Senatswahlen Anfang 1029 BF verschafften dem Haus einen Sitz im neu geschaffenen Senat der Republik, sodass der Einfluss in der Stadt schlagartig stieg.
Gleichzeitig geriet das Haus früh auch zwischen die Fronten. Dies zeigte sich zuerst im Toricumer Weinkonflikt ab Mitte Travia 1029 BF. Hier entbrantte ein vornehmlich ideologischer Konflikt zwischen der jungen Republik Belhanka udn den traditionalistischen Torrems, die schließlich in Toricum belagert wurden. Die di Onerdi hätten klar auf Seiten der Torrems gestanden, dies hätte sie jedoch in Konflikt mit Efferdas gebracht. Militärisch entscheiden die Torrems und die Urbasier den Konflikt in der Schlacht von Tolkram am 30. Travia für sich, dabei wurden sie von Khadans Kompanie unterstützt. Ab Anfang Boron jedoch ziehen die Efferdier gegen Toricum, um Landherr Traviano aus den efferdischen Ländereien zu vertreiben. Letztlich konnte ein offener Waffengang vermieden werden, da Traviano den Feldzug abbrach, als Nachricht vom Aufstand in Urbasi das Feldlager erreichte.
In der Folge wurde im Hesinde 1029 BF der Sikramtaler Ritterbund als Schutzbündnis der Häuser di Onerdi und Torrem gegründet. Die Agressionen der Belhankaner gegen das Gebiet der Torrems würde auf lange Sicht auch den di Onerdi gefährlich werden. Zudem wird der Bund des Adels untereinander als zuverlässiger angesehen, als der Schutz durch König und Horas, deren Einfluss im Krieg weit zurückgedrängt worden war.
- Das Massaker von Parsek
Der Bund war kaum beschlossen, als sich im Firun 1029 BF das hässliche Gesicht des Krieges von seiner übelsten Seite zeigte. Coramar ya Strozza verheerte die Sikramlande, niemand konnte seine Marodeure aufhalten auf dem Weg nach Methumis. Einzig die Statthalter der stolzen Stadt Parsek, deren Stadtvogt der gefallene Nepolemo gewesen war, stellten sich ihm in den Weg. Doch der Hetzhund kannte keine Gnade, erstürmte die Stadt und richtete daraufhin ein heute sprichwörtliches Massaker an, bei dem die Stadt buchstäblich vom Antlitz Deres getilgt wurde. Übrig blieben nur rauchende Trümmer, kaum jeder vierte Einwohner der Stadt hatte überlebt. Auch ein halbes Jahrzehnt nach der Vernichtung ist der Wiederaufbau noch in den Anfängen. Das Haus di Onerdi wurde durch die Zerstörung der Stadt einer wichtigen Machtbasis beraubt und hatte die Katastrophe auch nicht verhindern können.
- Erwerb der Baronswürde und Ende des Krieges
Doch bei all dem Schrecken sollte der Krieg auch einen Aufstieg bringen. Schon im Weinkonflikt hatte das Haus die Beziehungen zu Traviano von Urbet-Marvinko verbessern können. Nach der Forderung von Ankhelet Mitte Tsa 1029 BF schließlich wurde das Haus zu Baronen der neu gegründeten Baronie Parsek erhoben, während Baronin Delhena zur Gräfin der neugeschaffenen Grafschaft Onjet gekürt wurde. Bald schon degenerierte die Marvinkoherrschaft zur Tyrannei, und wenige weinten Traviano eine Träne nach, als er im Rahja 1029 BF ermordet wurde.
Der Krieg tobte dagegen noch monatelang, und die di Onerdi versuchten, sich und ihre Ländereien möglichst zu schützen. Schließlich beendete der Drache Shafir die Entscheidungsschlacht bei Pertakis und es wurden Friedensverhandlungen begonnen. Für das Haus stand nicht zuletzt auch die Baronswürde wieder auf dem Spiel. Diese war seit dem Tod des tyrannischen Fürsten umstritten, wurde jedoch gestützt auf die Lehnsherrin Delhena di Visterdi, aber auch den Sikramtaler Ritterbund, energisch vertreten und wurde im Frieden von Arivor schließlich auch offiziell bestätigt.
Nachkriegszeit
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Zwei Jahre später fand am 1. Praios 1032 BF die Übergabe der neu hergestellten Baronskrone von Parsek statt, die man bei Silaser Goldschmieden in Auftrag gegeben hatte. Gerüchte besagen, dass mit der Bezahlung des Werkes auf Jahr und Tag danach der letzte Golddukat aus der Schatzkammer des Hauses verschwand – Krieg, der Wiederaufbau von Parsek, die Errichtung der Residenz in Yardêk und schließlich die Krone waren mehr, als das lange Ersparte hergab. Von nun an war man für alle größeren Projekte auf Geldgeber angewiesen, die man in Methumis einerseits, andererseits wiederum in Efferdas fand.
Schon bald nach dem Tod des Fürsten wuchsen Bedenken gegen eine Bindung an die allgemein als vereinnahmend bekannten Urbet-Marvinko. Zur Begründung des Anspruches auf die Baronie beruft man sich seitdem daher auf das Konzept der Erbteilung von Onjaro und ließ Kontakte nach Urbasi einschlafen. Stattdessen schwor Baron Nicolo dem verehrten Herzog Eolan bereits Anfang 1033 BF den Lehnseid - ob allein aus persönlicher Verbundenheit oder gar aufgrund wohlgemeinte Ratschläge der Geldgeber, bleibt ein Geheimnis.
Dass den Urbet-Marvinko und ihren Getreuen nicht zu trauen ist, bestätigte sich in den Augen der Familie auch dadurch, dass die Verlobung zwischen Alara Firya di Onerdi und Marino von Calven-Imirandi auf Geheiß seines Bruders wieder aufgehoben wurde, womöglich, weil die di Onerdi nicht loyal genug den Urbetern gegenüber waren. Dies hat das Ansehen der Calven-Imirandi im Haus schwer beschädigt und ihnen den Ruf machtgieriger Bücklinge eingebracht, gilt aber auch als erneuter Rückschlag für die Nebenlinie der di Onerdi.
- Efferdische Konflikte und Ausscheiden aus dem Senat 1033 BF