Briefspiel:Kaiserjagd/Wenn Träume verblassen IV: Unterschied zwischen den Versionen

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''"Leonora, komm, lass uns über Sewamund sprechen, über die anstehenden Veränderungen. Es ist wichtig, dass du auch im Bilde bist."''<br>
 
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Während Leonora Tribêc von Trebesco, Rahjane Vistelli und Tsaida Tribêc nun etwas abseits standen und über die jüngsten politischen Entwicklungen diskutierten, war ihre Unterhaltung von einem kühlen, fast berechnenden Ton geprägt.<br>
 
Während Leonora Tribêc von Trebesco, Rahjane Vistelli und Tsaida Tribêc nun etwas abseits standen und über die jüngsten politischen Entwicklungen diskutierten, war ihre Unterhaltung von einem kühlen, fast berechnenden Ton geprägt.<br>

Aktuelle Version vom 11. Februar 2025, 08:22 Uhr

Auge-grau.png

Kaiserjagd.png Städteübergreifendes Briefspiel Kaiserjagd.png
Datiert auf: 1.-6. Firun 1046 BF Schauplatz: von Aldyra in den Wald von Persenciello Entstehungszeitraum: ab März 2024
Protagonisten: Khadan II. Firdayon, etliche Hochadlige und weitere Noble des Reiches Autoren/Beteiligte: Haus Amarinto.png Amarinto, Familie Solivino.png Bella, Familie della Carenio.png Carenio, Familie ya Malachis.png Cassian, Horasreich-klein.png Dajin, Haus della Pena aeH.png Dellapena, Haus Sirensteen.png Erlan, Familie Flaviora.png Flaviora, Familie Gerber.png Gerberstädter, Haus Urbet.png Gonfaloniere, Haus della Pena jH.png Horasio, Familie van Kacheleen.png Kacheleen, Familie Luntfeld.png Luntfeld, Haus Legari.png Nebelzweig, Haus Carson.png OrsinoCarson, Familie di Cerrano.png Princeps, Haus di Salsavur.png Rondrastein, Haus Romeroza.png Savinya Romeroza, Haus Veliris.png Schatzkanzler, Familie Ventargento.png Silberwind, Haus Tribec.png Tribec, Wappen fehlt.png Vairningen, Haus ya Pirras.png VivionaYaPirras u.w.
Zyklus: Übersicht · Teilnehmer · Schauplätze · Regeln · Gerüchteküche · Erster Tag

Geschichten vor der Jagd: Firungefällige Fragen I · II · Eine bescheidene Bitte · Eine Antwort aus Horasia · Unter Wölfen · Das Haus Veliris · Prinz und Prinzessin · Ungewisses Parkett · Folnors Bankett · Die "Minnesängerin" · Kamingespräch zu Imdallyo · Der Kalif von Unau · Am Tag der Volkskunst I · II · Gräfin Tergelstirn · Eine Schuld wird beglichen I · II · III · IV · V · VI · VII · VIII · Eine magische Nacht I · II · III · IV · V · VI · VII · Bosparanische Träume I · II · III · IV · V
1. Firun: Sternenglanz im Sonnenschein · Duell im Morgengrauen · Wenn Träume verblassen I · II · III · IV · V · Ein Herz und eine Seele · Morgendlicher Ausritt · Mathesio und Verian · Kaiserliche Herausforderung · Knappin vermisst I · Jagdabsprachen I · II · III · Die Horas-Halle · Das Hussbeker Manöver · Unter Freunden und Feinden · Alte Wunden · Zur Jagd! · Bündnis auf Zeit · Kaiserlicher Auftritt · Knappin vermisst II · Die Albornsburgübergabe



Wenn Träume verblassen IV

1. Firun 1046 BF, auf dem Yaquir zwischen Vinsalt und Aldyra

Fortsetzung von hier.

Autoren: Amarinto, Carenio, Gerberstädter, Tribec, VivionaYaPirras

Dareius und Dimiona

Dimiona della Carenio

Dareius Amarinto atmete tief durch und sammelte seine Kräfte. Die frische Luft tat ihm auch gut und seine Gedanken auf etwas anderes als die vergangene Nacht zu lenken half ihm, den Geist zu ordnen. Er trat an Dimiona della Carenio heran, die mit einigen ihrer Verwandten im Mittelteil des Schiffs stand und plauderte.
“Baronessa della Carenio, Signoras und Signores. Es freut mich so viele bekannte Gesichter meiner Heimatstadt hier zu treffen. Ich habe Euch jedoch auf dem Maskenball vermisst oder sind wir uns dort nur nicht über den Weg gelaufen?”
Er zwang seine Gesichtsmuskulatur zu einem freundlichen Lächeln, aber den della Carenios würde sicher auffallen, dass er heute nicht in seiner besten Form dieses Schiff bestiegen hatte.

Dimiona lächelte den Amarinto freundlich an. Es war mehr als offensichtlich, dass er, wie einige andere der Fahrgäste, die vergangene Nacht zum Tag gemacht hatten. Nun, sie hatte in ihren jüngeren Jahren auch keine Feier ausgelassen.
“Ich war tatsächlich unpässlich am Abend des Maskenballs. Es war sicher ein rauschendes Fest, nicht wahr, Cavalliere?”

Der Cavalliere nickte mit einem entschuldigenden Blick.
“Wenn das Kaiserhaus zum Fest lädt, gebietet es die Cortesia, sich als guter Gast zu erweisen und die dargebotene kulturelle Erbauung in vollen Zügen zu genießen … und dieses Fest war in der Tat magisch. Ich würde auch gerne sagen, dass Ihr nichts verpasst habt Baronessa, aber meine Ehre verlangt von mir, Euch hierbei nicht die Unwahrheit zu sagen. Ich hoffe Ihr habt Euch gut von der Unpässlichkeit erholt und seid bereit für die Jagd?"

Das Familienoberhaupt der Carenios lächelte entschuldigend.
“Oh, natürlich bin ich untröstlich, dieses besondere gesellschaftliche Ereignis verpasst zu haben. Hoffentlich ist die Jagd ein ähnlich ergötzliches Unterfangen. Habt ihr Euch entsprechend vorbereitet?”

“Die Jagd gehört, um ehrlich zu sein, nicht zu meinen größten Stärken. Daher konnte ich glücklicherweise für diese Jagd einen erfahrenen Jäger aus dem Gefolge des herzoglichen Jagdmeisters Cavalliere Rowin von Durinquell anwerben. Esindio van Smeet.” Er deutete auf einen jungen athletischen Mann in praktischer Kleidung am Bug des Schiffs, der in ein Gespräch mit der Esquiria Amalia Gerber aus Efferdas vertieft war. Wie steht ihr zur Jagd und wie habt ihr Euch entsprechend vorbereitet, um vor dem Herzog und dem versammelten Hochadel und dem Kaiser eine gute Figur zu machen?“

Beeindruckt sah Dimiona zu dem Jagdmeister der Amarintos.
“Oh ein geschickter Zug von Euch, Cavalliere! Ich kann nur meine bescheidenen Fähigkeiten in der seit Jahrzehnten geübten Jagd anbieten und hoffen, dass sich mein junger Verwandter Grangorion als guter Jäger zeigt. Er hat eindeutig die besseren körperlichen Voraussetzungen. Ich kann dem nur meine Erfahrung entgegensetzen. Aber ich freue mich darauf.”

“Ich bin mir sicher, Eure Erfahrung wird für die Jagdgesellschaft des Herzogs sehr wertvoll sein, Baronessa”
Er neigte sein Haupt in einer Geste des Respekts. Generell hatte er großen Respekt vor dem Familienoberhaupt der della Carenio. Sie hatte die Führung Sewamunds in einer schweren Zeit übernommen und in den Verhandlungen mit dem Herzog eine sehr gute Figur gemacht. Sie war eine geschickte Politikerin und dennoch konnte man sich auf ihr Wort verlassen. Das schätzte er sehr.
Er lehnte sich ein wenig verschwörerisch zu ihr herüber.
“Aber ich wollte noch wegen einer anderen Angelegenheit mit Euch reden. Können wir unter vier Augen sprechen?”

Dimiona sah Dareius interessiert an. Dann drehte sie sich in beide Richtungen um.
“Nun, auf der Barke wird man nicht viele verschwiegene Ecken finden können. Wollt Ihr warten, bis wir an Land sind, oder meint Ihr, dass wir vielleicht im Schutze so vieler Jagdteilnehmer, die sich angeregt unterhalten, genügend Privatsphäre haben, um ein solches Gespräch zu führen?”

Dareius räusperte sich, seine Kehle war sehr trocken. Eine weitere Folge der letzten Nacht. Der pochende Kopfschmerz war besser geworden, gar fast verschwunden, die frische Luft tat ihm offenbar wirklich gut. Unter der Müdigkeit und Erschöpfung fühlte er sich sogar leichter als sonst, als würde er einen oder zwei Finger über den hölzernen Planken des Schiffes schweben. Er sah sich um, die meisten Passagiere der Barke waren sehr mit sich selbst beschäftigt, aus den einen oder anderen Gründen. Der Wind dämpfte die Unterhaltungen zusätzlich.
“Ich denke es reicht aus ein wenig abseits zu stehen.”
Sie bewegten sich einige Schritte weiter und blickten zusammen auf den Fluss und das vorbeiziehende südliche Yaquirufer.
“Am letzten Jagdtag, vor dem Abschlussbankett, wird eine Audienz bei seiner imperialen Majestät dem Kaiser stattfinden. Ich habe die große Ehre, dieser beiwohnen zu dürfen. Es wurde mir gestattet, eine Anzahl weiterer Namen zu nennen, die dieser Ehre würdig wären.”
Er sah dem derzeit noch amtierenden Stadtoberhaupt Sewamunds in die blauen Augen, die bereits so einiges gesehen zu haben schienen.
“Ich habe auch Euren Namen genannt.”

Hocherfreut fuhren Dimionas Augenbrauen nach oben.
“Oh wirklich? Wie zuvorkommend von Euch, Cavalliere! Ich stehe in Eurer Schuld nach diesem überaus freundlichen Angebot. Erinnert mich daran, wenn ich irgendwann etwas für Euch tun kann. Darf ich sagen, dass ich es sehr schön finde, dass sich nach der doch sehr unglücklichen, gewaltsamen Zeit mit den Ereignissen rund um den Konflikt mit dem Baron, zwischen einigen der führenden Sewamunder Familien eine Vertrauensebene entwickelt hat. Darauf, denke ich, lässt sich eine gedeihliche Zukunft für unsere schöne Stadt aufbauen. Habt Dank dafür, dass Ihr mich zu diesem Kreis dazu zählt. Ich baue auf unser Vertrauensverhältnis, Dareius!”

Dareius schüttelte sanft den Kopf.
“Ihr steht nicht in meiner Schuld Baronessa, seht es als natürliche Folge der Ereignisse der letzten Monde, welche uns Sewamunder wieder zu einer Einheit geformt haben, die von nun an gemeinsam und stark nach außen auftreten kann. Die Zusammenarbeit unserer Familien ist in den letzten Monden ebenso gewachsen und hat begonnen, ihre Wurzeln zu schlagen. Eine Entwicklung, die wir fortführen sollten, zum gemeinsamen Vorteil und Vorteil unserer Heimatstadt.”
Er lächelte ehrlich.
“Die Kaiserjagd selbst sollten wir zudem als Bühne nutzen, um das starke Gemeinschaftsgefühl Sewamunds zu demonstrieren und die Beziehungen zum Herzog zu stärken. Wir tun gut daran, mit vollem Einsatz für den Jagderfolg des Herzogs zu arbeiten. Er erwartet sicherlich, dass wir unsere Treue unter Beweis stellen und uns des von ihm in uns gesetzten Vertrauens würdig erweisen.”

“Selbstredend, Cavalliere! Der Herzog soll merken, dass er sich auf uns verlassen kann. Dass die wichtigsten Köpfe der Stadt Sewamund hinter ihm stehen. Und, ganz ehrlich, was eignet sich besser für so einen Beweis als eine Jagd - ein solch gesellschaftliches Ereignis von Rang?”
Sie zwinkerte Dareios verschmitzt zu und legte ihre behandschuhte Rechte auf seinen Unterarm.

“Ich sehe, wir verstehen uns, Baronessa.”
Er verneigte sich respektvoll, aber mit einem sanften Lächeln auf den Lippen.

Die Tribêcs

Leonora Tribêc von Trebesco
Tsaida Tribêc

Tsaida bemerkte Leonora und winkte sie zu sich und Rahjane heran.
"Leonora, komm, lass uns über Sewamund sprechen, über die anstehenden Veränderungen. Es ist wichtig, dass du auch im Bilde bist."
Während Leonora Tribêc von Trebesco, Rahjane Vistelli und Tsaida Tribêc nun etwas abseits standen und über die jüngsten politischen Entwicklungen diskutierten, war ihre Unterhaltung von einem kühlen, fast berechnenden Ton geprägt.
"Die Verhandlungen der Adelshäuser werden nicht einfach sein", fuhr Tsaida fort, ihre Stimme klang ein wenig scharf, so wie immer, wenn sie über politische Strategien sprach.
Rahjane nickte zustimmend, ertappte sich aber dabei, wie ihre Gedanken abschweiften.
"Besonders die della Carenios", Tsaida blickte für einen Herzschlag zu Dimiona hinüber, "haben ihre eigenen Pläne, was die Zukunft betrifft. Nicht jedes Lächeln bedeutet eine Freundschaft."
Rahjane zeigte sich sichtlich verwundert.
"Wir müssen klug sein, Leonora", fuhr Tsaida fort.
Tsaida und Leonora, beide Frauen tauchten tiefer in die Komplexitäten von Macht und Einfluss ein als jemals zuvor. Leonora, weil sie von Tsaida lernen wollte, und Tsaida, weil ihr eine feste familiäre Bindung Leonoras wichtig war.
Währenddessen stand Rahjane an der Reling des Schiffes und ließ den Blick über das Yaquirwasser schweifen. Auch wenn man es nicht ahnte, waren auch ihre Gedanken bei den jüngsten Entwicklungen, die sie und ihre Familie betrafen. Trotz der sanften Brise, die ihre Haare leicht umspielte, schien eine innere Unruhe sie zu erfassen.
Leonora, obwohl die jüngere, trug die Last der Verantwortung, die noch nicht lang auf ihr ruhte, mit einer bemerkenswerten Reife, die ihre eigene Unsicherheit verbarg. Während des Gesprächs mit Tsaida aß sie mindestens fünf Äpfel. Ihre Gedanken kreisten um die kürzliche Übernahme der Herrschaft in Trebesco und die Bürde, die diese Macht mit sich brachte. Sie war entschlossen, ihre Fähigkeiten zu beweisen, nicht nur um ihre Familie und den Herrn Praios stolz zu machen, sondern auch, um ihren eigenen Platz in der rauen politischen Landschaft zu sichern.
Rahjanes Hand strich über den Stoff ihres Kleides, in einer Geste, die sowohl Beschwichtigung als auch Unsicherheit signalisierte. Ihre stille Betrachtung des Wassers wurde gelegentlich durch Blicke unterbrochen, die sie zu den anderen Adligen warf, insbesondere aber auch zu Tsaida Tribêc, deren Nähe sie sowohl zu suchen als auch irgendwie zu meiden schien.
Tsaida, als das derzeitige Familienoberhaupt, vermittelte eine Aura der Autorität und des scharfen Verstandes. Die jüngsten Ereignisse in Sewamund brachten sie dazu, wieder mehr mit dem Kopf in politische Dinge investiert zu sein. Ihr war bewusst, wie wichtig es nun war, ihre Nichte in den subtilen Kunstgriffen der Diplomatie und Intrige zu schulen, besonders, wo die politischen Wellen in Sewamund höher schlugen als jemals zuvor, so dass sie womöglich selbst Tikalen erreichten. Tsaidas Ziel war es, die Macht ihrer Familie zu stärken, indem sie Leonora als verlässliche Verbündete und fähige Vertreterin ihrer Interessen formte.

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